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Umfrage: Händler mit über 50 Prozent Umsatz- und Frequenzverlust nach Teil-Lockdown

Umfrage: Händler mit über 50 Prozent Umsatz- und Frequenzverlust nach Teil-Lockdown Posted on 5. November 2020

In den ersten Tagen nach dem Teil-Lockdown gehen immer weniger Verbraucher im Innenstadthandel einkaufen. Das ergab eine Blitzumfrage des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW) unter knapp 600 Händlern im Südwesten. Die Folge: Die Mehrheit der Geschäfte klagt derzeit über einen Umsatz- und Frequenzverlust von mehr als 50 Prozent. „Damit bewahrheiten sich unsere schlimmsten Befürchtungen“, sagt HBW-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann, „die Verbraucher sind verunsichert und gehen nicht mehr einkaufen. Dabei haben alle Geschäfte weiterhin geöffnet und sind mit umfangreichen Hygieneschutzkonzepten und überschaubarer Frequenz so sicher, wie sonst nirgends!“

Die derzeit dramatische Entwicklung von Umsatz und Kundenfrequenz im stationären Handel ist eindeutig: Die Mehrheit der Befragten erwartet für die ersten Tage nach dem Teil-Lockdown einen Umsatzverlust von mehr als 50 Prozent. Insgesamt klagen knapp 87 Prozent über Umsatzverluste von zehn bis über 50 Prozent. Auch beim Thema Frequenzverlust sieht es kaum anders aus. Das Meinungsbild der Befragten hier: Über 50 Prozent weniger Kunden sind in die Geschäfte gekommen, sagt eine große Mehrheit. Insgesamt beobachten knapp 91 Prozent einen Frequenzverlust von zehn bis über 50 Prozent.


Zudem erwartet der stationäre Textileinzelhandel in Baden-Württemberg nach Einschätzung des HBW Umsatzverluste von mindesten 50 Prozent für den November sowie das gesamte Weihnachtsgeschäft.

„Eine Katastrophe! Ein Großteil der befragten Händler rechnet mit dem Aus ihres Geschäfts – verursacht durch die immensen finanziellen Belastungen durch die Corona-Krise und der Verlagerung zum Online-Shopping.“

An die Verbraucher gerichtet, appellierte Hagmann: „Der Einzelhandel braucht einkaufende Kunden, die ihren Einkauf und ihre Weihnachtsgeschenke im sicheren Einzelhandel erledigen“, so Hagmann, „leider ist die Verunsicherung unter den Verbrauchern derzeit groß, das ist verheerend für die Geschäfte. Wir wollen erneut an alle appellieren: Gehen sie einkaufen, die Geschäfte sind geöffnet, und sicher sind sie auch: In ganz Baden- Württemberg ist bislang kein einziger Fall einer Ansteckung mit dem Corona-Virus beim Einkaufen bekannt – weder bei Kunden, noch bei Mitarbeitern.“

Die Verunsicherung unter den Kunden ist laut der HBW-Blitzumfrage tatsächlich groß. Dies bestätigt eine große Mehrheit der befragten Händler. Viele von ihnen charakterisieren die derzeit einkaufenden Kunden zudem als „nachfragend“.

Laut der Umfrage sieht es auch nicht gut für das kommende Weihnachtsgeschäft aus – es ist für die meisten Händler traditionell das umsatzstärkste im Jahr. 90 Prozent der Befragten erwarten hier – verursacht durch die beiden Lockdowns und die dadurch entstandene Verunsicherung der Kunden – einen Umsatzverlust von bis zu 100 Prozent. Beim Thema Kundenfrequenz ist die Situation ähnlich dramatisch: Auch hier wird mit einem Minus bis zu über 50 Prozent gerechnet.

„Angesichts dieser dramatischen Entwicklungen im Einzelhandel fordern wir, auch den Einzelhandel in ein staatliches Nothilfeprogramm aufzunehmen und jede mögliche finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen“, so Hagmann.

„Vor allem bitten wir die Städte und Kommunen und die Politik, die Händler nicht nur geöffnet zu halten, sondern die Öffnung unserer Läden positiv zu kommunizieren und zu unterstützen, beispielsweise durch kommunale Werbekampagnen, Weihnachtsbeleuchtung, kostenloses Parken im November und Dezember, kostenlosen ÖPNV, durch Einkaufsschecks für die Bürger oder ähnliche Maßnahmen. Der lokale Handel muss nun sowohl von den kommunalen und politischen Verantwortlichen auf allen Ebenen unterstützt werden.“

Der Handelsverband geht ab sofort mit einigen Partnern sowie eigenen, kostenlosen Unterstützungsmaßnahmen in Vorleistung: Gemeinsam mit Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten, Stuttgarter Wochenblatt und Hitradio Antenne 1 startet der HBW eine crossmediale Offensive, um die Händler in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und begleitet damit seine Werbekampagne „Nicht nur klicken, sondern auch anfassen“, die bundesweit seit zwei Monaten schon am Start ist. . Unter dem Motto „GEMEINSAM SICHER EINKAUFEN“ solidarisieren sich Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Wochenblatt mit dem Einzelhandel direkt schon zum Wochenende. Das sich daran anschließende Kampagnenkonzept „KAUF VOR ORT“ bietet eine starke Wiedererkennung und dem Einzelhandel regionale Reichweite und konsumstarke Zielgruppen mit der Möglichkeit, wichtige Abverkaufs- Impulse für das enorm wichtige Vor- und Weihnachtsgeschäft zu setzen.

Im Programm von Hitradio Antenne 1 werden emotionale Teaser unter dem Hashtag #SupportYourLocals geschaltet, diese On-Air-Aktion wird dann mit einer informierenden Microsite passend zum Thema verknüpft. Händler können dieses Umfeld für sich nutzen, indem sie on-air mit einem 10-sekündigen Abbinder und online mit einer Verlinkung direkt zu ihrem Online-Shop auf Aktionen hinweisen. Beide Partner unterstützen den lokalen Handel mit hohen zweistelligen Rabatten bei ihren Webeangeboten.

Über den Handelsverband Baden-Württemberg e.V.

Der Handelsverband Baden-Württemberg vertritt die politischen Interessen von über 40.000 Handelsunternehmen in Baden-Württemberg. Der Handel stellt den drittgrößten Wirtschaftszweig dar mit 500.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern, ca. 18.000 Auszubildenden und einem Umsatz von ca. 90 Mrd. Euro.

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