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Geld für Kinder und Enkelkinder anlegen: so kommen Familien Schritt für Schritt zu cleveren Investments

Geld für Kinder und Enkelkinder anlegen: so kommen Familien Schritt für Schritt zu cleveren Investments Posted on 20. Januar 2026

 

Geldanlage für Kinder und Enkel

Geld für Kinder und Enkel anzulegen, ist eine wunderbare Idee – und gleichzeitig ein Projekt, bei dem Herz, Verstand, Steuern und Recht zusammenkommen müssen.

Dieser Beitrag gibt Ihnen einen strukturierten Überblick, damit Sie als Eltern und Großeltern gute, bewusste Entscheidungen treffen können – fachlich solide, menschlich stimmig.

1. Bevor Sie ein Produkt wählen: Wofür soll das Geld eigentlich da sein?

Bevor es um Tagesgeld, ETF oder Juniordepot geht, beantworten Sie eine einfache, aber entscheidende Frage:

Wofür genau legen wir Geld für das Kind an – und wann soll es verfügbar sein?

Typische Ziele:

  1. Starthilfe ins Erwachsenenleben
    – z. B. Führerschein, erste Wohnung, erste Kaution, Auslandsaufenthalt, Studienstart
    – Zeithorizont: oft 10–20 Jahre
     
  2. Langfristige „Altersvorfreude“ 
    jetzt Geld anlegen für in 50-60 Jahren
     
  3. Erlebnisse & Entwicklung in der Kindheit
    – z. B. Musikunterricht, Sprachreisen, Sportförderung
    – Zeithorizont: 5–8 Jahre

Je länger der Zeitraum, desto sinnvoller kann ein höherer Aktienanteil (z. B. über ETF-Sparpläne) sein; für sehr kurze Zeiträume dominieren sichere Konten wie Tages- oder Festgeld. Das betonen auch Verbraucherzentrale, Finanztip, Stiftung Warentest und andere Ratgeber zur Geldanlage für Kinder. (Verbraucherzentrale.de)

2. Rechtliche Grundlagen: Wem gehört das Geld – und wer darf entscheiden?

2.1 Juniordepot oder Konto auf den Namen des Kindes

Ein Kinder- oder Juniordepot läuft auf den Namen des Kindes; eröffnen dürfen es nur die Sorgeberechtigten. (ZDFheute)

Wichtige Punkte:

  • Rechtlich gehört das Geld dem Kind.
    Das bestätigt u. a. Stiftung Warentest: Geld, das auf den Namen des Kindes angelegt ist, gehört dem Kind; Eltern verwalten es nur treuhänderisch. (Stiftung Warentest)
  • Eltern dürfen das Geld nicht für eigene Zwecke nutzen, auch nicht in einer persönlichen Notlage.
  • Mit 18 erhält das Kind die volle Verfügung – dann kann es mit Depot oder Konto selbst entscheiden, inklusive Verkauf von Wertpapieren. (Finanztip)

Das ist großartig, wenn Sie dem Kind bewusst Vermögen übertragen möchten – bedeutet aber auch: Sie sollten dem jungen Erwachsenen später etwas zutrauen und ihn frühzeitig finanziell bilden.

2.2 Depot / Konto auf den Namen der Eltern

Die Alternative: Sie sparen auf einen eigenen Namen und „etikettieren“ gedanklich einen Teil als „Geld fürs Kind“.

  • Rechtlich bleibt das Ihr Vermögen.
  • Steuerlich werden alle Erträge Ihnen zugerechnet, inklusive Abgeltungsteuer.
  • Sie behalten die volle Kontrolle – auch über den Zeitpunkt der Schenkung.
  • Gleichzeitig kann dieses Vermögen später z. B. im Pflegefall, bei Unterhaltsprüfungen oder im Erbfall anders behandelt werden, als Sie sich wünschen. (Finanztip)

Diese Variante kann sinnvoll sein, wenn Sie maximale Flexibilität brauchen oder das Kind später erst in Etappen beschenken möchten – Sie verschenken aber in vielen Fällen steuerliche Vorteile.

