Sein Leben – auf Pause. Sein Studium – auf Pause. Sein Praktikum – auf Pause. „Ich war in regem Austausch mit den Mitarbeitenden der Hochschule, die mir in meiner schwierigen Situation zur Seite standen. So konnte in meinem Tempo weiter studieren“, erklärt Müller. Während der beschwerlichen Chemotherapie und der zehn Monate im Krankenhaus reift in dem Studenten ein Gedanke: „Wenn ich es hier lebend rausschaffe, möchte ich etwas zurückgeben und andere unterstützen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden“. So schafft es der junge Krebs-Überlebende nach seiner Genesung, das Studium erfolgreich zu beenden und seinen ersten Job zu finden.
Trotzdem lässt ihn der Gedanke nicht los, sich für junge krebskranke Menschen engagieren zu wollen. „Mir ist während meiner eigenen Behandlung im Krankenzimmer mit anderen jungen Menschen schnell aufgefallen, wie häufig Bedürftigkeit und Krankheit aufeinandertreffen. Ich selbst war mitten im Praktikum, als die Diagnose kam. Kein Praktikumsgehalt mehr, kein Arbeitslosengeld, kein Krankengeld. Kinder sind häufig noch etwas besser abgesichert, junge Erwachsene hingegen fallen mit so einer Diagnose häufig durch das Raster. Dann kam mir der Gedanke, Geld zu sammeln und zu spenden“, sagt Müller.
Er sei immer ein sportlicher Typ gewesen, und so entstand die Idee, mit dem Fahrrad 8000 Kilometer zu fahren, um 8000 Euro für bedürftige, krebskranke junge Erwachsene zu sammeln. Er hat sich mit Sarkom-Experten in ganz Deutschland vernetzt, um zu verstehen, wo der Bedarf an Spenden am größten ist. Bei der Universitätsmedizin Essen ist nun ein Unterkonto eingerichtet. Auf seinem Instagram-Kanal „8000km.live“ teilt der mittlerweile 25-jährige seine Geschichte, um anderen Betroffenen Mut zu machen. Er ruft zu Spenden auf und zeigt ab dem 8. Mai 2026, wie er mit dem Fahrrad bis zum Taj Mahal nach Indien fährt. Dabei wünscht er sich vor allem, Aufmerksamkeit für Krebsleiden zu erzeugen, eine Community aufzubauen und Betroffene miteinander zu vernetzen.
Während seiner Reise möchte Müller außerdem Krankenhäuser besuchen und eine Stimme für Erkrankte sein, um auf Missstände aufmerksam zu machen. „Die Reiseplanung halte ich mir offen. Die Route steht, aber Schlafplätze habe ich noch keine. Ich setze auf viele wertvolle kulturelle Begegnungen und freue mich auf den Austausch mit den Menschen entlang meiner Route“, sagt der Bachelorabsolvent.
Wie es danach weitergehe wisse er noch nicht – vielleicht ein Masterstudium, vielleicht ein neuer Job. Wichtig sei ihm erst einmal, sich durch die geplanten 100 Kilometer Radfahren am Tag durchzubeißen. Dabei denke er stets daran, dass es viele Menschen gibt, die sich gerade durch die nächste Chemotherapie schleppen müssen. Diesen wolle er Kraft geben.
Die Hochschule Pforzheim mit ihren drei Fakultäten – Gestaltung, Technik sowie Wirtschaft und Recht – genießt einen erstklassigen Ruf. Die Fakultäten verbinden Kreativität mit betriebswirtschaftlicher Ausbildung und technischer Präzision. Diese Kombination macht die Hochschule auch zu einem attraktiven Wissenschafts- und Forschungspartner für die regionale und überregionale Wirtschaft. Mit rund 6.200 Studierenden ist Pforzheim eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften des Landes Baden-Württemberg.
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