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Handfeste Messergebnisse statt Bauchgefühl

Handfeste Messergebnisse statt Bauchgefühl Posted on 10. November 2017

Bei vielen Entscheidungen setzt der Mensch auf Eingebungen, Ahnungen und Hörensagen. Doch Bauchgefühl ist kein guter Berater, wenn es um IT geht. Deshalb hat das Computermagazin c’t in seiner aktuellen Ausgabe 24/17 mehr als zwei Dutzend IT-Mythen überprüft – mit Präzisions­messgeräten, Testsoftware und dem geballten Wissen der Redaktion.

Die meisten Mythen ranken sich um PC- und Notebook-Hardware: Nicht totzukriegen ist beispielsweise die weit verbreitete Meinung, dass Akkus im Kühlschrank länger halten. „Unsere Labor­ergebnisse zeigten, dass Akkus im Kühlschrank ihre Ladung zwar weniger schnell verlieren, aber so gering, dass man von einem deutlich spürbaren Ladungsgewinn nicht sprechen kann“, erläutert c’t-Redakteur Lutz Labs. „Das bestätigten auch über Monate geführte Messungen mit Notebooks-Akkus. Hier brachte die Kühlung einen Vorteil von weniger als 1 Prozent.“

Ein anderer Mythos konnte von der c’t-Redaktion durch Messungen bestätigt werden: SSDs sind tatsächlich sparsamer als Fest­platten. Der höhere Energiebedarf beruht auf zwei Faktoren: Zum einen braucht die Festplatte für das Schreiben und Lesen wesentlich länger als die SSD und benötigt dadurch mehr Energie. Zum anderen schalten sich SSDs nach wenigen Sekunden Untätigkeit in einen stromsparenden Modus, in dem sie maximal wenige Hundert Milliwatt aufnehmen.

Skepsis ist aber bei der Aussage „Mehr RAM steigert die PC-Performance“ angebracht. „Tatsächlich müsste es heißen: Zu wenig RAM bremst die Performance“, sagt c’t-Experte Labs. Steckt zu wenig Hauptspeicher im PC, muss das Betriebssystem häufig Daten auf viel langsamere Speichermedien wie SSD oder gar Festplatte auslagern – und arbeitet gemächlicher. Ist jedoch genügend RAM vorhanden, dann profitiert das System nicht von noch mehr RAM.

Vom Hörensagen weiß man auch, dass Smartphones, Notebooks & Co. ihr Originalnetzteil benötigen. „Auch dieses stimmt nur bedingt“, so Labs. „Seit Jahren betreiben wir Smart­phones, Tablets, und Spielkonsolen mit allen möglichen Netzteilen, und nie ist etwas kaputt gegangen. Bei Notebooks aber funktionieren meistens nur Netzteile, die genau für das entsprechende Gerät spezifiziert sind.“

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