Posted in Allgemein

Gewächshausgemüse 2025: Unter Glas und Folie ernteten Betriebe auf 1.250 Hektar 219.200 Tonnen, vier Fünftel davon Tomaten und Salatgurken

Gewächshausgemüse 2025: Unter Glas und Folie ernteten Betriebe auf 1.250 Hektar 219.200 Tonnen, vier Fünftel davon Tomaten und Salatgurken Posted on 3. November 2026

Gewächshausgemüse bleibt in Deutschland eine Nische mit hohem Ertrag. Nach der am 26. Februar 2026 veröffentlichten Gemüseerhebung des Statistischen Bundesamts (Destatis) bauten Betriebe 2025 auf 1.250 Hektar Gemüse unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen an, 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erntemenge stieg laut Destatis um 4,3 Prozent auf 219.200 Tonnen. Rund 80 Prozent davon entfielen auf Tomaten und Salatgurken. Wer im November 2026 die Beete im eigenen Gewächshaus für das nächste Jahr plant, findet beim Fachportal der Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen eine Anleitung zum Anbau von Gemüse, Kräutern und Salaten unter Glas.

Zu den hohen begehbaren Schutzabdeckungen zählt Destatis feste oder bewegliche Gewächshäuser aus Glas, festem Kunststoff oder Folie sowie sehr dichte Schutz- und Schattennetze mit einem Beschattungsgrad ab 80 Prozent. Insgesamt ernteten die 5.960 Gemüse erzeugenden Betriebe 2025 nach Angaben des Amts 4,5 Millionen Tonnen, so viel wie nie seit Beginn der Zeitreihe 1990. Die Anbaufläche wuchs um 3,9 Prozent auf 131.700 Hektar.

Wohin sich der geschützte Anbau 2025 konzentriert hat

Drei Gemüsearten prägen nach der Destatis-Erhebung den Anbau unter Glas und Folie:

  • Tomaten mit 108.600 Tonnen, 0,5 Prozent mehr als 2024
  • Salatgurken mit 66.700 Tonnen, 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr
  • Paprika mit 18.500 Tonnen, ein Plus von 12,2 Prozent

Unter den Schutzabdeckungen lag der Anteil ökologisch bewirtschafteter Fläche 2025 laut Destatis bei 24,0 Prozent oder 300 Hektar. Das sind etwa 8 Prozentpunkte mehr als im Freiland. Die ökologische Ernte unter Glas und Folie erreichte 33.800 Tonnen und damit 15,4 Prozent der gesamten ökologischen Gemüseernte.

Im Freiland sieht die Rangfolge anders aus. Dort waren Speisezwiebeln 2025 mit rund 903.300 Tonnen erstmals seit 1990 die Gemüseart mit der größten Erntemenge, vor Möhren mit 865.700 Tonnen. Es folgten Weißkohl mit 507.500 Tonnen und Einlegegurken mit 197.600 Tonnen; Tomaten tauchen unter den größten Freilandkulturen der Pressemitteilung nicht auf.

Warum knapp ein Prozent der Fläche ein Zwanzigstel der Ernte bringt

Laut den Destatis-Zahlen stand der geschützte Anbau 2025 auf 1.250 von 131.700 Hektar, also auf knapp 1 Prozent der Gemüsefläche. Er lieferte mit 219.200 von 4,5 Millionen Tonnen aber rund 5 Prozent der Erntemenge. Rechnerisch ergibt das unter Glas und Folie gut 175 Tonnen je Hektar, im Freiland rund 33 Tonnen. Ein wesentlicher Grund dürfte in den Kulturen liegen: Tomaten und Salatgurken werden unter Glas über viele Monate beerntet.

Für den Garten lässt sich das nicht eins zu eins übertragen, das Prinzip aber schon. Ein kleines Gewächshaus verlängert die Saison, schützt vor Regen und Wind und erlaubt Kulturen, die draußen nicht sicher reifen. Wie sich ein Glashaus gezielt für Tomaten einrichten lässt, zeigt das Fachportal in seinem Beitrag zum Tomatenanbau im Gewächshaus aus Glas.

Was die Strauchbeeren unter Folientunneln über den geschützten Anbau zeigen

Nicht nur Gemüse wandert unter Schutzabdeckungen. Laut der Destatis-Pressemitteilung vom 10. Februar 2026 wurden 2025 Strauchbeeren auf 590 Hektar in Gewächshäusern und anderen hohen begehbaren Schutzabdeckungen angebaut, 2,6 Prozent mehr als 2024. Die Ernte dort sank um 2,8 Prozent auf knapp 6.500 Tonnen. Himbeeren belegten 77,4 Prozent dieser geschützten Fläche; ihre Anbaufläche blieb mit 450 Hektar annähernd konstant.

Insgesamt ernteten die Betriebe 2025 laut Destatis gut 45.700 Tonnen Strauchbeeren, 23,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Amt nennt die günstigere Witterung als Ursache, nachdem 2024 Spätfröste und Trockenheit die Ernte gedrückt hatten.

„Die Profis bauen unter Glas vor allem an, was Wärme und gleichmäßige Bedingungen braucht, und genau daran sollte sich auch ein Hobbygärtner orientieren. Wer im eigenen Gewächshaus Tomaten, Gurken oder Paprika zieht, nutzt die Fläche so, wie es die Statistik nahelegt. Salate und robuste Kräuter wachsen dagegen oft auch im Freiland gut“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Für die Saison 2027 lohnt die Planung schon im Herbst

Die Gemüseerhebung wird seit 2012 alle vier Jahre als Vollerhebung geführt, zuletzt 2024, und in den Jahren dazwischen als Stichprobe. Die Ergebnisse für 2026 dürften nach dem bisherigen Rhythmus Anfang 2027 erscheinen; die Zahlen für 2025 hat Destatis im Februar 2026 vorgelegt. Dann zeigt sich, ob die Fläche unter Glas und Folie weiter nur langsam wächst oder ob der Zuwachs bei Paprika anhält.

Für Hobbygärtner beginnt die Vorbereitung im Herbst. Nach der letzten Ernte lassen sich Pflanztische und Scheiben reinigen, Rankschnüre entfernen und die Fruchtfolge für 2027 festlegen, damit Tomaten nicht Jahr für Jahr am selben Platz stehen.

Über die Provimedia GmbH

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Provimedia GmbH
Weidenweg 12
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon: +49 (7142) 3442727
Telefax: +49 (7142) 2279985
http://provimedia.de

Ansprechpartner:
Alexander Weipprecht
CEO
Telefon: +49 (7142) 3442727
E-Mail: info@provimedia.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel