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Rheinmetall profitiert von anhaltender Wachstumsdynamik bei Defence – Konzern erwartet für 2019 weitere Umsatz- und operative Ergebnissteigerung

Rheinmetall profitiert von anhaltender Wachstumsdynamik bei Defence – Konzern erwartet für 2019 weitere Umsatz- und operative Ergebnissteigerung Posted on 13. März 2019

Ausblick 2019
  • Umsatzsteigerung im Konzern von 4% bis 6% vor Wechselkurseffekten erwartet
  • Operative Ergebnisrendite auf Konzernebene mit rund 8% prognostiziert
  • Automotive erwartet stabiles Umsatzniveau und operative Ergebnisrendite von rund 8%
  • Defence rechnet mit Umsatzzuwachs von 9% bis 11% vor Wechselkurseffekten und einer Verbesserung der operativen Rendite auf 8,0% bis 8,5%.

Geschäftsjahr 2018

  • Konzernumsatz ist um 4,3% auf 6.148 MioEUR gestiegen
  • Operatives Konzern-Ergebnis um 23% auf 492 MioEUR gesteigert
  • Ergebnis nach Steuern erhöht sich um 102 MioEUR auf 354 MioEUR (+ 40%)
  • Auftragsbestand von Defence erreicht einen neuen Rekordwert von 8.577 MioEUR
  • Dividende soll von 1,70 EUR um 24% auf 2,10 EUR angehoben werden

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG rechnet für das Geschäftsjahr 2019 mit weiterem organischem Umsatzwachstum auf Konzernebene und einer entsprechenden Steigerung des operativen Ergebnisses. In erster Linie angetrieben von einer fortgesetzt dynamischen Entwicklung im Defence-Bereich soll der Jahresumsatz des Technologiekonzerns im laufenden Geschäftsjahr organisch um 4% bis 6% wachsen. Für die Automotive-Sparte rechnet Rheinmetall trotz erheblicher Marktunsicherheiten mit einem stabilen Umsatzniveau.


Dabei bleibt die für den Konzern prognostizierte operative Ergebnisrendite mit rund 8% stabil auf Höhe des Vorjahreswerts (Geschäftsjahr 2018).

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Rheinmetall bleibt auf profitablem Wachstumspfad. Wir wollen unsere Umsätze insgesamt weiter erhöhen und gehen von einer erneuten Ertragssteigerung aus. Bei Defence macht sich der Trend zur forcierten Modernisierung der Streitkräfte verbunden mit steigenden Budgets in unseren Auftragsbüchern bereits deutlich bemerkbar. Mit unserer breiten technologischen Aufstellung sind wir bestens positioniert, in Deutschland und in anderen Partner-Staaten in den kommenden Jahren eine führende Rolle bei der Modernisierung der Streitkräfte zu spielen.

Bei Automotive können wir uns der teils rückläufigen Entwicklung an den globalen Märkten zwar nicht ganz entziehen, werden aber mit unseren Produkten zur Verbrauchs- und Emissionsreduzierung von der wachsenden Nachfrage nach umweltgerechter Mobilität weiter profitieren. Gleichzeitig bauen wir unsere Aktivitäten im Bereich E-Mobilität zielgerichtet aus, um auch hier eine immer wichtigere Rolle zu spielen.“

Kräftiger Zuwachs beim operativen Ergebnis – Dividendenvorschlag 2,10 EUR je Aktie

Im Geschäftsjahr 2018 hat der Rheinmetall-Konzern einen Umsatz von 6.148 MioEUR erzielt und damit – gemessen am Vorjahreswert von 5.896 MioEUR – ein Wachstum von 4,3% realisiert. Um Wechselkurseffekte bereinigt liegt das Wachstum bei 6,1%. Das Umsatz-wachstum wird von beiden Unternehmensbereichen getragen.

Der Auslandsanteil des Konzernumsatzes lag im Geschäftsjahr 2018 mit 72% leicht unter dem Wert des Vorjahres (76%).

Das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) kletterte um 23% auf 492 MioEUR, nach 400 MioEUR im Vorjahr. Die operative Marge im Konzern erhöhte sich auf 8,0% (Vorjahr: 6,8%).

Der Unternehmensbereich Defence erreichte ein operatives Ergebnis von 254 MioEUR und lag damit um 46% über dem Vorjahreswert von 174 MioEUR. Auch Rheinmetall Automotive konnte sein operatives Ergebnis steigern. Mit 262 MioEUR übertraf der Wert das vergleichbare Vorjahresergebnis von 249 MioEUR um 5,2%.

