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Ungenutzte Faserreststoffe für den Einsatz in nachhaltigen und biobasierten Faserverbundwerkstoffen nutzbar machen

Ungenutzte Faserreststoffe für den Einsatz in nachhaltigen und biobasierten Faserverbundwerkstoffen nutzbar machen Posted on 29. März 2017

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekts „Thai-German Agro-Based Fibre Exchange Programme – Sustainable Development: From Plant to Product“ (Förderprogramm „ThaiGerm 037: Thai-German S&T Cooperation, Researcher Mobility Scheme”) baute die Hochschule Bremen (HSB) eine intensive Kooperation mit der thailändischen Kasetsart Universität (KU) in Bangkok auf. Prof. Dr. Jörg Müssig und Dr. Nina Graupner, beide Fachrichtung Bionik an der HSB, leiten von deutscher Seite das Programm. Im Vordergrund der Aktivitäten steht der Aufbau eines Faserprüfzentrums an der Kasetsart Universität sowie die Erforschung ungenutzter Faserreststoffe aus Agrar-Restströmen für den Einsatz in nachhaltigen und biobasierten Faserverbundwerkstoffen.

Im Rahmen ihrer ersten Forschungsreise erarbeitete Nina Graupner eine Analyse der an der KU verfügbaren Gerätschaften und Kooperationsmöglichkeiten innerhalb der KU. Außerdem stellte sie im Rahmen einer Gastvorlesung Forschungsaktivitäten der AG Biologische Werkstoffe an der HSB vor.

„Wir konnten innerhalb von zwei Wochen an der KU drei Messplätze kalibrieren und in Betrieb nehmen. Um die Messgenauigkeit der Geräte zu überprüfen haben wir auf Standardproben zugegriffen, die wir an der HSB bereits umfassend charakterisiert haben,“ berichten Prof. Dr. Jörg Müssig und Dr. Nina Graupner mit Blick auf einen Besuch in Thailand im Februar diesen Jahres.


„Um den thailändischen Kolleginnen und Kollegen den Umgang mit den Geräten zu erleichtern, haben wir nicht nur ausführlich geschult, sondern auch Betriebsanleitungen und Video-Tutorials erstellt“, ergänzt Nina Graupner. Dank diesen intensiven Vorarbeiten können die thailändischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt eigenständige Untersuchungen an Pflanzenfasern durchführen, um das Potential von thailändischen Fasern für Verbundwerkstoffe abzuschätzen.

„Durch derartige Projekte können wir mit den Mitteln des BMBF die Internationalität der HSB weiter ausbauen und durch die Kooperation auch Studierenden aus Bremen die Möglichkeit bieten, ihr Auslandssemester an der KU in Thailand zu verbringen“, zeigt sich Müssig zufrieden.

Im Juni wird (Frau) Dr. Thitivara Poonsawat von der KU in Bangkok nach Deutschland an die HSB reisen und die ersten Ergebnisse des Projekts auf der Tagung „14th International Conference of the European Industrial Hemp Association“ (7. und 8. Juni in Köln) vorstellen.

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