2.3 Schenkungsteuer: Freibeträge für Kinder und Enkel

Bei größeren Beträgen spielt die Schenkungsteuer eine Rolle. In Deutschland gelten aktuell je 10 Jahre folgende Freibeträge: (Finanzamt NRW)

  • Kinder: 400.000 € pro Elternteil
  • Enkelkinder: 200.000 € pro Großelternteil (wenn die eigenen Eltern noch leben)

Wird ein Depot oder Konto als echte Schenkung auf das Kind übertragen (oder gleich auf dessen Namen eröffnet), ist es wichtig, die Höhe und den Zeitpunkt der Schenkungen gut zu dokumentieren. Das erleichtert später auch jede Nachweisführung gegenüber Finanzamt oder Behörden.

3. Steuern clever nutzen: Freibeträge des Kindes

3.1 Sparer-Pauschbetrag & Grundfreibetrag

Für Kinder gelten grundsätzlich dieselben Regeln wie für Erwachsene:

  • Sparer-Pauschbetrag: 1.000 € pro Jahr und Person
  • Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer: aktuell 12.096 € (2025) pro Jahr (Finanzfluss)

Finanzfluss und Finanztip betonen: Kinder können diese Freibeträge selbst nutzen, wenn die Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Gewinne aus Wertpapierverkäufen) ihnen steuerlich zugeordnet werden – also z. B. bei einem Depot auf ihren Namen. (Finanztip)

Die Praxis:

  • Bis 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr reicht ein Freistellungsauftrag auf den Namen des Kindes. (Finanzfluss)
  • Liegen die Gesamteinkünfte (inkl. Kapitalerträge) des Kindes unter dem Grundfreibetrag, kann eine Nichtveranlagungs­bescheinigung (NV-Bescheinigung) beim Finanzamt beantragt und beim Broker hinterlegt werden. Dann werden auch höhere Kapitalerträge zunächst ohne Abzug der Abgeltungsteuer ausgezahlt. (Finanzfluss)

So lässt sich bei einem Juniordepot über viele Jahre ein erheblicher Teil der Erträge steuerfrei ansammeln – vorausgesetzt, das Geld gehört dem Kind tatsächlich und wird nicht nur „steuerlich geschickt verschoben“.

3.2 Blick auf BAföG & Familienversicherung

Mit zunehmendem Vermögen entstehen neue Fragen:

  • BAföG: Finanztip weist darauf hin, dass beim BAföG ein Vermögensfreibetrag gilt (derzeit 15.000 € für unter 30-Jährige). Was darüber hinausgeht, wird auf den Förderbedarf angerechnet. (Finanztip)
  • Gesetzliche Familienversicherung:
    – In der GKV gilt eine Einkommensgrenze; überschreitet ein Kind diese (z. B. durch hohe Kapitalerträge), kann die beitragsfreie Familienversicherung entfallen. (Finanztip)

Gerade bei größeren Beträgen lohnt sich deshalb eine individuelle steuerliche Beratung, um Steuervorteile zu nutzen, ohne ungewollte Nebenwirkungen (Krankenversicherung, BAföG) auszulösen.

4. Welche Anlageformen passen wirklich zu Kindern?

Einfach, kostengünstig, verständlich – so sollte die Geldanlage für Kinder sein. (Verbraucherzentrale.de)

4.1 Kurzfristige Ziele: Tagesgeld und Kinderkonto

Für Ziele in den nächsten 5–8 Jahren (Fahrrad, Führerschein, größere Geschenke) eignen sich vor allem:

  • Tagesgeld- oder Festgeldkonten auf den Namen des Kindes
  • ggf. ergänzend ein Kinder-Girokonto für den Alltag (Taschengeld) 

Vorteile: 

  • flexibel verfügbar
  • Einlagen sind aktuell bis 100.000 € pro Bank(enverbund) abgesichert
  • Zinsangebote oft besser als beim klassischen Sparbuch (Verbraucherzentrale.de)

4.2 Langfristige Ziele: ETF-Sparpläne im Kinder- oder Familiendepot

Für Zeiträume von 10, 15 oder 20 Jahren und länger empfehlen Verbraucherzentrale, Finanzfluss, Finanztip und Finanzwissen:

  • weltweit gestreute Aktien-ETFs, z. B. auf Indizes wie MSCI World, MSCI ACWI oder FTSE All-World
  • idealerweise über einen ETF-Sparplan in einem Kinderdepot (Verbraucherzentrale.de)

