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	<title>Firma Dolphinvest Consulting, Autor bei Pressewissen</title>
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	<title>Firma Dolphinvest Consulting, Autor bei Pressewissen</title>
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		<title>Fed will mit schnellerer geldpolitischer Normalisierung ihre Glaubwürdigkeit zurückgewinnen</title>
		<link>https://www.pressewissen.de/2022/05/05/fed-will-mit-schnellerer-geldpolitischer-normalisierung-ihre-glaubwuerdigkeit-zurueckgewinnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Dolphinvest Consulting]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 May 2022 06:56:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Falls die Ankündigung der Federal Reserve (Fed) irgendetwas beweist, dann, dass die US-Notenbank auch weiterhin der Forward Guidance bei der Bestimmung des künftigen geldpolitischen Kurses Priorität einräumt, um den Finanzmärkten zu versichern, dass sie in einer Zeit erheblicher wirtschaftlicher Unsicherheit das Ruder fest in der Hand hält. Nach der missglückten Aussage über eine vorübergehende Inflation...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pressewissen.de/2022/05/05/fed-will-mit-schnellerer-geldpolitischer-normalisierung-ihre-glaubwuerdigkeit-zurueckgewinnen/" data-wpel-link="internal">Fed will mit schnellerer geldpolitischer Normalisierung ihre Glaubwürdigkeit zurückgewinnen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pressewissen.de" data-wpel-link="internal">Pressewissen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Falls die Ankündigung der Federal Reserve (Fed) irgendetwas beweist, dann, dass die US-Notenbank auch weiterhin der Forward Guidance bei der Bestimmung des künftigen geldpolitischen Kurses Priorität einräumt, um den Finanzmärkten zu versichern, dass sie in einer Zeit erheblicher wirtschaftlicher Unsicherheit das Ruder fest in der Hand hält. Nach der missglückten Aussage über eine vorübergehende Inflation haben der Vorsitzende Jerome Powell und sein Team noch viel Arbeit vor sich.</p>
<p>Wie angekündigt, erhöhte die Fed ihren Leitzins zum ersten Mal seit über zwei Jahrzehnten um 50 Basispunkte (BP). Kaum etwas anderes kann einen Handlungsdruck stärker hervorrufen als eine Inflationsrate von 8,5 % im Jahresvergleich. Trotz dieses Schrittes sind wir der Meinung, dass die Fed – und andere Zentralbanken – den Höhepunkt ihrer hawkishen Geldpolitik noch nicht erreicht haben. Die derzeitige Inflation hat unseres Erachtens zu viele unberechenbare Ursachen, als dass sie durch eine umsichtige Anhebung der Leitzinsen leicht wieder in den Griff zu bekommen wäre. Pandemiebedingte Lieferengpässe, eine wachsende Wirtschaft, eine zunehmende Deglobalisierung, der Krieg in der Ukraine und die historische Liquiditätsmenge, die von den Zentralbanken weltweit aus dem Nichts geschaffen wurde, um die kurzzeitige Rezession abzufedern, haben zu dem beispiellosen Anstieg der Preise in weiten Teilen der Weltwirtschaft beigetragen.</p>
<p><b>Ein Tempowechsel, keine Zieländerung</b></p>
<p>In seinen Kommentaren räumte der Vorsitzende Powell dies ein und stellte die Weichen für eine weitere Ausweitung des Normalisierungsprogramms. Dazu dürften zwei weitere Zinserhöhungen um 50 Basispunkte und eine rasche Beschleunigung des Bilanzabbaus gehören. Dieser soll letztlich 95 Mrd. USD monatlich betragen, indem fällig werdende Staatsanleihen und Hypothekenpapiere nicht mehr reinvestiert werden. Das soll nicht heißen, dass die Fed ihr endgültiges Ziel geändert hat. Auf ihrer März-Sitzung senkte sie schließlich ihre Erwartung für den neutralen Leitzins von 2,5 % auf 2,375 %. Aber angesichts der verzögerten Wirkung der Geldpolitik und einer Inflation, die sich auf dem höchsten Stand seit mehreren Jahrzehnten befindet, glauben wir, dass die Fed mit der vorgezogenen Normalisierung die richtige Entscheidung getroffen hat und die Daten in der zweiten Jahreshälfte genau beobachten wird, um die Entwicklung von Preisen und Wirtschaftswachstum zu verfolgen.</p>
