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Medartis gibt Resultate für das erste Halbjahr 2020 und Wechsel in der Geschäftsleitung bekannt

Medartis gibt Resultate für das erste Halbjahr 2020 und Wechsel in der Geschäftsleitung bekannt Posted on 18. August 2020

Medartis Holding AG (SIX: MED), ein führender Hersteller und Anbieter von medizinischen Produkten für die Osteosynthese, erzielte im von der Covid-19-Pandemie geprägten ersten Halbjahr 2020 einen Umsatz von CHF 57.0 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von 7% in Lokalwährungen gegenüber der Vorjahresperiode. Das EBITDA belief sich auf CHF 5.2 Millionen, und die währungsbereinigte EBITDA-Marge blieb mit 12% weitgehend stabil. Per 1. November 2020 hat der Verwaltungsrat zudem Manuel Schaer zum Chief Technology Officer und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt.

Heute führt Medartis um 10:00 Uhr MESZ eine Telefonkonferenz (Englisch) für Medien, Analysten und Investoren durch.

Medartis erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatz von CHF 57.0 Millionen, entsprechend einem Rückgang um 7% in Lokalwährungen gegenüber der Vorjahresperiode. Nach einem erfreulichen Jahresstart schloss der März leicht unter Vorjahresniveau, bedingt durch die weltweiten Restriktionen aufgrund der Corona-Pandemie. Ein starker Rückgang der Umsätze wurde im April und Mai registriert, da in den meisten Ländern keine elektiven Eingriffe durchgeführt werden durften und die Trauma-Fälle aufgrund der Mobilitätsbeschränkungen ebenfalls rückläufig waren. Im Juni verzeichneten die meisten Schlüsselmärkte bereits wieder ein Wachstum in Lokalwährungen gegenüber Vorjahr. Neben dem Coronavirus war das erste Halbjahr 2020 auch von einer wesentlichen Aufwertung des Schweizer Frankens geprägt. Auf CHF-Basis entsprach der Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 12%; die Differenz gegenüber dem Rückgang von 7% in Lokalwährungen reflektiert namentlich die Währungsentwicklung gegenüber dem US-Dollar, dem Euro, dem australischen Dollar und dem brasilianischen Real.

Auf der Kostenseite leitete Medartis nach Ausbruch der Pandemie frühzeitig umfassende Sparmassnahmen ein, einschliesslich Kurzarbeit, Nichtbesetzung von Stellen und Lohn- und Bonusverzichte des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung. Mit Blick auf künftiges Wachstum investierte das Unternehmen jedoch weiter in Innovation, die Stärkung der Organisation und strategische Initiativen. Insgesamt nahm der Betriebsaufwand im ersten Halbjahr 2020 um 6% auf CHF 48.4 Millionen ab; währungsbereinigt ging der Betriebsaufwand um -3% zurück. Seit Ende 2019 wurde der Personalbestand moderat um 12 Stellen auf 621 Mitarbeitende erhöht.

Die Profitabilität auf Stufe EBITDA belief sich auf CHF 5.2 Millionen, verglichen mit CHF 8.7 Millionen im ersten Halbjahr 2019. Die EBITDA-Marge lag bei 9%, gegenüber 13% in der Vorjahresperiode. Währungsbereinigt blieb die EBITDA-Marge mit 12% weitgehend stabil. Das EBIT betrug CHF -1.7 Millionen, gegenüber CHF 2.4 Millionen vor einem Jahr. Im Vergleich zum Reingewinn von CHF 0.7 Millionen im ersten Halbjahr 2019 resultierte in der Berichtsperiode ein Reinverlust von CHF 5.8 Millionen, dies nach Berücksichtigung von Währungsverlusten von insgesamt CHF 4.3 Millionen (H1 2019: CHF 0.9 Millionen). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug CHF -0.2 Millionen, gegenüber CHF 0.8 Millionen im ersten Halbjahr 2019.

