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Depressionen: Akupunktur überzeugt in Multimodalen Therapien

Depressionen: Akupunktur überzeugt in Multimodalen Therapien Posted on 6. März 2019

Bereits im Jahr 2020 könnten Depressionen weltweit die häufigste bis zweithäufigste Volkskrankheit sein. Mit etwa vier Millionen Erkrankten gehört sie in Deutschland schon heute zu den am weitesten verbreiteten Beschwerden. Nach Meinung und Erfahrung vieler Ärzte und Patienten kann Akupunktur helfen, die Krankheit in den Griff zu bekommen.

Depressionen können sich in unterschiedlichen Formen und Schweregraden zeigen. Lebensumstände, Belastungen, genetische Faktoren, aber auch Jahreszeiten begünstigen – oftmals im Zusammenspiel – eine Erkrankung.

Eine Vielzahl von Depressionssymptomen wird erfolgreich mit Akupunktur behandelt, darunter Nervosität und Schlaflosigkeit, körperliche und geistige Erschöpfung oder übermächtige Traurigkeit.

Als zielführende und heute etablierte Behandlungsmethode gilt die Kombination von Medikation (z. B. durch Verordnung von Antidepressiva) und Psycho- oder Verhaltenstherapien. Dieser sogenannte multimodale Therapieansatz kann darüber hinaus mit heilungsförderlichen Licht-, Ergo- und Kunsttherapien oder Sport ergänzt werden. Auch die Ohr- und Körperakupunktur zählt zu den verbreiteten Verfahren eines komplementären Behandlungskonzepts. Ihr positiver Einfluss auf die Symptome einer depressiven Erkrankung wurde bereits im Rahmen zahlreicher belastbarer Studien nachgewiesen.

Klinische Praxis bestätigt Wirksamkeit bei depressiven Symptomen

Bei multimodalen Behandlungen, die einen nachweislich langfristigeren Effekt zeigen als Einzeltherapien, überzeugt die fachgerecht durchgeführte Nadelung durch ihre hohe ganzheitliche Wirksamkeit.  „Neben einem positiven Langzeiteinfluss profitieren die Patienten vor allem davon, dass die Akupunktur oft eine Reduktion der Medikamentendosis ermöglicht“, so PD Dr. med. Dominik Irnich, 1. Vorsitzender der 1951 gegründeten Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. ( DÄGfA).

Nicht selten führt die Einnahme von Antidepressiva zu negativen Begleiterscheinungen, darunter Gewichtszunahme, sexuelle Dysfunktionen oder Schlafstörungen. „Diese lassen sich durch Einsatz einer Nadeltherapie deutlich mildern. In Einzelfällen konnte auch beobachtet werden, dass Beschwerden, die als Nebenwirkung mit dem Absetzen von Medikamenten einhergehen können, wie z.B. der sogenannte Entzugskopfschmerz, gut auf Akupunktur ansprechen.“, erklärt Dr. med. Richard Musil, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der LMU München.

Das macht die Akupunktur insbesondere dann zu einem wichtigen Baustein in der Behandlung von Depressionen, wenn eine Medikation aufgrund besonderer patientenseitiger Vorbedingungen nur begrenzt durchgeführt werden kann – etwa bei Vorerkrankungen, Unverträglichkeit oder während einer Schwangerschaft.

Ausblick

Studienlage und Praxiserfahrung sprechen dafür, der Akupunktur einen festen Platz im Gesundheitssystem einzuräumen − die Akzeptanz der Nadeltherapie im Bereich der psychiatrischen Therapie ist bei Ärzten und Therapeuten hoch. Gemeinsam mit anderen Fach- und Berufsverbänden setzt sich die DÄGfA deshalb dafür ein, dass die Behandlungsmethode von Politik, Forschung, Verbänden und Ärztekammern stärker und angemessen berücksichtigt wird.

(Im Downloadbereich finden Sie zusätzliche Informationen zur Studienlage)

Über den Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V.

Die gemeinnützige Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. (DÄGfA) mit rund 8.600 ärztlichen Mitgliedern ist die älteste deutsche Akupunkturgesellschaft. Erster Vorsitzender der 1951 gegründeten Gesellschaft ist PD Dr. med. Dominik Irnich, Leiter der Interdisziplinären Schmerzambulanz am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Die DÄGfA steht für hochwertige Ärzteausbildung in Akupunktur und TCM und fördert den besonderen Qualitätsanspruch dieser ganzheitlichen Behandlungsmethode. In Kooperation mit anderen Fachgesellschaften und Berufsverbänden setzt sich die DÄGfA dafür ein, dass die Behandlungsmethode in Politik, Forschung, Verbänden und Ärztekammern angemessen berücksichtigt wird.

Im Bereich Forschung, Lehre und Praxis arbeitet die DÄGfA eng mit internationalen und nationalen Einrichtungen, Institutionen und Universitäten zusammen. Sie gibt für ihre Mitglieder und Akupunkturinteressierte die Deutsche Zeitschrift für Akupunktur (DZA) gemeinsam mit anderen deutschsprachigen Fachgesellschaften heraus.

Die DÄGfA initiierte und finanziert über 80 Qualitätszirkel, sie setzt Standards in der Lehre durch ein umfangreiches, zertifiziertes und staatlich anerkanntes Ausbildungs- und Weiterbildungsangebot. Darüber hinaus fördert die DÄGfA seit 1997 Forschungsprojekte mit bisher über 600.000 Euro. Die Akupunkturweiterentwicklung sowie das Verständnis für ihre Wirkwege und ihre Evidenz werden dadurch kontinuierlich verbessert.

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