Wie sieht gute Lehre aus? Die Antworten darauf gaben auch in diesem Jahr die Studierenden der Hochschule Hannover (HsH). Im Rahmen des Tags der Lehre 2026 wurden Lehrende aus allen fünf Fakultäten mit dem HsH-Lehrpreis ausgezeichnet. „Gute Lehre vermittelt nicht nur Wissen. Sie weckt Neugier, fördert kritisches Denken und eröffnet neue Perspektiven. Mit dem HsH-Lehrpreis würdigen wir Lehrende, denen genau das in besonderer Weise gelingt“, so Prof. Dr. Annika Schach, Vizepräsidentin für Lehre und Studium, Chancengleichheit und Internationales.
Knapp 150 Nominierungen im zweiten Auszeichnungsjahr
Der HsH-Lehrpreis wird seit 2025 im Rahmen des Tags der Lehre verliehen und basiert ausschließlich auf Nominierungen von Studierenden. Anders als klassische Lehrveranstaltungsevaluationen zeichnet der Preis Lehrende aus, die durch besondere didaktische Konzepte, innovative Lehrmethoden, hohe Praxisnähe und außergewöhnliches Engagement überzeugen. Rund 150 Nominierungen gingen in diesem Jahr beim Servicezentrum Lehre der HsH ein.
Neben den Lehrpreisen wurde erneut auch das beste Tutorium ausgezeichnet. Darüber hinaus würdigte die Hochschule mit dem HsH-Genderpreis eine Abschlussarbeit, die sich in besonderer Weise mit Fragen von Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit auseinandersetzt.
Workshops und Gesprächsrunden bilden Rahmenprogramm
Nach der Preisverleihung bot der Tag der Lehre Raum für den Austausch über aktuelle Fragen der Hochschuldidaktik. In Workshops und Gesprächsrunden wurden unter anderem der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Studium und Lehre, Diskriminierung im Hochschulkontext und die besondere Situation von Erstakademiker*innen diskutiert. Mit dem Tag der Lehre unterstreicht die Hochschule Hannover somit die Bedeutung einer innovativen und studierendenorientierten Lehrkultur. Der HsH-Lehrpreis macht dabei sichtbar, welchen wichtigen Beitrag engagierte Lehrende für den Studienerfolg ihrer Studierenden leisten.
Die Ausgezeichneten im Überblick
In der Fakultät I – Elektro- und Informationstechnik wurde Prof. Dr. Joachim Paulke für seine Vorlesung „Grundlagen der Energieversorgung“ ausgezeichnet. Die Studierenden hoben insbesondere den klaren Aufbau der Veranstaltung sowie die anschauliche Vermittlung komplexer technischer und gesellschaftlicher Zusammenhänge hervor. Durch den starken Praxisbezug gelinge es ihm, Interesse für aktuelle Herausforderungen der Energieversorgung zu wecken und zugleich Sicherheit im Umgang mit anspruchsvollen Themen zu vermitteln.
Der Lehrpreis der Fakultät II – Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik ging an Dr. Franz Hanauska für die Veranstaltung „Mathematik 1“. Die Studierenden würdigten insbesondere die verständliche und schrittweise Vermittlung mathematischer Inhalte. Aktivierende Übungen, ein strukturiertes Hausaufgaben- und Bonussystem sowie individuelles Feedback schufen eine motivierende Lernatmosphäre und unterstützten den nachhaltigen Lernerfolg.
Für die Fakultät III – Medien, Information und Design wurde V-Prof. Thorsten Heermann für sein Seminar „Medienrecht, Urheberrecht und Werberecht“ ausgezeichnet. Mit praxisnahen Rollenspielen, aktuellen Fallbeispielen und einem modularen Aufbau gelingt es ihm, komplexe juristische Fragestellungen verständlich aufzubereiten. Die Studierenden erhalten dadurch die Möglichkeit, rechtliche Zusammenhänge nicht nur zu verstehen, sondern auch aktiv anzuwenden.
Den Lehrpreis der Fakultät IV – Wirtschaft und Informatik erhielt Prof. Dr. Maik von Fischer für seine Lehrveranstaltung „Methoden der SCM (Supply Chain Management)“. Interdisziplinäre Fallstudien, Peer-Teaching-Ansätze und die Entwicklung realer Logistikkonzepte fördern eigenständiges Denken und strukturierte Problemlösungskompetenzen. In den Nominierungen wurden insbesondere seine hohe Motivation, die intensive Betreuung der Studierenden und seine inspirierende Lehrweise hervorgehoben.
In der Fakultät V – Diakonie, Gesundheit und Soziales wurde Prof. Dr. Dorothee Meyer für das Seminar „Gemeinsam lernen: Politik und Inklusion“ ausgezeichnet. Die Lehrveranstaltung bringt Studierende und Menschen mit geistiger Behinderung in einem gemeinsamen Lernraum zusammen. Durch den Einsatz leichter Sprache, individuelle Begleitung und einen konsequent inklusiven Ansatz entsteht ein Lernumfeld, das Teilhabe ermöglicht und gesellschaftliche Vielfalt unmittelbar erfahrbar macht.
Der Preis für das beste Tutorium ging an Ali Faruk Gönülalan aus der Fakultät IV im Fach Statistik 2. Die Studierenden lobten insbesondere die strukturierte Vermittlung der Inhalte, die Bereitstellung zusätzlicher Übungsmaterialien sowie die außergewöhnliche Erreichbarkeit und Unterstützung auch über die regulären Termine hinaus.
Neben den Lehrpreisen wurde auch der HsH-Genderpreis auf Initiative des Gendernetzes und des Projektes HannoTalents verliehen. Die Auszeichnung ging an Tabea Heselmann für ihre Abschlussarbeit „Autismus Spektrum und Geschlecht – Weiblich aber nicht ‚typisch autistisch‘?“. Die Arbeit untersucht, wie geschlechtsspezifische Stereotype die Diagnostik im Autismus-Spektrum beeinflussen, und liefert wichtige Impulse für eine geschlechtergerechte therapeutische Praxis.
Die Hochschule Hannover ist die zweitgrößte Hochschule in der Landeshauptstadt. Sie bietet ein breitgefächertes Studienangebot in den Bereichen Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, Sozialwesen sowie Informatik, Kommunikation und Gestaltung. Studierende lernen mit einer hohen Anwendungs- und Zukunftsorientierung und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Neben Lehre und Forschung agiert die Hochschule als Impulsgeberin und Transferpartnerin für die Wirtschaft und Gesellschaft in Stadt, Region und Land. Die Fakultäten finden sich an den Standorten in Linden, Ahlem, Expo Plaza, Kleefeld und der Südstadt.
Zahlen & Fakten:
• An der HsH studieren rund 9.000 Studierende in fünf Fakultäten.
• Die HsH bietet etwa 70 akkreditierte Studienangebote, darunter zahlreiche duale und berufsbegleitende Studienmodelle.
• Rund 290 Professorinnen und Professoren und rund 1000 Beschäftigte sind an der HsH tätig.
• Zertifikate & Netzwerke: familiengerechte Hochschule, Total E-Quality Prädikat, weltoffene Hochschule, Bündnis Niedersachsen hält zusammen, Gleichstellungsstarke Hochschule Professorinnenprogramm 2030
Weitere Informationen unter www.hs-hannover.de
Hochschule Hannover
Expo Plaza 4
30539 Hannover
Telefon: +49 (511) 9296-1012
Telefax: +49 (511) 9296-1010
http://www.hs-hannover.de
Kommunikationsreferent
E-Mail: philipp.von-wedelstedt@hs-hannover.de
![]()
