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Onlinelernen erreicht in Deutschland 26 Prozent der 16- bis unter 75-Jährigen – der europäische Durchschnitt liegt bei 33 Prozent

Onlinelernen erreicht in Deutschland 26 Prozent der 16- bis unter 75-Jährigen – der europäische Durchschnitt liegt bei 33 Prozent Posted on 13. Oktober 2026

In Deutschland haben im Jahr 2025 rund 26 Prozent der Menschen im Alter von 16 bis unter 75 Jahren das Internet zum Lernen genutzt. Laut dem nationalen Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“, der am 15. Juni 2026 erschienen ist, waren es 2021 noch 19 Prozent. Der Durchschnitt der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union liegt bei 33 Prozent. Die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen ordnet die Zahlen mit ihrem Onlinekurs mit Abschlussnachweis zur künstlichen Intelligenz ein.

Der Bericht erscheint alle zwei Jahre und wird von einer Autorengruppe im Auftrag von Bund und Ländern erstellt. Kapitel G behandelt das Lernen im Erwachsenenalter.

Wann der Zuwachs bei den Onlinekursen zum Stillstand kam

Das Onlinelernen entwickelt sich in zwei Richtungen. Nach Angaben des Berichts nutzten 2025 rund 25 Prozent der Befragten Onlinelernmaterial, während 10 Prozent einen Onlinekurs besuchten. Der Kursbesuch stagniert seit dem Ende der Pandemie, das informelle Lernen über Materialien im Netz nimmt dagegen weiter zu.

Der Rückgang beim Kursbesuch geht dem Bericht zufolge vor allem auf die 25- bis unter 55-Jährigen mit hohem formalen Abschluss zurück. Diese Gruppe hatte während der Pandemie den stärksten Zuwachs getragen.

„Ein Plateau bei den Onlinekursen ist kein Sättigungszeichen, sondern ein Qualitätssignal. Wer einmal einen Kurs ohne Ergebnis durchlaufen hat, meldet sich für den zweiten nur an, wenn am Ende ein belastbarer Nachweis steht“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Wie stark der Bildungsstand über die Teilnahme entscheidet

Die Unterschiede nach formalem Abschluss bleiben über die Jahre stabil. Je nach Altersgruppe und Lernform beteiligen sich Personen mit hohem Abschluss dem Bericht zufolge mindestens dreimal, teilweise achtmal so häufig wie Personen mit niedrigem Abschluss.

Am unteren Ende steht die Gruppe der 55- bis unter 75-Jährigen mit niedrigem formalen Abschluss: Von ihnen lernten 2025 laut der Erhebung nur 4 Prozent über das Internet. Gleichaltrige mit hohem Abschluss kamen auf 24 Prozent. Wer ohne Vorkenntnisse einsteigen will, findet den Zugang über eine frei zugängliche Einführung in die Grundbegriffe künstlicher Intelligenz.

Der Abstand zwischen Digitalkompetenz und Zielmarke bleibt messbar

Die Teilnahme an Onlineangeboten hängt an den technischen Grundlagen. Laut der zugrunde liegenden Erhebung von Eurostat verfügten 2025 rund 60 Prozent der Befragten über mindestens grundlegende Digitalkompetenzen, elf Prozentpunkte mehr als 2021. Damit liegt Deutschland genau im Schnitt der Union, aber deutlich unter der europäischen Zielmarke von 80 Prozent für das Jahr 2030.

Sieben Messwerte fassen den Stand des Jahres 2025 zusammen:

  • Lernen über das Internet: 26 Prozent der 16- bis unter 75-Jährigen
  • Nutzung von Onlinelernmaterial: 25 Prozent
  • Besuch eines Onlinekurses: 10 Prozent
  • Vergleichswert für das Jahr 2021: 19 Prozent
  • Durchschnitt der Europäischen Union: 33 Prozent
  • mindestens grundlegende Digitalkompetenzen: 60 Prozent
  • europäische Zielmarke für 2030: 80 Prozent

In den skandinavischen Staaten sowie in den Niederlanden und Irland erreichen laut dem Bericht zwischen 66 und 82 Prozent der Bevölkerung mindestens grundlegende Digitalkompetenzen. Der Bildungsbericht erscheint alle zwei Jahre, die nächste Ausgabe also im Jahr 2028. Werte der Erhebung für das Jahr 2026 liegen im Oktober 2026 noch nicht vor.

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