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TÜV Rheinland: Auch Akkus haben ein Verfallsdatum

TÜV Rheinland: Auch Akkus haben ein Verfallsdatum Posted on 10. April 2018

Egal ob Smartphone, Tablet oder E-Bike – irgendwann ist jeder Akku mal am Ende. Dies ist aber kein Grund, das Gerät wegzuwerfen. Schließlich bieten zahlreiche Händler Akkureparaturen an. Stephan Scheuer, Batterie-Experte bei TÜV Rheinland, rät jedoch, eine Speichereinheit nur vom jeweiligen Hersteller oder einem offiziellen Dienstleister reparieren zu lassen. Ersatzteile von Drittanbietern sollten zudem vom Hersteller autorisiert sein.

Riskante Überladung
In vielen Handys und aufladbaren Werkzeugen befinden sich Lithium-Ionen-Akkus. Versagt der Akku den Dienst, sorgen frische Lithium-Zellen für neue Energie. Das Betanken des altgedienten Akkus mit neuen Zellen sollte jedoch dem Hersteller des Geräts oder des Akkus überlassen werden. Nur so ist sichergestellt, dass die frischen Akkuzellen den Voraussetzungen für einen sicheren Betrieb auch entsprechen.

„Ein Lithium-Akku ist so gebaut, dass er aus Sicherheitsgründen nur in einem bestimmten Spannungsbereich sicher funktioniert. Damit gewährleistet der Hersteller, dass sich der Akku bei Unter- oder Überladung automatisch abschaltet“, erklärt Scheuer. Ein unabhängiger Reparaturservice kennt dagegen nicht immer alle nötigen Werte der Sicherheitsabschaltung. Der reparierte Akku mag zwar erst mal funktionieren, weist aber womöglich einen Spannungsradius auf, der für Gerät und Nutzer gefährlich werden kann. In solchen Fällen kann es zur Überladung des Akkus kommen, im schlimmsten Fall gehen Akku und Gerät dadurch in Flammen auf.

Hohe Temperaturen machen Akkus kaputt
Je nach Gerät kann eine Reparatur teuer werden. Wer zudem keine Geduld hat, auf das eingeschickte Gerät zu warten, sollte bei der Suche nach einer günstigen Ersatzbatterie den Rat des TÜV Rheinland-Experten beherzigen: „Der neue Akku sollte explizit für das jeweilige Gerät ausgewiesen sein, damit er einwandfrei und sicher funktioniert.“ Damit der Energiespeicher möglichst lange funktioniert, hat Scheuer weitere Tipps parat: „Extreme Wärme oder Kälte sind Gift für Akkugeräte. Verformungen des Gehäuses können darauf hinweisen, dass der Akku Schaden genommen hat. Auch Stürze und Stöße machen den Akku anfällig, er entlädt sich eventuell schneller als vorher. Deshalb Akku und Gerät immer sorgsam behandeln.“ Dazu gehört, Geräte mit Akku keinen Temperaturen unter null und über 35 Grad auszusetzen.

Über TÜV Rheinland

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