<p>Bislang deutet alles darauf hin, dass die Kehrtwende der Fed in den letzten Monaten auf den Finanzmärkten Anklang gefunden hat. Dies zeigt sich vor allem in einer sich abflachenden Zinskurve. Im Laufe des Jahres 2022 ist die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihe um 191 Basispunkte auf 2,64 % gestiegen (nach dem Renditerückgang vom Mittwoch), da der Markt kurzfristige Leitzinserhöhungen eingepreist hat. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen ist dagegen weniger dramatisch, nämlich um 141 Basispunkte auf 2,92 % gestiegen. Nach unserer Einschätzung ist der Markt der Ansicht, dass die Fed eine echte Chance hat, die US-Wirtschaft zu einer sanften Landung zu führen. Hätte die Fed ihre Glaubwürdigkeit bei den Anlegern verloren, wäre der Abstand zwischen den Renditen 10-jähriger und 2-jähriger Staatsanleihen wahrscheinlich höher als die derzeitigen 28 Basispunkte. Andere marktbasierte Daten vermitteln die gleiche Botschaft. Die Inflationserwartungen auf der Grundlage von Treasury Inflation Protection Securities (TIPS) sind von 3,73 % Ende März auf 3,24 % gesunken. Über einen 10-Jahres-Horizont implizieren die TIPS einen Jahresdurchschnitt von 2,88 % und liegen damit ebenfalls unter ihrem jüngsten Höchststand. Interessant ist, dass beide nach der Ankündigung der Fed leicht angestiegen sind.</p>
<p><b>Die Fixed-Income-Perspektive</b></p>
<p>Die Abflachung der Zinskurve hat das Umfeld für Anleiheinvestoren verändert. Während höhere Renditen bei kürzeren Laufzeiten eine willkommene Entwicklung für diejenigen sein mögen, die schon lange darauf gewartet haben, mit liquideren Instrumenten höhere Renditen zu erzielen, mindert die unseres Erachtens fehlende angemessene Laufzeitprämie bei längerfristigen Staatsanleihen derzeit die Attraktivität dieser Wertpapiere. Dies gilt insbesondere angesichts des derzeit hohen Inflationsniveaus, zu dessen Ursachen auch solche gehören, die möglicherweise nicht auf höhere Leitzinsen reagieren.</p>
<p><b>Blick nach vorn</b></p>
<p>Wie die Fed werden auch wir genau beobachten, ob es in den nächsten Monaten Anzeichen für einen nachlassenden Inflationsdruck gibt. Dies wird wahrscheinlich dauern, und vieles hängt davon ab, dass Lieferunterbrechungen und Arbeitskräftemangel behoben werden. Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass der Markt die Zahl der Zinserhöhungen, die die Fed im Laufe des nächsten Jahres vornehmen wird, wahrscheinlich zu hoch eingeschätzt hat. Schließlich handelt es sich hier um die Powell-Fed, die in der Vergangenheit immer eher zu einer lockeren Geldpolitik tendierte. Doch angesichts einer Inflation, die sich auf dem höchsten Stand seit mehreren Jahrzehnten befindet, ist „Vorsicht“ ein relativer Begriff geworden. Der angespannte Arbeitsmarkt gibt der Fed den Handlungsspielraum, die Eindämmung der für die amerikanischen Haushalte schmerzhaften Inflation den Vorrang zu geben. Bis dies erreicht ist, wird jede Tendenz den Wachstumskurs beizubehalten, wahrscheinlich in den Hintergrund rücken.</p>
<p>Die Futures-Märkte sehen derzeit das Potenzial für etwa acht weitere Zinserhöhungen im Jahr 2022. Unmittelbar nach der Andeutung des Vorsitzenden Powell, dass eine noch hawkishere Anhebung um 75 Basispunkte wahrscheinlich nicht in Frage kommt, haben Treasuries bereits etwas an Fahrt verloren, denn die Rendite der 2-jährigen fiel am Mittwochnachmittag um bis zu 25 Basispunkte. Ein methodischerer Weg zur geldpolitischen Neutralität wird unseres Erachtens wahrscheinlich zu einer geringeren Volatilität am vorderen Ende der Zinskurve führen als das, was die Anleger bei längeren Laufzeiten erwarten können.</p>
