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Wärmepumpen legen im ersten Halbjahr 2026 um 40 Prozent zu: 195.000 Anlagen gingen an den Großhandel und an das Fachhandwerk

Wärmepumpen legen im ersten Halbjahr 2026 um 40 Prozent zu: 195.000 Anlagen gingen an den Großhandel und an das Fachhandwerk Posted on 23. August 2026

Der Heizungsmarkt hat im ersten Halbjahr deutlich gedreht. Laut dem Bundesverband Wärmepumpe setzten die Hersteller von Januar bis Juni 2026 rund 195.000 Wärmepumpen an Großhändler oder Fachhandwerker ab, 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt sind in Deutschland damit knapp zwei Millionen Anlagen im Einsatz. Als wesentlichen Grund nennt der Verband die Bundesförderung für effiziente Gebäude, die bis 2030 verlässlich fortgeführt wird. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 6. August 2026.

Der Zuwachs landet zuerst im Bestand

Ein Gerät im Großhandel ist noch keine Anlage im Haus. Zwischen Absatz und Inbetriebnahme liegen Planung, Anschluss und die Frage, ob die vorhandene Elektroinstallation die zusätzliche Last überhaupt trägt.

Im Bestandsgebäude ist das die aufwendigere Seite des Umbaus. Was dabei zu prüfen ist, zeigt der Blick auf die Besonderheiten der Elektroinstallation im Altbau, von der Zuleitung bis zur Absicherung.

„Vierzig Prozent mehr Wärmepumpen heißen vierzig Prozent mehr Arbeit an Zählerschränken und Zuleitungen. Der Engpass liegt selten am Gerät“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was der Verband ausweist

Nach Angaben des Bundesverbands Wärmepumpe ergibt sich folgendes Bild:

  • Im ersten Halbjahr 2026 wurden rund 195.000 Anlagen abgesetzt.
  • Das entspricht einem Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
  • In Deutschland sind knapp zwei Millionen Anlagen im Einsatz.
  • Rund 95 Prozent davon stammen von Mitgliedsunternehmen des Verbands.
  • Die Bundesförderung für effiziente Gebäude wird bis 2030 fortgeführt.

Planungssicherheit wirkt stärker als ein einzelner Zuschuss

Der Verband nennt die verlässliche Fortführung der Förderung als wesentlichen Grund für die Entwicklung. Bemerkenswert daran ist weniger die Höhe als die Dauer.

Eine Heizung wird über Jahrzehnte betrieben und über Monate geplant. Zwischen dem ersten Beratungsgespräch und der Inbetriebnahme liegen in der Regel mehrere Monate, in denen Angebote eingeholt und Termine abgestimmt werden. Wer weiß, dass eine Förderung auch im nächsten Frühjahr besteht, kann den Umbau in die Jahresplanung legen statt ihn vorzuziehen.

Im Mehrfamilienhaus stellt sich die Frage anders

Im Einfamilienhaus betrifft der Umbau eine Partei und einen Zählerschrank. Beim Umstieg im größeren Gebäude kommen Verteilung und gemeinsame Nutzung hinzu. Steigleitungen, Zählerplätze und die Aufteilung der Wärme müssen zusammen betrachtet werden, nicht nacheinander.

Wie sich das ordnen lässt, beschreibt eine Anleitung zur Elektroinstallation im Mehrfamilienhaus Schritt für Schritt.

Woran sich das Gesamtjahr messen lässt

Der Verband legt seine Absatzzahlen regelmäßig vor. Die Halbjahreszahl beschreibt den Weg zum Handwerk, nicht die Zahl der fertigen Anlagen.

Aussagekräftig wird deshalb erst der Vergleich mit den tatsächlichen Inbetriebnahmen. Fallen beide Kurven auseinander, liegt es nicht am Absatz, sondern an der Kapazität, die den Einbau leisten muss.

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