Argumente:

  • historisch höhere Renditen als Sparbuch/Tagesgeld bei langen Laufzeiten
  • sehr breite Risikostreuung über Tausende Unternehmen weltweit
  • niedrige laufende Kosten gegenüber aktiv gemanagten Fonds

Finanzwissen zeigt beispielhaft einfache Strategien wie ein 70/30-Weltportfolio (Industrieländer / Schwellenländer) oder ein Ein-ETF-Portfolio auf einen globalen Index. (Finanzwissen)

4.3 Wovon viele Ratgeber abraten

Verbraucherzentrale und Finanztip warnen vor komplexen, teuren Produkten, die gerne „für Kinder“ verkauft werden:
(Verbraucherzentrale.de)

  • Ausbildungsversicherungen / Kinderpolicen
  • kapitalbildende Lebensversicherungen mit hohem Kostenblock
  • komplizierte Kombiprodukte mit intransparenten Gebühren

Sie sind oft unflexibel, schwer verständlich und in vielen Szenarien deutlich weniger rentabel als eine Kombination aus günstiger Risikoversicherung (wo nötig) und einem einfachen ETF-Sparplan.

5. In fünf Schritten zur passenden Geldanlage-Struktur

Schritt 1 – Ziel und Zeithorizont klären

  1. Wofür sparen sparen wir?
    – A: Starthilfe Ausbildung / Familiengründung in 10–20 Jahren
    – B: Langfristige Altersvorfreude in 50-60 Jahren
    – C: Größere Anschaffungen/Förderung in 5–8 Jahren
  2. Entscheidung:
    – Bei A/B → Kombination aus niedrigen-mittleren-hohen Risiko entsprechend der finanzielle Risikobereitschaft der Familie
    – Bei C → eher Tagesgeld/Festgeld / kurzfristige Anlagen

Schritt 2 – Wem soll das Geld gehören?

  • Frage:
    Sollen Kind bzw. Enkel das Geld rechtlich schon jetzt bekommen?
     
  • Ja →
    – Konto oder Juniordepot auf den Namen des Kindes
    – Schenkung dokumentieren (Verwendungszweck, ggf. Vertrag)
  • Nein →
    – Sparen auf eigenes Depot/Konto
    – Später geplante Schenkung (Zeitpunkt und Höhe bewusst planen)

Schritt 3 – Steuerliche und sozialrechtliche Effekte prüfen

Bei Geld auf den Namen des Kindes:

  • Nutzen wir den Sparer-Pauschbetrag (1.000 €) und ggf. den Grundfreibetrag bewusst aus (Freistellungsauftrag, NV-Bescheinigung)?
  • Könnten hohe Kapitalerträge Auswirkungen auf
    – die Familienversicherung in der GKV oder
    – späteres BAföG haben?

Bei Geld auf den Namen der Eltern:

  • Sind wir bereit, die Erträge voll über unsere eigene Steuerlast zu tragen?
  • Wie wirkt sich das Vermögen im Fall von Pflege, Unterhalt oder Erbschaft aus?

Schritt 4 – Risikobereitschaft und Schwankungstoleranz

  • Wie viel Wertschwankung halten Eltern und Großeltern emotional aus?
  • Wie groß ist die Bereitschaft, auch in Krisenzeiten investiert zu bleiben?
  • Welcher Aktienanteil (z. B. 60–100 %) passt angesichts des (langen) Anlagehorizonts?

Hier setzt ein professionelles psychometrisches Risikoprofiling an (siehe Abschnitt 6).

Schritt 5 – Verantwortlichkeiten und Kommunikation

  • Wer zahlt wie viel ein (Eltern, Großeltern, Paten)?
  • Wer ist für Einzahlungen und Anpassungen zuständig?
  • Wie und ab welchem Alter wird das Kind einbezogen?
  • Wann sprechen wir als Familie wieder über die Geldanlage (z. B. jährliche „Finanz-Familienkonferenz“)?

6. Psychologie & Risikoprofil: FinaMetrica als gemeinsame Basis

Finanzentscheidungen in Familien sind nie nur „Zahlenfragen“. Es geht um Sicherheit, Gerechtigkeit, Freiheit, Zukunftsängste – und oft auch um unterschiedliche Risikowahrnehmung zwischen Eltern, Großeltern und (später) den Kindern.

