Für Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken, ist der Handelsstreit mit den USA damit längst nicht ausgestanden. „Der Zoll-Deal mit den USA hat nicht dazu geführt, dass unsere Exportunternehmen jetzt wieder mehr Zuversicht geschöpft haben. Im Gegenteil: Die Betriebe sind maximal verunsichert, sie trauen den Aussagen Donald Trumps nicht.“
Elke Döring sieht die Einigung kritisch. „Für die Automobilindustrie sind 15 Prozent Einfuhrzoll immer noch besser als 27 Prozent, aber die Zölle in Höhe von 50 Prozent auf Stahl- und Aluminium-Einfuhren bleiben unverändert. Das trifft vor allem unsere Maschinenbauer hart und wird viele in Existenznot bringen. Und dabei wird es nicht bleiben, wenn die 400 Produktkategorien auf der Liste derivativer Produkte hinzukommen.“
Die IHK-Hauptgeschäftsführerin appelliert an die EU, ihre wirtschaftliche Souveränität nicht aufs Spiel zu setzen, indem sie der US-Zollpolitik mit kurzfristigen Handelsdeals begegnet. „Die EU kann trotz vieler Abhängigkeiten selbstbewusst verhandeln. Sie muss sich nur intern einig sein und konsequent ein Handelsabkommen vorantreiben, das die Abschaffung der US-Zölle zum Ziel hat.“
Elke Döring verwies auf eine Umfrage der DIHK vom August, nach der mehr als die Hälfte der Unternehmen die Einigung mit den USA als Belastung für die europäische Union einordneten und sich im weiteren Verlauf der Verhandlungen für eine klare und harte Kante gegenüber der US-Administration aussprachen.
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