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Makrodaten deuten auf klare wirtschaftliche Erholung hin

Makrodaten deuten auf klare wirtschaftliche Erholung hin Posted on 22. Juli 2020

Hoffnung auf einen Impfstoff und gute Konjunkturdaten aus China sowie überzeugende Quartalszahlen von US-Banken sorgten insgesamt für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends an den Märkten. In den USA zeigte der Empire-State-Index eine positive Entwicklung und schlug mit einem Anstieg auf 17,2 Punkte die Konsensuserwartungen. Der Philly-Fed-Index verzeichnete hingegen einen leichten Rückgang auf 24,1 Punkte. Dieser fiel jedoch geringer aus als von den Analysten prognostiziert. Die Industrieproduktion in den USA wuchs im Juni mit +5,4 Prozent stärker als erwartet. Die US-Einzelhandelsumsätze für Juni behielten ihr positives Momentum bei und zogen um 7,5 Prozent an, was ebenfalls über den Markterwartungen lag. Eine „V“-förmige Erholung zeigte sich inzwischen in China. Während das BIP im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal noch um zehn Prozent schrumpfte, wurde m zweiten Quartal ein Plus von 11,5 Prozent verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahresquartal ergibt sich immerhin noch ein Plus von 3,2 Prozent. Positiv zeigt sich auch die Entwicklung in der Eurozone: So legte die Industrieproduktion im Mai gegenüber dem Vormonat um 12,4 Prozent zu. Einen kleinen Dämpfer zeigte sich in den Konjunkturerwartungen des ZEW-Index, der von 63,4 auf 59,3 Punkte etwas stärker als erwartet fiel. Die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich hingegen von minus 83,1 auf minus 80,9 Punkte. Allerdings hatten die Analysten hier eine deutlichere Verbesserung erwartet.

Im insgesamt positiven Marktumfeld konnte der europäische Aktienmarkt am meisten zulegen, gefolgt von Japan und den USA. Die Emerging Markets entwickelten sich, angeführt von Asien, negativ. Während sich in den USA Small Caps besser entwickelten als Large Caps, hatten in Europa Large Caps die Nase vorn. Bei den Investmentstilen hatte das Value-Segment in beiden Regionen die Oberhand. Auf Sektorebene sah es in den USA wie folgt aus: Die stärksten Zuwächse verzeichneten Titel aus den Bereichen Industrie, Rohstoffe, Gesundheit. Am schwächsten tendierten Titel aus den Segmenten zyklischer Konsum, IT und Kommunikationsdienstleistungen. In Europa sah das Bild wie folgt aus: Am besten performten Aktien aus den Sektoren Rohstoffe, Energie und Gesundheit. Die Schlusslichter bildeten die Segmente IT, nichtzyklischer und zyklischer Konsum.

Im Rentenbereich entwickelten sich Euro-Staatsanleihen, angeführt von deutschen Bundesanleihen, leicht negativ. Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating verzeichneten einen geringen Zuwachs, ebenso konnten Hochzinsanleihen zulegen. Hartwährungsanleihen aus den Emerging Markets verzeichneten den größten Zuwachs.

Auf der Währungsseite gab der US-Dollar gegenüber dem Euro um 0,91 Prozent nach. Der japanische Yen tendierte 1,27 Prozent schwächer. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent tendierte seitwärts und schloss bei 43,14 US-Dollar.

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