Christoph Brönnimann, CEO von Medartis: «Unsere Organisation hat sich sehr schnell auf die Corona-Situation eingestellt, und unsere Produktion und Lieferketten funktionierten einwandfrei. Dank dem Wachstumstempo von Anfang Jahr und der gut vorbereiteten Rückkehr aus dem Lockdown konnten wir den Corona-bedingten Umsatzeinbruch zu einem grossen Teil kompensieren und ein ansprechendes Halbjahresresultat erzielen. Im Juni erreichten wir bereits wieder ein Wachstum gegenüber Vorjahr, und der Trend setzte sich auch im Juli fort. Die planmässig eingeführten neuen Produkte geben uns Schwung für den weiteren Geschäftsverlauf. Wir sind zuversichtlich, dass die meisten unserer Schlüsselmärkte im Verlaufe der zweiten Jahreshälfte die geplanten Wachstumsraten erreichen werden, vorausgesetzt die Corona-Pandemie wird sich nicht nochmals verschärfen.»

Entwicklung der Regionen

Medartis‘ grösste Marktregion EMEA verzeichnete einen moderaten Rückgang des Umsatzes um 4% in Lokalwährungen auf CHF 31.9 Millionen, wobei im Juni wieder höhere einstellige Wachstumsraten erzielt wurden. Im Juli setzte sich der Wachstumstrend bei den Tochtergesellschaften mit Ausnahme von Grossbritannien fort. Die Distributoren lagen insgesamt leicht hinter dem Vorjahr zurück, mit einer guten Entwicklung im Juni und Juli. Spanien erfüllte die Erwartungen erneut nicht, weshalb Medartis entschieden hat, hier ab 2021 mit einer eigenen Tochtergesellschaft zu starten.

Nordamerika erzielte einen Umsatz von CHF 9.3 Millionen im ersten Halbjahr 2020, entsprechend einem Rückgang von 10% in Lokalwährung, wobei ein starker Jahresstart durch Covid-19 scharf gebremst wurde, im Juni und Juli aber wieder zweistellige Wachstumsraten erzielt wurden. Im April nahm Lisa Thompson ihre Funktion als President Nordamerika und neues Mitglied der Geschäftsleitung auf. Sie wird den weiteren Auf- und Ausbau des Marktes USA als Top-Priorität von Medartis weiter vorantreiben, wobei der Fokus auf der Stärkung des Vertriebs (direkt und über Distributoren) sowie auf der Etablierung auf die USA ausgerichteter Produktentwicklungskapazitäten liegt.

In der Region APAC blieb der Umsatz in Lokalwährungen auf Höhe des ersten Halbjahres 2019 bei CHF 10.8 Millionen. Damit waren die Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung in dieser Region am geringsten. Die Tochtergesellschaft in Australien, Medartis‘ umsatzstärkstem Markt in der Region, verlangsamte sich leicht, war im Juli jedoch auf Budgetkurs. Die neue Tochtergesellschaft in Japan entwickelte sich erfreulich mit einem sehr dynamischen Wachstum. In China wurden erste klinische Fälle in Vorbereitung für den im vierten Quartal 2020 geplanten Start der Vertriebsaktivitäten durchgeführt.

LATAM war im ersten Halbjahr 2020 am stärksten und längsten von Covid-19 betroffen, mit negativem Wachstum von März bis Juni. Der Umsatz ging um 26% in Lokalwährungen auf CHF 4.9 Millionen zurück. Die Tochtergesellschaft Brasilien schloss dabei deutlich unter Vorjahr ab. Die Tochtergesellschaft Mexiko erreichte ein solides Ergebnis mit einem geringeren Umsatzverlust und erzielte im Juli einen Umsatz über Vorjahr.

Entwicklung der Geschäftssegmente

Obwohl während der Lockdowns ungeplante Operationen im Traumabereich uneingeschränkt möglich blieben, gingen auch diese in der Berichtsperiode aufgrund der Mobilitätsbeschränkungen für weite Bevölkerungsteile zurück – so wurden beispielsweise weniger Sportunfälle verzeichnet.

