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Das Ende der familieninternen Unternehmensnachfolge?

Das Ende der familieninternen Unternehmensnachfolge? Posted on 9. Juni 2020

Von Anfang Februar bis Ende März 2020 hat DUB Unternehmer und Nachfolger zu ihren Erfahrungen zu abgeschlossenen oder noch laufenden Nachfolgeprozessen befragt. Die Antworten zeigen: Der Verkauf erfolgt extern und mit den Mitarbeitern im Blick.

Nur 19% der Befragten übergeben ihr Unternehmen innerhalb der Familie
Bei Familienunternehmen war früher die interne Nachfolge der Standard. Der Wandel der Zeit und der daraus resultierende Nachfolgermangel macht sich allerdings auch hier bemerkbar. Der Verkauf an einen externen Käufer ist deshalb mit 52% eine der beliebtesten Alternativen für das Finden eines Nachfolgers geworden. Auf Platz zwei befindet sich das Fremdmanagement mit 38% gefolgt von der familieninternen Nachfolge mit lediglich 19%.

Das zeigt eine deutliche Veränderung im Vergleich zum letzten Nachfolgemonitor der KfW-Bank. Dieser kam noch zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2019 44% der Befragten eine Präferenz für familieninterne Nachfolgelösungen hatten. Externe Nachfolgen lagen mit 50% bereits etwas davor.

Wohl des Unternehmens und der Mitarbeiter wichtiger als der Kaufpreis
„Findet ein Unternehmer keinen Nachfolger in der Familie, ist das kein Grund zu verzweifeln. Dass Gesellschafter mittlerweile einem externen Verkauf so viel offener gegenüberstehen, ist daher eine sehr positive Entwicklung.“  so Nicolas Rädecke, Geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Unternehmerbörse DUB.de und fügt hinzu „Die Umfrage hat verdeutlicht, dass bei einer Nachfolge die Zukunft des Betriebes und die Sicherheit der Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen.“

Bei den Verkaufsgründen stehen demnach die Beschäftigungssicherheit der Mitarbeiter sowie die Zukunft des Unternehmens auf den ersten beiden Plätzen, gefolgt vom Kaufpreis. Um den Übergabeprozess so optimal wie möglich zu gestalten, würden deshalb auch 67 Prozent der Verkäufer einen Berater hinzuziehen.

Kein Druck: Käufer lassen sich bei der Suche nach dem Wunschunternehmen Zeit
Käufer, die auf DUB.de ein interessantes Unternehmen suchen, hatten im Durchschnitt mit insgesamt acht Verkäufern Kontakt. Das ist eine relativ hohe Zahl und zeigt, dass sich der Suchende in keinerlei Zeitdruck sieht und das zu kaufende Unternehmen sorgfältig auswählt und auf das Wunschunternehmen warten kann. Das bestätigt in diesem Zusammenhang auch die durchschnittlicher Suchdauer von über 3 Jahren, die 84% der Teilnehmer angaben.

Insolvente Unternehmen:
Eine Erholung am Markt ist spürbar aber das Interesse an Käufen wächst weiterhin
Der Kauf von Unternehmen aus der Insolvenz scheint für Interessenten ebenfalls eine attraktive Alternative zu sein. So gaben 58% der Befragten an, diese Option ins Auge gefasst zu haben. 30% sind am Kauf eines insolventen Unternehmens interessiert, scheuen allerdings aufgrund mangelnder Erfahrung davor noch zurück.

Die gesamten Umfrageergebnisse finden Sie in unserer Präsentation:
Zu den Ergebnissen

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