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SIX SIGMA Projekt erfolgreich starten: Warum eine präzise Problembeschreibung und die Pareto-Analyse entscheidend sind

SIX SIGMA Projekt erfolgreich starten: Warum eine präzise Problembeschreibung und die Pareto-Analyse entscheidend sind Posted on 22. Januar 2026

 

Warum eine präzise Problembeschreibung im SIX-SIGMA-Projekt über Erfolg oder Misserfolg entscheidet

Ein SIX-SIGMA-Projekt beginnt nicht mit einer Lösung, sondern mit einer klaren und präzisen Problembeschreibung. Bereits in der Define-Phase des DMAIC-Zyklus wird die Grundlage für den gesamten Projekterfolg gelegt. Ist das Problem unklar oder zu allgemein formuliert, steigt das Risiko, dass Ressourcen ineffizient eingesetzt werden, Ursachen falsch identifiziert und nachhaltige Verbesserungen verfehlt werden.

Die Problembeschreibung als Fundament im SIX SIGMA

Typische Problembeschreibungen wie „zu hohe Kosten“, „zu viele Reklamationen“ oder „hoher Ausschuss“ klingen zwar relevant, sind für ein SIX-SIGMA-Projekt jedoch zu unspezifisch. Sie lassen offen, welche konkrete Fehlerart, welcher Prozessschritt oder welche Variation tatsächlich verantwortlich ist. Die Folge:Eine Vielzahl potenzieller Einflussfaktoren, die kaum strukturiert analysiert werden können.

Im Rahmen von SIX SIGMA ist es daher entscheidend, Probleme so zu formulieren, dass sie messbar, eingrenzbar und eindeutig einem Prozess zugeordnet werden können. Nur so lassen sich statistische Methoden zielgerichtet anwenden und nachhaltige Verbesserungen erzielen. Eine grundlegende Einführung in Methodik, Zielsetzung und Nutzen bietet der Überblick zuPareto-Analyse: Von der Kennzahl zur relevanten Fehlerart

Ein zentrales Werkzeug zur Schärfung der Problembeschreibung ist die Pareto-Analyse. Sie unterstützt Projektteams dabei, aus einer Vielzahl von Fehlerarten genau jene zu identifizieren, die den größten Einfluss auf Qualität, Kosten oder Kundenzufriedenheit haben.

Die Pareto-Analyse basiert auf der 80-20-Regel:Rund 20 % der Ursachen sind in der Regel für etwa 80 % der Auswirkungen verantwortlich. Übertragen auf SIX-SIGMA-Projekte bedeutet das, dass nicht jede Abweichung gleichermaßen relevant ist – sondern nur wenige, dafür entscheidende Fehlerarten.

Wie ein Pareto-Diagramm im SIX-SIGMA-Kontext aufgebaut ist und praktisch angewendet wird, zeigt die folgende Fachseite im Detail:In drei Schritten zur klaren Projektfokussierung

Die systematische Eingrenzung der Hauptfehlerart erfolgt typischerweise in drei Schritten:

1. Strukturierung der FehlerartenAlle relevanten Fehler werden erfasst und entweder nach Häufigkeit oder nach verursachten Fehlerkosten sortiert.

2. Kumulierte AuswertungEine kumulierte Prozentlinie macht sichtbar, welchen Anteil einzelne Fehlerarten an der Gesamtwirkung haben.

3. Identifikation der HauptursacheAm Schnittpunkt der 80-Prozent-Marke werden jene Fehlerarten identifiziert, die den größten Einfluss besitzen – und damit den Fokus des SIX-SIGMA-Projekts bilden.

Das Ergebnis ist eine klar definierte, messbare Problembeschreibung, die direkt in die Ursachenanalyse (Measure & Analyze) überführt werden kann.

Klare Rollen sichern die Qualität der Problembeschreibung

Die Verantwortung für eine präzise Problembeschreibung liegt nicht allein beim Projektleiter. Im SIX-SIGMA-Umfeld sind Rollen und Verantwortlichkeiten klar definiert: vom Champion über den Black Belt bis hin zum Green Belt. Jede Rolle trägt dazu bei, dass Probleme richtig verstanden, priorisiert und bearbeitet werden.

Fazit:

Präzision spart Zeit, Kosten und Ressourcen

Eine präzise Problembeschreibung ist kein formaler Schritt, sondern der entscheidende Hebel für den Projekterfolg im SIX SIGMA. Die Pareto-Analyse hilft, aus allgemeinen Symptomen konkrete, relevante Fehlerarten abzuleiten und Projekte konsequent zu fokussieren.

Unternehmen, die diesen Schritt ernst nehmen, profitieren von:

– klaren Projektzielen

– effizienter Ursachenanalyse

– messbaren Ergebnissen

– nachhaltig reduzierter Prozessvariation

Kurz gesagt:

Ohne klare Problembeschreibung kein erfolgreiches SIX-SIGMA-Projekt.

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