Das grösste Segment Obere Extremitäten, das auch den grössten Umsatzanteil aus Trauma-Fällen aufweist, trug mit CHF 41.4 Millionen (-6% in Lokalwährungen) am meisten zum Gesamtresultat bei. Dabei profitierte Medartis von ihrer etablierten Stellung in den Kernmärkten und der langjährigen guten Zusammenarbeit mit Spitälern und Chirurgen. Im Bereich Ellbogen wurde dank einer Schulungs- und Sales-Offensive trotz Covid-19 ein dynamisches Wachstum erzielt. Wie geplant, führte Medartis im Juni die zunächst für den US-Markt entwickelten Wrist Spanning-Platten zur internen Fixierung von komplexen Trümmerfrakturen auch in Europa und Asien ein und lancierte zudem ein neues Vorarmfraktursystem. Ebenfalls im Juni wurde die limitierte Markteinführung des Schlüsselbeinsystems gestartet. Mit diesen Ergänzungen hat Medartis nun ihr Platten- und Schraubenportfolio in den oberen Extremitäten vervollständigt.

Die Unteren Extremitäten, das jüngste Geschäftssegment von Medartis mit einem höheren Anteil an elektiven Eingriffen, verzeichnete nach einem dynamischen Jahresstart einen Wachstumsrückgang von 5% in Lokalwährungen und erzielte einen Umsatz von CHF 8.2 Millionen. Im Juni lag der Umsatz wieder leicht über Vorjahr, und der Juli zeigte eine zweistellige Wachstumsrate. Die in fünf Monaten entwickelte Ergänzung des Portfolios kanülierter Kompressionsschrauben wurde im Juni plangemäss im Markt eingeführt. Aufgrund der fehlenden elektiven Fälle wurde hingegen entschieden, die limitierte Markteinführung der beiden Systeme für Korrekturen im Mittel- und Rückfuss und für Frakturen des unteren Schien- und Wadenbeins zu verlängern; die umfassende Markteinführung der beiden Systeme ist nun für das erste Quartal 2021 vorgesehen.

Das Segment MKG und Übrige, welches neben Systemen für den Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich auch Instrumente und Container umfasst, verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 einen Rückgang des Umsatzes von 18% in Lokalwährungen auf CHF 7.4 Millionen. Im Bereich MKG mit einem hohen Anteil an Korrektureingriffen wirkte sich die Verschiebung der elektiven Eingriffe am deutlichsten auf den Umsatz aus. Im April wurde wie geplant die neue Produktgeneration MODUS 2 eingeführt. Sie beinhaltet auch patientenspezifische Bohr- und Schnittführungen sowie patientenspezifische Implantate für die Unterkieferrekonstruktion, ferner erstmalig ein digitales Planungstool für Ärzte.

Wechsel in der Geschäftsleitung
Der Verwaltungsrat von Medartis hat per 1. November 2020 Manuel Schaer als Chief Technology Officer und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. Mit Manuel Schaer verstärkt ein weiterer ausgewiesener Experte im Bereich der Osteosynthese die Geschäftsleitung von Medartis, nachdem im April Lisa Thompson als President North America und im August Mareike Loch als Vice President EMEA ihre Funktionen aufgenommen haben.

Manuel Schaer verfügt über mehr als zwanzig Jahre internationale Erfahrung in der Entwicklung von Medizinprodukten. Zu Medartis wechselt er von DePuy Synthes Johnson & Johnson, wo er im Laufe seiner Karriere verschiedene Führungspositionen innehatte. Zuletzt war er als Senior Director verantwortlich für die MDR-Bereitschaft der kommerziellen Organisation. In früheren Führungsfunktionen war er in den Bereichen Produktentwicklung, R&D Innovation, Designqualität, und Supply Chain tätig. Manuel Schaer ist Schweizer Staatsbürger und verfügt über einen Abschluss als Master of Science in Maschinenbau und Biomechanik der ETH Zürich.