Hier kann ein psychometrisches Risikoprofiling wie FinaMetrica sehr hilfreich sein:

  • FinaMetrica ist ein wissenschaftlich entwickeltes, psychometrisches Tool zur Messung der Risikotoleranz, das weltweit seit vielen Jahren eingesetzt wird.
  • Über einen standardisierten Fragebogen wird sichtbar, wie viel Risiko jemand innerlich “tragen” kann und will – unabhängig von aktuellem Marktgeschehen oder kurzfristigen Emotionen.
  • Die Methodik ist transparent, empirisch validiert und erfüllt die regulatorischen Anforderungen in Europa. 

Gerade wenn:

  • die Großeltern eher unerfahren oder risikoscheuer sind,
  • die Eltern bereits Aktienanlage-erfahren und risikobereiter sind,
  • und das Kind später eigene Vorstellungen haben wird,

hilft ein gemeinsames, verständliches “Familien”-Risikoprofil, einen Portfoliomix zu finden, der für alle Beteiligten stimmig ist.

7. FCM Familienkonferenz: Ein Raum für gute Geldentscheidungen

Aus dieser Mischung aus Fakten, Emotionen und Familienrollen entsteht der Bedarf nach einem Rahmen, in dem alle Beteiligten gemeinsam auf das Thema schauen können – ohne (Verkaufs)druck, mit Zeit für Fragen und Gefühle.

Genau hier setzt die FCM Familienkonferenz als Coaching-Format an:

  • Eltern, Großeltern (und je nach Alter auch die Jugendlichen) kommen an einen Tisch.
  • Gemeinsam werden Ziele, Prioritäten und Spielregeln für die Geldanlage des Kindes erarbeitet:
    – Wofür ist das Geld gedacht – und wofür ausdrücklich nicht?
    – Wie viel Eigenständigkeit wünschen wir uns mit 18, 21, 25?
    – Wie verteilen wir Rollen und Verantwortlichkeiten?
  • Die Ergebnisse verbinden wir mit einem klaren fachlichen Rahmen:
    – steuerliche & rechtliche Eckpunkte (Steuerberater kann einbezogen werden),
    – FinaMetrica-Risikoprofile aller relevanten Entscheidungsträger
    – daraus ergibt sich die passende Vermögensanlagestruktur der Depots
    – und jetzt entscheiden Sie selbst oder übergeben die Produktauswahl an einen Vermögensverwalter.

So entsteht aus „Wir sollten mal was für die Kinder tun“ ein konkreter, gemeinsamer Familienplan für Geld und Zukunft.

8. Fazit: Die wichtigsten Fragen für Eltern & Großeltern

Wenn Sie Geld für Kinder und Enkel anlegen möchten, sind Sie schon auf einem sehr guten Weg. Die entscheidenden Fragen lauten:

  1. Ziel & Zeithorizont:
    Wofür genau ist das Geld gedacht – und wann soll es zur Verfügung stehen?
  2. Rechtliche Zuordnung:
    Soll das Vermögen heute schon dem Kind gehören (Junior-Depot / Kinderkonto) oder zunächst bei Eltern/Großeltern bleiben?
  3. Steuern & Sozialrecht:
    Wie nutzen wir Sparer-Pauschbetrag und Grundfreibetrag des Kindes sinnvoll – und behalten BAföG sowie Familienversicherung im Blick?
  4. Risikoprofil & Produktwahl:
    Welches Maß an Schwankung fühlt sich für unsere Familie stimmig an – und wie übersetzen wir das – selbst oder mit einem Finanzberater/Vermögensverwalter – in eine Kombination aus Tagesgeld und weltweitdiversifizierende ETFs?
  5. Familienkommunikation:
    Wer ist beteiligt, wer entscheidet mit – und wann setzen wir uns wieder zusammen, um die Strategie zu überprüfen?
Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

FCM Finanz Coaching
Gustav-Freytag-Str. 9
65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (611) 2047298
Telefax: +49 (611) 2047299
http://www.fcm-coaching.de

Ansprechpartner:
Monika Müller
Geschäftsleitung
E-Mail: monika.mueller@fcm-coaching.de
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