Sondereffekte entstanden einerseits durch Restrukturierungskosten an zwei Defence-Standorten (-7 MioEUR) sowie durch Immobiliengeschäfte (+33 MioEUR) am Standort Berlin sowie im Zusammenhang mit einem ehemaligen Produktionsgelände in Hamburg. Unter Berücksichtigung dieser Sondereffekte ergibt sich – nach Abzug von 24 MioEUR Holdingkosten der Rheinmetall AG – für den Konzern ein berichtetes EBIT von 518 MioEUR.

Das Ergebnis nach Steuern erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Konzernebene 354 MioEUR, nach 252 MioEUR im Jahr 2017. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 40%. Unter Berücksichtigung des auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Ergebnisses errechnet sich für 2018 ein Ergebnis je Aktie von 7,10 EUR (2017: 5,24 EUR).

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 28. Mai 2019 vor, die Dividende auf 2,10 EUR je Aktie zu erhöhen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 30%. Im Vorjahr wurde eine Dividende von 1,70 EUR je Aktie ausgeschüttet.

Automotive mit neuem Höchstwert beim Ertrag – Operative Marge auf 8,9% erhöht

Rheinmetall Automotive konnte sein Geschäftsvolumen 2018 in zunehmend schwierigem Marktumfeld nochmals erhöhen und erzielte einen Umsatz von 2.930 MioEUR, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 69 MioEUR oder 2,4% entspricht. Um Wechselkurseffekte bereinigt liegt das Wachstum bei 4,2%. Im Vergleich dazu ging die weltweite Produktion von Light Vehicles im Jahr 2018 um 1,1% zurück.

Alle drei Divisionen erreichten erneut ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Die rückläufige Nachfrage nach Dieselprodukten für den Pkw-Markt konnte u. a. durch Neuanläufe und ein wachsendes Geschäft in den übrigen Produktgruppen (u.a. Commercial Diesel Systems, Großkolben, Benzinantriebe) kompensiert werden. Der Umsatz der Division Mechatronics stieg 2018 um 2,7% auf 1.664 MioEUR, was auf eine weiter steigende Nachfrage der Automobilhersteller nach Lösungen zur Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen sowie auf ein dynamisches Wachstum im Nutzfahrzeugbereich zurück-zuführen war. Die Division Hardparts baute ihren Umsatz um 2,2% auf 989 MioEUR aus, was vor allem aus einer guten Geschäftsentwicklung bei Großkolben sowie Kolben für Lkw und Offroad-Fahrzeuge resultiert. Die Division Aftermarket weitete ihr weltweites Ersatzteilgeschäft um 2,2% auf 367 MioEUR aus.

Die regionale Verteilung des Umsatzes des Geschäftsjahres 2018 blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Insgesamt belief sich der Anteil des Umsatzes mit Kunden im Ausland auf 80% (Vorjahr: 81%).

Die mit einem chinesischen Partner betriebenen Joint-Venture-Gesellschaften in China und in Deutschland werden nach der At-Equity-Methode bilanziert und sind daher nicht im Umsatz von Rheinmetall Automotive enthalten. Die Umsätze dieser Gesellschaften betrugen im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 1.193 MioEUR, was im Vergleich zum Vorjahr einem Wachstum von 2,6% bzw. von 4,4% nach der Bereinigung von Wechselkurseffekten entsprach.

Das operative Ergebnis von Rheinmetall Automotive (EBIT vor Sondereffekten) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 262 MioEUR und markiert damit einen neuen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte. Gegenüber dem Vorjahreswert von 249 MioEUR beträgt der Zuwachs 13 MioEUR oder 5%.

Die operative Marge der Sparte erhöhte sich auf 8,9% (Vorjahr: 8,7%), was ebenfalls ein neuer Bestwert ist.

Defence mit deutlich erhöhtem Ergebnis – Großaufträge bescheren neuen Rekord beim Auftragsbestand

Der Unternehmensbereich Defence hat den Umsatz im Berichtszeitraum um 185 MioEUR oder 6,1% auf 3.221 MioEUR erhöht, nach 3.036 MioEUR im Vorjahr. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Wachstum bei 7,9%. Der Umsatzanstieg wurde unter anderem durch die erhöhten Lkw-Auslieferungen für das Großprojekt Land 121 in Australien und die ausgelastete Serienfertigung des Schützenpanzers Puma für die Bundeswehr erzielt. Weiterhin trug der Anlauf des Großprojekts „Infanterist der Zukunft“ – ebenfalls mit der Bundeswehr – zu einem erheblichen Umsatzanstieg bei der Division Electronic Solutions bei. Die Division Weapon and Ammunition musste dagegen aufgrund des Wegfalls von Handelsumsätzen im Jahr 2018 einen Umsatzrückgang in Höhe von rund 10% oder 119 MioEUR gegenüber dem Vorjahr hinnehmen.

