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Förderstau: Mittelstand droht Stagnation bei Digitalisierung

Förderstau: Mittelstand droht Stagnation bei Digitalisierung Posted on 26. Oktober 2023

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen vor einer Förderlücke bei der Digitalisierung. Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) e.V. appelliert mit Dringlichkeit an die Bundesregierung, das auslaufende Förderprogramm „Digital Jetzt“ über 2023 hinaus zu verlängern und die im Koalitionsvertrag angekündigte Investitionsprämie im Bereich Digitalisierung schleunigst umzusetzen. Ansonsten drohen KMU bei der digitalen Transformation weiter zurückzufallen.  

KMU benötigen dringend Unterstützung, um die enormen Herausforderungen der digitalen und ökologischen Transformation bewältigen zu können. Mehrere Studien* zeigen, dass kleine Unternehmen bei der Digitalisierung immer stärker von großen Unternehmen abgehängt werden. Und die Aussichten verdüstern sich: In den vergangenen Monaten sind bereits viele Förderprogramme auf Landesebene zur Digitalisierung von KMU ausgelaufen und werden nicht verlängert. Bei weiteren Programmen wie der wichtigen bundesweiten Förderung „Digital Jetzt“ wird die Unterstützung Ende des Jahres 2023 eingestellt. Benjamin Schöfer, Referent für Finanzen und Förderexperte beim DMB, erklärt: „Vor allem kleine Unternehmen, die geringe finanzielle, personelle und fachliche Ressourcen haben, trifft die kommende Förderlücke besonders schwer. Auch wenn die Programme durch überbordende Bürokratie in der Umsetzung nicht perfekt waren, versetzten sie viele mittelständische Unternehmen überhaupt erst in die Lage, in die digitale Zukunft investieren zu können und somit die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“

Leere Versprechung bei Investitionsprämie

Einen weiteren Rückschlag im Bereich der Digitalisierung müssen KMU bei der Investitionsprämie, die im geplanten Wachstumschancengesetz umgesetzt werden soll, hinnehmen. Entgegen einer entsprechenden Ankündigung im Koalitionsvertrag sind Maßnahmen für die Digitalisierung nicht in dem Gesetzesentwurf enthalten, der aktuell im Bundestag beraten wird. Schöfer appelliert: „Die Bundesregierung muss dringend für Klarheit in der Kommunikation sorgen und mehr Entschlossenheit bei der digitalen Transformation zeigen. Für die Einhaltung der nationalen Klimaziele sind nachhaltige technische Fortschritte von immenser Bedeutung. Daran darf nicht gespart werden. Für die erfolgreiche Gestaltung der Transformation und dem Erhalt der Innovationskraft des Mittelstands bedarf es gezielter Unterstützung in die digitale Transformation kleiner und mittlerer Unternehmen.“

*Quellen: KfW-Digitalisierungsbericht 2022, IW-Digitalisierungsindex 2022, IfM Bonn

Über den Deutscher Mittelstands-Bund (DMB) e.V.

Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) e.V. ist der Bundesverband für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Der DMB wurde 1982 gegründet und sitzt in Düsseldorf. Unter dem Leitspruch "Wir machen uns für kleine und mittelständische Unternehmen stark!" vertritt der DMB die Interessen seiner rund 25.000 Mitgliedsunternehmen mit über 500.000 Beschäftigten. Damit gehört der DMB mit seinem exzellenten Netzwerk in Wirtschaft und Politik zu den größten unabhängigen Interessen- und Wirtschaftsverbänden in Deutschland. Der Verband ist politisches Sprachrohr und Dienstleister zugleich, unabhängig und leistungsstark. Spezielle Themenkompetenz zeichnet den DMB in den Bereichen Digitalisierung, Nachfolge, Finanzen, Internationalisierung, Energiewende und Arbeit & Bildung aus. Als dienstleistungsstarker Verband bietet der DMB seinen Mitgliedsunternehmen zudem eine Vielzahl an Mehrwertleistungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstandsbund.de.

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