Trotz erheblicher Fortschritte in der Intensivmedizin bleibt Sepsis eine große Herausforderung für die Gesundheitsversorgung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren im Jahr 2020 weltweit rund 11 Millionen Todesfälle mit Sepsis verbunden. Dies entspricht etwa jedem fünften Todesfall weltweit.
Die Sterblichkeit einer Sepsis hängt maßgeblich vom Schweregrad der Erkrankung und dem Zeitpunkt der Diagnose ab. Je früher eine Sepsis erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Überlebenschancen. Umso wichtiger ist die frühzeitige Wahrnehmung möglicher Warnzeichen.
Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass die Symptome häufig unspezifisch sind. Zu den wichtigsten Warnzeichen zählen plötzlich auftretende Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit, Atemnot, Herzrasen oder Kreislaufprobleme sowie extreme Schmerzen oder ein ungewöhnlich starkes Krankheitsgefühl. Weitere mögliche Anzeichen sind Fieber, Schüttelfrost, feucht-kalte Haut, eine ungewöhnlich niedrige Körpertemperatur oder eine deutlich verminderte Urinausscheidung.
Diese Symptome sind nicht spezifisch für eine Sepsis. Treten sie jedoch im Zusammenhang mit einer bestehenden oder kürzlich überstandenen Infektion auf, sollte auch an eine Sepsis gedacht werden.
Bei Verdacht auf eine Sepsis ist schnelles Handeln entscheidend. Sepsis gilt als medizinischer Notfall. Für Betroffene und Angehörige sollte der Notruf 112 nicht hinausgezögert werden. Wichtig ist zudem, einen möglichen Sepsis-Verdacht gegenüber medizinischem Fachpersonal ausdrücklich anzusprechen.
Der World Sepsis Day macht weltweit auf die Erkrankung aufmerksam und setzt sich für eine bessere Aufklärung sowie frühere Diagnosestellung ein. Die zentrale Botschaft lautet: Warnzeichen kennen, Sepsis mitdenken und im Notfall schnell handeln.
Quellen:
World Health Organization (WHO): Sepsis Fact Sheet (2024)
World Sepsis Day / Global Sepsis Alliance: Sepsis Facts
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