Der Auftragseingang des Unternehmensbereichs erreichte 2018 fast das Doppelte des Vorjahreswerts. Defence verbuchte im Geschäftsjahr 2018 Aufträge im Wert von 5.565 MioEUR, nach 2.963 MioEUR im Vorjahr. Dies ist ein Zuwachs um 2.602 MioEUR oder 88%; er resultiert vor allem aus zwei großvolumigen Aufträgen für die australischen Streitkräfte. Hier sticht besonders der Auftrag über 211 Boxer-Fahrzeuge für die australischen Streitkräfte heraus, der mit einem Gesamtwert von rund 2,1 MrdEUR der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte ist.

Die Book-to-Bill-Ratio lag 2018 bei 1,7 (Vorjahr: 1). Die einzelnen Divisionen des Unter-nehmensbereichs Defence unterstreichen mit einer jeweiligen Book-to-Bill-Ratio über 1 gleichermaßen ihr künftiges Wachstumspotenzial.

Der Auftragsbestand erhöhte sich ebenfalls signifikant auf einen neuen Rekordwert von 8.577 MioEUR, was nach 6.416 MioEUR im Geschäftsjahr 2017 einem Zuwachs von 34% entspricht.

Auch beim Ergebnis hat der Unternehmensbereich Defence deutlich zugelegt. Er erzielte im vergangenen Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) von 254 MioEUR, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 80 MioEUR oder 46% entspricht. Sondereffekte in Höhe von -7 MioEUR – aufgrund von Restrukturierungsaufwand in der Division Electronic Solutions – führen zu einem berichteten EBIT in Höhe von 247 MioEUR für das Geschäftsjahr.

Die deutliche Ergebnisverbesserung konnte insbesondere durch die positive Entwicklung in den Divisionen Electronic Solutions und Vehicle Systems erzielt werden. Beide Divisionen steigerten ihr operatives Ergebnis um mehr als 100% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, was insbesondere auf die verbesserte Auslastung und das organische Wachstum in beiden Bereichen zurückzuführen ist.

Die operative Marge von Rheinmetall Defence erhöht sich im Geschäftsjahr 2018 auf 7,9% und übertrifft den Vorjahreswert von 5,7% somit deutlich.

Ausblick 2019

Rheinmetall setzt Wachstumskurs fort

Im laufenden Geschäftsjahr 2019 erwartet Rheinmetall für den Konzern eine weitere Phase des organischen Wachstums. Der Jahresumsatz der Rheinmetall AG soll im laufenden Geschäftsjahr – ausgehend von rund 6,1 MrdEUR im Geschäftsjahr 2018 – organisch und vor Wechselkurseffekten um 4% bis 6% ansteigen. Dieses Umsatzwachstum wird durch eine dynamische Entwicklung im Unternehmensbereich Defence getragen; aufgrund der allgemeinen Marktentwicklung sind spürbare Wachstumsbeiträge aus dem Bereich Automotive im Geschäftsjahr 2019 dagegen nicht zu erwarten.

Der Umsatzverlauf im Unternehmensbereich Automotive wird entscheidend von der Konjunkturentwicklung in den Automobilmärkten in Europa, Nord- und Südamerika und Asien sowie von einer erwarteten spürbaren Markterholung im zweiten Halbjahr beeinflusst. Vor dem Hintergrund einer derzeit zurückhaltenden Markterwartung im Automobilsektor prognostiziert Rheinmetall für den Unternehmensbereich Automotive – bezogen auf das Gesamtjahr – vor Wechselkurseffekten einen insgesamt eher stagnierenden bis leicht positiven Umsatzverlauf.

Für den Defence-Bereich erwartet Rheinmetall im Geschäftsjahr 2019 vor Wechselkurseffekten einen Umsatzzuwachs zwischen 9% und 11%, der bereits durch eine relativ hohe Abdeckung aus dem bestehenden Auftragsbestand abgesichert ist.

Weitere absolute Ergebnisverbesserung im Geschäftsjahr 2019 erwartet

Für das Automotive-Segment rechnet Rheinmetall im Geschäftsjahr 2019, ausgehend von der erwarteten Marktentwicklung und der daraus abgeleiteten Umsatzprognose, mit einer operativen Ergebnisrendite von rund 8%. In der Defence-Sparte geht Rheinmetall für 2019 von einer weiteren Verbesserung beim operativen Ergebnis aus und prognostiziert eine operative Ergebnisrendite zwischen 8,0% und 8,5%.

Für den Rheinmetall-Konzern ergibt sich – unter Berücksichtigung der Holdingkosten – eine operative Rendite von rund 8%.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen der Rheinmetall AG sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Diese sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren abhängig; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Rheinmetall übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

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