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Wegen fehlender Informationen: Marinehubschrauber der Bundeswehr darf nicht fliegen

Wegen fehlender Informationen: Marinehubschrauber der Bundeswehr darf nicht fliegen Posted on 28. November 2019

Bedienungsanleitungen sorgen bisweilen für Fragezeichen in Ihrem Gesicht? Dann geht es Ihnen genauso wie der Bundeswehr. Der neue Marinehubschrauber NH90 „SEA LION“ von Airbus muss vorerst auf dem Boden bleiben, weil es zu viele Lücken im Technischen Handbuch gibt. „In der Summe handelt es sich hierbei um erhebliche Fehler, die einen sicheren Flugbetrieb des Hubschraubers nicht erlauben", erklärte das Bundesverteidigungsministerium. Im Studiengang „Technical Content Creation“ an der Hochschule Aalen lernen Studierende alles, damit so etwas nicht passiert.

Prof. Dr. Constance Richter von der Hochschule Aalen weiß, wie wichtig es gerade bei technischen Geräten und Maschinen ist, dass die Bedienungsanleitungen für die Nutzer klar, verständlich und eindeutig formuliert sind. „Wir erleben leider immer wieder, dass Informationen nicht so vermittelt werden, dass Anwender sie aufnehmen und umsetzen können. Entscheidend ist dabei, dass auch komplexe Sachverhalte so verpackt werden, dass sie lückenlos verstanden werden. Dafür muss man über technisches Verständnis für ein Produkt verfügen und sich in die Perspektive des Nutzers versetzen.“

Im Fall von Airbus‘ „SEA LION“ wird beispielsweise bemängelt, dass im Speziellen für die Wartung konkrete Informationen fehlen, wann genau und mit welchem Fett bestimmte bewegliche Teile geschmiert werden müssen. Der Benutzer kann hier nur mutmaßen, was aber hochgefährlich sein kann.


Im Studiengang „Technical Content Creation“ bringen Richter und ihr Team genau das den Studierenden bei: Die Brücke zwischen der Technik und den Benutzern zu schlagen. Die Kunst dabei besteht darin, die Relevanz von Informationen auch aus technischer Sicht zu erkennen und sie mit den modernen Mitteln der Kommunikation und der Digitalisierung zielgruppengerecht zu erfassen. Genau das ist die Aufgabe eines Technical Content Creators, den die Hochschule Aalen ausbildet. 

„Die große Herausforderung heute ist es, Informationen so zu strukturieren und zu gestalten, dass eine Mensch-Mensch-, Mensch-Maschine- und Maschine-Maschine-Kommunikation möglich ist. Dazu ist es notwendig zu verstehen, wie wir Menschen Informationen wahrnehmen, damit keine zur Handlung relevanten Informationen fehlen oder in einer Informationsflut untergehen“, so Richter. „Das hat beim Marinehubschrauber von Airbus offensichtlich nicht hundertprozentig geklappt.“

Weitere Informationen zum Studiengang „Technical Content Creation“ finden Sie hier: www.hs-aalen.de/techcon oder www.doppeltalente.de

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