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Hybride Backup-Strategien auf dem Vormarsch: Warum steigende Komplexität neue Anforderungen an die Wiederherstellung stellt

Hybride Backup-Strategien auf dem Vormarsch: Warum steigende Komplexität neue Anforderungen an die Wiederherstellung stellt Posted on 16. April 2026

Die Art, wie kleine und mittelständische Unternehmen ihre Daten sichern, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Während 2022 noch 19 Prozent der Unternehmen auf eine Kombination aus Cloud- und lokaler Sicherung setzten, sind es laut der KMU-Backupstudie 2025 von DATA REVERSE® inzwischen 59 Prozent. Hybride Backup-Lösungen haben sich damit innerhalb von drei Jahren mehr als verdreifacht. Diese Entwicklung bringt Vorteile in Flexibilität und Redundanz, erhöht jedoch zugleich die Anforderungen an eine strukturierte Wiederherstellung.

Vom lokalen Speicher zur verteilten Architektur

Die Studie wurde im ersten Quartal 2025 unter 285 kleinen und mittelständischen Unternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen einen klaren Trend weg von rein lokalen Sicherungssystemen. Nur noch 12 Prozent der Befragten setzen ausschließlich auf On-Premises-Backups. Reine Cloud-Lösungen nutzen 29 Prozent. Die Mehrheit von 59 Prozent kombiniert beide Ansätze.

Diese Verschiebung spiegelt eine breitere Entwicklung in der Unternehmens-IT wider. Cloud-Dienste sind in vielen Bereichen zum Standard geworden, gleichzeitig behalten Unternehmen lokale Systeme für bestimmte Anwendungen oder aus regulatorischen Gründen bei. Die Folge sind verteilte Datenbestände, die über mehrere Speicherorte und Systemgrenzen hinweg gesichert werden.

Mehr Redundanz, mehr Abhängigkeiten

Hybride Architekturen bieten grundsätzlich Vorteile. Fällt ein Speicherort aus, können Daten theoretisch vom anderen wiederhergestellt werden. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Redundanz nur dann belastbar ist, wenn auch der Wiederherstellungsprozess auf die verteilte Struktur abgestimmt wurde.

Sobald Daten auf lokalen Servern, in Cloud-Umgebungen und in virtualisierten Systemen verteilt liegen, steigt die Zahl der Abhängigkeiten. Anwendungen greifen auf Datenbanken zu, die wiederum mit anderen Diensten verknüpft sind. Werden diese Zusammenhänge bei der Wiederherstellung nicht berücksichtigt, kann es zu Inkonsistenzen kommen, selbst wenn alle Einzelsicherungen technisch intakt sind.

Sicherungsfrequenz hoch, Testquote niedrig

Die Studie zeigt zudem, dass die grundsätzliche Bereitschaft zur Datensicherung in deutschen KMU hoch ist. 77 Prozent der Befragten gaben an, mindestens wöchentlich Backups durchzuführen, davon 24 Prozent täglich. Die Sicherungsroutine ist damit in vielen Unternehmen etabliert.

Deutlich seltener wird jedoch geprüft, ob die gesicherten Daten im Ernstfall tatsächlich wiederhergestellt werden können. 72 Prozent der befragten Unternehmen testen ihre Backups selten oder nie. Nur 28 Prozent führen regelmäßige Restore-Tests durch, mindestens einmal pro Quartal. Diese Lücke bestand bereits in früheren Erhebungen und hat sich trotz veränderter Infrastrukturen nicht geschlossen.

Komplexität erfordert dokumentierte Prozesse

Gerade in hybriden Umgebungen wird die fehlende Testkultur zum Risiko. Wenn unklar ist, in welcher Reihenfolge Systeme wiederhergestellt werden müssen, welche Komponenten voneinander abhängen und wie lange der Wiederanlauf dauern darf, fehlt im Ernstfall die Grundlage für strukturiertes Handeln.

Die Auswertung realer Datenrettungsfälle durch DATA REVERSE® im Jahr 2025 zeigte wiederholt, dass Backups zwar technisch vorhanden waren, jedoch Lücken in der Wiederherstellungsplanung bestanden. Abhängigkeiten zwischen Cloud-Diensten, lokalen Servern und virtualisierten Umgebungen waren häufig nicht vollständig dokumentiert. Restore-Tests unter realistischen Bedingungen fehlten in vielen Fällen.

Strukturierte Wiederherstellung als Teil der Backup-Strategie

Aus fachlicher Sicht wird deutlich: Die Entscheidung für eine hybride Backup-Lösung ist ein sinnvoller Schritt in Richtung Ausfallsicherheit. Sie entfaltet ihren vollen Wert jedoch erst dann, wenn auch der Wiederherstellungsprozess auf die verteilte Struktur abgestimmt ist.

DATA REVERSE® empfiehlt Unternehmen mit hybriden Architekturen, Abhängigkeiten zwischen Systemen zu dokumentieren, Wiederherstellungsreihenfolgen festzulegen und regelmäßige Restore-Tests durchzuführen, die alle beteiligten Speicherorte einbeziehen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass im Störungsfall nicht nur einzelne Sicherungsstände verfügbar sind, sondern ein koordinierter Wiederanlauf gelingt.

Über die DATA REVERSE® Datenrettung – Bindig Media GmbH

DATA REVERSE® mit Sitz in Leipzig ist auf die professionelle Datenrettung von digitalen Speichermedien spezialisiert. Mit über 20 Jahren Erfahrung, TÜV-zertifiziertem Kundenservice und einer Erfolgsquote von über 95 % bietet das Unternehmen zuverlässige und qualitativ hochwertige Lösungen bei Datenverlusten jeglicher Art. Durch umfangreiches Know-how in Reverse Engineering und eine konsequente Datengarantie zählt DATA REVERSE® zu den führenden Anbietern der Branche.

Neben Festplatten, Flash-Speichern und RAID-Systemen werden auch komplexe logische Speicherarchitekturen wie Software Defined Storage erfolgreich wiederhergestellt. Zur optimalen Qualitätssicherung setzt DATA REVERSE® ausschließlich auf individuell entwickelte Softwarelösungen, ein eigenes Reinraumlabor sowie eine interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung.

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