Manuel Schaer folgt auf Thomas Tribelhorn, der sich nach 16 Jahren bei Medartis entschieden hat, eine neue Herausforderung anzunehmen. Der Verwaltungsrat dankt Thomas Tribelhorn für seinen langjährigen wichtigen Beitrag, mit dem er die Produktentwicklung und den erfolgreichen Weg von Medartis mitgeprägt hat, und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Ausblick
Medartis wird ihre kommunizierten mittelfristige Prioritäten – stärkere Ausrichtung des Vertriebs auf regionale Bedürfnisse, Beschleunigung beim Aufbau des US-Geschäftes sowie Beschleunigung der Innovationspipeline und der Zeit bis zur Markteinführung – weiterverfolgen. Aufgrund der derzeitigen Unsicherheiten im Zusammenhang mit Covid-19 gibt Medartis keine Prognose für das Gesamtjahr 2020 ab. Aus heutiger Sicht und ohne Verschärfung der Corona-Pandemie oder anderer unvorhergesehener Umstände bestätigt Medartis ihre mittelfristigen Zielsetzungen (jährliches Umsatzwachstum von über 15% in Lokalwährungen, schrittweise Steigerung der bereinigten EBITDA-Marge).

Unterlagen zu den Halbjahresergebnissen 2020
Die folgenden Unterlagen zu den Halbjahresergebnissen 2020 stehen online zur Verfügung:

Medienmitteilung Halbjahresergebnisse 2020
Präsentation Halbjahresergebnisse 2020
Halbjahresbericht 2020

Telefonkonferenz für Medien -, Analysten- und Investoren (in englischer Sprache)
Datum: Dienstag, 18. August 2020
Zeit: 10:00 Uhr MESZ
Referenten: Christoph Brönnimann, CEO; Dominique Leutwyler, CFO

Link zur Teilnahme: Telefonkonferenz Halbjahreszahlen 2020

Einwahlnummern per Telefon (ab 10-15 Minuten vor Beginn der Konferenz):
Schweiz/Europa +41 (0) 58 310 50 00, GB +44 (0) 207 107 06 13, USA +1 (1) 631 570 56 13
Weitere internationale Nummern media.choruscall.ch

Finanzkalender
10. März 2021 Veröffentlichung der Resultate 2020
23. April 2021 Ordentliche Generalversammlung
17. August 2021 Veröffentlichung der Halbjahresresultate 2021

Disclaimer
Diese Mitteilung stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Zeichnung oder zum Kauf von Aktien der Medartis Holding AG dar. Diese Publikation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen und Einschätzungen oder Absichten bezüglich der Gesellschaft und ihrer Geschäfte enthalten. Solche Aussagen beinhalten Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Leistung oder die Erfolge der Gesellschaft wesentlich von denjenigen abweichen, die in solchen Aussagen ausdrücklich oder implizit zum Ausdruck gebracht werden. Die Leser sollten sich daher nicht auf diese Aussagen verlassen, insbesondere nicht im Zusammenhang mit einem Vertrag oder einer Investitionsentscheidung. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen, Einschätzungen oder Absichten zu aktualisieren. Darüber hinaus gibt weder die Gesellschaft noch einer ihrer Direktoren, leitenden Angestellten, Mitarbeiter, Vertreter oder Berater noch eine andere Person eine ausdrückliche oder stillschweigende Zusicherung oder Gewährleistung hinsichtlich der Richtigkeit oder Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder der ausdrücklich oder impliziert wiedergegebenen Auffassungen.

Über die Medartis AG

Medartis mit Sitz in Basel wurde 1997 gegründet und ist einer der weltweit führenden Hersteller von medizinischen Produkten für die Osteosynthese im Bereich der oberen und unteren Extremitäten und des Gesichtsschädels. Medartis beschäftigt über 620 Mitarbeitende an insgesamt 13 Standorten, und Medartis-Produkte werden weltweit in über 50 Ländern angeboten. Medartis hat sich verpflichtet, Chirurgen und OP-Personal mit innovativsten Titanimplantaten und Instrumenten zu versorgen und einen hervorragenden Service zu bieten. Weitere Informationen finden Sie unter www.medartis.com.

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