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Hochschule Bremen veröffentlich mit Verbundpartnern das „Handbuch zum Rückbau von Offshore-Windparks“

Hochschule Bremen veröffentlich mit Verbundpartnern das „Handbuch zum Rückbau von Offshore-Windparks“ Posted on 21. Juni 2022

Als Abschluss des Forschungsprojekts „SeeOff“ ist nun ein Handbuch zu Rahmenbedingungen, Technik, Logistik, Prozessen, Szenarien und zur Nachhaltigkeit des Rückbaus von Offshore-Windparks erschienen.

Windkraft aus Offshore-Parks ist eine der Schlüsseltechnologien der Energiewende. Dem ambitionierten Ausbau von Windparks mit immer höheren und effektiveren Anlagen steht zukünftig der ressourcenschonende Rückbau gegenüber. Das im Juni 2022 von der Hochschule Bremen mit Verbundpartnern veröffentlichte „Handbuch zum Rückbau von Offshore-Windparks: Rahmenbedingungen, Technik, Logistik, Prozesse, Szenarien und Nachhaltigkeit“erläutert praxisnah, welche technischen Konzepte es für einen ressourcenschonenden Rückbau gibt und welche Auswirkungen auf die Umwelt und Kosten berücksichtigt werden müssen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Projekt „SeeOff – Strategieentwicklung zum effizienten Rückbau von Offshore-Windparks“ (01.11.2018 – 30.04.2022) widmete sich der Untersuchung möglicher Rückbaustrategien und ihrer Nachhaltigkeitsbewertung. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Silke Eckardt, Professorin für Zukunftsfähige Energieversorgung und Ressourceneffizienz, untersuchte ein interdisziplinäres Forschungsteam aus den Fakultäten Architektur, Bau und Umwelt und Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Bremen gemeinsam mit den Verbundpartnern Deutsche Windtechnik Repowering GmbH & Co. KG, Nehlsen GmbH & Co. KG und der Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE wie auch den Assoziierten Partnern Vattenfall Europe Windkraft GmbH, TenneT Offshore GmbH und EnBW Energie Baden-Württemberg AG vielfältige Aspekte eines nachhaltigen Rückbaus. Zum Abschluss des Projektes wurde nun das wegweisende Handbuch mit vielen anschaulichen Best-Practice-Beispielen veröffentlicht. "Für mich stellt das „Handbuch zum Rückbau von Offshore-Windpark“ die erste öffentliche Wissensgrundlage dar, die einem breiten, am Rückbau von Offshore-Windparks interessierten Stakeholder-Forum ein umfassendes Verständnis vermittelt. Die Publikation erscheint gerade noch rechtzeitig, denn die Windindustrie braucht Zeit, um sich auf die anstehenden Rückbauprojekte vorzubereiten", erläutert Gencer Genc von der Vattenfall Europe Windkraft GmbH die weitreichende Bedeutung des Projekts.

Bis heute wurden weltweit erst wenige Offshore-Windparks rückgebaut, welche noch dazu hinsichtlich des Standortes sowie der Leistungsklassen und -größe nicht mit denen in der Deutschen  Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) errichteten Anlagen vergleichbar sind. Das „Handbuch zum Rückbau von Offshore-Windparks“ betritt somit Neuland, in dem es die rechtlichen Rahmenbedingungen und die vielfältigen technischen Anforderungen in Rückbauszenarien detailliert darlegt. Hierbei werden Demontagetechniken u.a. für die Windenergieanlagen und Gründungsstrukturen, die Innerparkverkabelung und die Offshore-Substation, aber auch der teilweise oder komplette Rückbau mit Blick auf die Biodiversität, Wirtschaftlichkeit, Treibhausgasemissionen, Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit wie auch die Recyclingrate von Bau- und Abbruchabfällen auf See und an Land bewertet. „Es hat sich als zielführend erwiesen, sich dem weitgehend unbekannten Feld des Rückbaus von Offshore-Windparks über die Untersuchung und Bewertung von Rückbauprozessen zu nähern. Die für die Berechnung von Entscheidungskriterien relevanten Informationen (z.B. Kosten, Prozesslaufzeiten oder Treibstoffverbräuche) wurden in einem großen Datensatz gesammelt. Auf diese Weise wurde eine umfassende Wissens- und Datenbasis aufgebaut, durch die Verbesserungspotenziale für einen nachhaltigeren Rückbau von Offshore-Windparks identifiziert werden konnten“, resümiert Prof. Dr.-Ing. Silke Eckardt das Forschungsprojekt, das mit vielen übertragbaren Ergebnissen auf ein großes regionales und internationales Interesse in Forschung und Wirtschaft stößt.

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