Baustein für die Fernwärme von morgen
„Die Solarthermieanlage ist Teil unseres umfassenden Transformationsprozesses. Wir nutzen damit für die lokale Wärmeversorgung eine erneuerbare Energiequelle. Unser Ziel ist es, die Fernwärme schrittweise unabhängiger von fossilen Energieträgern zu erzeugen und gleichzeitig die Anlagen zuverlässig und wirtschaftlich zu betreiben“, sagt Geschäftsführerin Constanze Reppin.
Die Solarthermieanlage trägt dazu bei, den Anteil fossiler Energieträger im Wärmeversorgungsgebiet Humboldtstraße um 24 Prozent zu senken. Die Stadtwerke planen, künftig auch Wärme aus gereinigtem Abwasser der Kläranlage zu nutzen, bestehende Wärmenetze miteinander zu verbinden und einen saisonalen Wärmespeicher zu errichten.
Eckdaten der Anlage
Die Solarthermieanlage umfasst eine Kollektorfläche von 387 Quadratmetern. Die Stadtwerke binden sie in die bestehende Technik am Heizhaus ein. Hinzu kommen 144 Photovoltaik-Module mit einem Jahresertrag von rund 51.000 Kilowattstunden Strom. Der erzeugte Strom wird mithilfe von Power-to-Heat-Anlagen in Wärme umgewandelt und in das bestehende Wärmesystem eingespeist. Das Projekt spart jährlich rund 60 Tonnen CO₂ ein.
Fernwärme in Weimar weiterentwickeln
Mit dem Bau der Anlage setzen die Stadtwerke Weimar ein sichtbares Zeichen für die weitere Entwicklung der Fernwärme in der Stadt. Das Vorhaben steht für einen langfristig angelegten Umbau der Wärmeversorgung, bei dem Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energiequellen zusammengeführt werden sollen.
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