Die Ankündigungen umfassen eine neue, gemeinsam mit NVIDIA entwickelte NVIDIA Vera Rubin Referenzarchitektur für die Stromversorgung und Kühlung, eine Lifecycle-Digital-Twin-Architektur auf Basis von NVIDIA Omniverse DSX Blueprint sowie erste Tests eines agentischen KI-Ansatzes für Alarmmanagement-Services im Rechenzentrum auf Basis von NVIDIA Nemotron.
„Wenn KI-Workloads in Größe und Komplexität skalieren, wird der Spielraum für Fehler im Rechenzentrumsdesign extrem klein“, sagt Manish Kumar, Executive Vice President, Secure Power & Data Centers bei Schneider Electric. „Für KI im großen Maßstab braucht es eng integrierte
Elektro-, Kühl- und digitale Architekturen, die höchste Performance ermöglichen – bei maximaler Energieeffizienz. Mit Software, digitalen Zwillingen und validierten Referenzdesigns können Betreiber Infrastruktur simulieren und optimieren, bevor überhaupt ein Rack installiert ist. Das reduziert Risiken, beschleunigt die Umsetzung und stärkt Effizienz und Resilienz.“
„KI-Rechenzentren im Gigawattbereich erfordern eine neue Klasse energieeffizienter und hochgradig vorhersagbarer Infrastruktur“, sagt Vladimir Troy, Vice President AI Infrastructure bei NVIDIA. „Gemeinsam liefern NVIDIA und Schneider Electric die Stromversorgungs-, Kühl- und Digital-Twin-Architekturen, die Kunden weltweit helfen, die Zeit bis zum produktiven Betrieb zu verkürzen.“
Neue Referenzarchitektur für NVIDIA Vera Rubin NVL72: Validiertes Design für die Stromversorgung und Kühlung
Das neu vorgestellte KI-Referenzdesign zählt zu den ersten, die für die NVIDIA Vera Rubin NVL72-Racks entwickelt wurden. Die Referenzarchitektur umfasst die Stromversorgung und Kühlung und ist in die Controls-Referenzdesigns von Schneider Electric integriert. Sie adressiert zentrale Infrastrukturanforderungen und Planungsaspekte für NVIDIAs neueste Rack-skalierte Systeme, darunter:
- Neue Stromverteilung mit erhöhter Versorgungsspannung von 480 Volt Wechselstrom
- Höhere Vorlauftemperatur im TCS-Loop von 45 Grad Celsius zur Effizienzsteigerung
- Neue IT-Raumarchitektur mit Clustern aus KI-Racks, die zentrale Netzwerk-, Storage-, CPU- und Support-Racks gemeinsam nutzen, bei gleichzeitig separater, höherer Spannung für GPU-Racks zur Optimierung der Energieversorgung größerer Cluster
- Optimierung der Token-Performance durch Auslegung auf unterschiedliche Betriebsmodi von GPU-Racks (MaxP und MaxQ). MaxQ kann, abhängig von Randbedingungen, mehr Tokens pro Watt ermöglichen und so Leistungsziele auch unter Energiebegrenzungen unterstützen
Validiert wurde die Referenzarchitektur unter anderem mit ETAP-Modellen für die elektrische Systemauslegung sowie ITD-CFD-Modellen für Layout- und Luftstromsimulationen.
AVEVA und NVIDIA: Lifecycle-Digital-Twin-Architektur für den gesamten Lebenszyklus
Darüber hinaus haben AVEVA und NVIDIA eine neue Lifecycle-Digital-Twin-Architektur vorgestellt, die den Aufbau und Betrieb großer KI-Rechenzentren beschleunigen und die Effizienz von GPU-Infrastrukturen weiter erhöhen soll. Schneider Electric entwickelt dafür SimReady Assets und digitale Zwillinge auf NVIDIA Omniverse, unterstützt durch die Software von AVEVA. Künftig ist AVEVAs Engineering- und Operations-Software durchgängig in dem NVIDIA Omniverse DSX Blueprint sowie dem zugehörigen Ökosystem eingebettet.
Auf dieser Basis lassen sich Systemarchitekturen im Omniverse-Umfeld virtuell zusammenstellen und anschließend mit Multi-Domain-Simulationen unter realistischen Bedingungen verifizieren – darunter Modelle für Stromverteilung, thermisches Verhalten, Luftstrom und Regelung. Betreiber und Planer können Designs iterativ optimieren, verschiedene Szenarien schnell vergleichen und die Auslegung final validieren, bevor die physische Umsetzung startet. Das Ergebnis ist ein verifiziertes, performance-optimiertes Design, das Engineering-Zyklen verkürzt und die Umsetzungsgenauigkeit erhöht.
Schneider Electric testet NVIDIA Nemotron für agentisches KI-Alarmmanagement im Rechenzentrum
Als weiteren Baustein für softwaredefinierte, hochautomatisierte Rechenzentrumsabläufe hat Schneider Electric den NVIDIA Nemotron-Ansatz erfolgreich getestet. Er soll eine neue agentische Alarmmanagement-Funktionalität unterstützen. Ziel ist es, Alarme nicht isoliert, sondern systemübergreifend zu interpretieren, Ursachen schneller einzugrenzen und geeignete Gegenmaßnahmen abzuleiten.
Dazu nutzt der agentische Ansatz Echtzeit-IoT-Datenströme aus mehreren Systemen und kann eigenständig analysieren, diagnostizieren und nächste Schritte empfehlen – in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Expertinnen und Experten. Das soll die Störungsbehebung beschleunigen, unnötige Einsätze reduzieren und die Resilienz im Betrieb erhöhen.
Schneider Electric ist ein global führendes Unternehmen im Bereich Energietechnologie, das durch Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung von Industrien, Unternehmen und Haushalten Effizienz und Nachhaltigkeit vorantreibt. Seine Technologien ermöglichen es, Gebäuden, Rechenzentren, Fabriken, Infrastruktur und Netzen als offene, miteinander vernetzte Ökosysteme zu agieren, wodurch Leistung, Ausfallsicherheit und Nachhaltigkeit verbessert werden. Das Portfolio umfasst intelligente Produkte, softwaredefinierte Architekturen, KI-gestützte Systeme, digitale Services und fachkundige Beratung.
Mit 170.000 Mitarbeitenden im Team und einer Million Partnern in über 100 Ländern ist Schneider Electric mehrfach als nachhaltigstes Unternehmen der Welt ausgezeichnet worden.
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