<p>Und wie in letzter Zeit üblich, sollten alle Anleger auf weitere Forward Guidance achten, um zu erfahren, wie die Fed selbst die Inflationsentwicklung und andere Risiken für die wirtschaftliche Erholung einschätzt.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Inflation: Kehren wir in die 1970er Jahre zurück?</title>
		<link>https://www.pressewissen.de/2021/11/18/inflation-kehren-wir-in-die-1970er-jahre-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Dolphinvest Consulting]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2021 08:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit einigen Monaten wird erneut eine Stagflation befürchtet (eine Phase hoher Inflation ohne Wirtschaftswachstum), ähnlich wie in den 1970er Jahren. Doch ist diese Angst begründet? Die 1970er Jahre waren von einer beispiellosen Ölkrise geprägt, in der sich die Preise zwischen 1973 und 1980 mehr als verzehnfachten (Quelle: Bloomberg). Zum Vergleich: Das entspräche einer Steigerung des...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pressewissen.de/2021/11/18/inflation-kehren-wir-in-die-1970er-jahre-zurueck/" data-wpel-link="internal">Inflation: Kehren wir in die 1970er Jahre zurück?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pressewissen.de" data-wpel-link="internal">Pressewissen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><i>Seit einigen Monaten wird erneut eine Stagflation befürchtet (eine Phase hoher Inflation ohne Wirtschaftswachstum), ähnlich wie in den 1970er Jahren. Doch ist diese Angst begründet?<br />
</i><i><br />
Die 1970er Jahre waren von einer beispiellosen Ölkrise geprägt, in der sich die Preise zwischen 1973 und 1980 mehr als verzehnfachten (Quelle: Bloomberg). Zum Vergleich: Das entspräche einer Steigerung des Preises für ein Barrel Öl von 60 US-Dollar (dem Durchschnittspreis der letzten fünf Jahre) auf über 600 US-Dollar. In den 70er Jahren war dieser Preisanstieg auf ein Versorgungsproblem zurückzuführen (Auslaufen des Bretton-Woods-Abkommens, Repressalien im Zusammenhang mit dem Jom-Kippur-Krieg 1973), das erhebliche Folgen hatte: Anstieg der Produktionskosten, Preiserhöhung bei gleichzeitiger Verringerung der Gewinne, Rückgang der Kaufkraft und damit auch der Nachfrage. Diese Krise führte dazu, dass Frankreich und andere Länder umfangreiche Programme zum Bau von Kernkraftwerken in Angriff nahmen, um ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.</i></p>
<p><i>Das Stagflation-Problem, wie es in den 1970er Jahren auftrat, war also im Wesentlichen ein angebotsbedingtes Problem, das sich, wie wir weiter unten sehen werden, offensichtlich von der aktuellen Situation unterscheidet.</p>
<p></i><i>Werfen wir zunächst einen Blick auf die Situation in Amerika.</p>
<p></i><i>In den Vereinigten Staaten dürfte die Inflation bis Ende des Jahres über 6 % liegen (Quelle: Cacib) –­ ein Wert, der seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr erreicht wurde. Dieser Anstieg kann nicht allein auf die Verteuerung von Dienstleistungen zurückgeführt werden, da die Inflation in diesem Segment im Vergleich zum Szenario vor Corona relativ stabil ist. Andererseits ist der Anstieg im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Energiepreise zurückzuführen und beruht hauptsächlich auf sehr günstigen Basiseffekten bei Öl. Die Ölpreise wurden nicht durch ein Angebotsproblem in die Höhe getrieben­ – die OPEC verfügt über überschüssige Förderkapazitäten – sondern durch einen starken Anstieg der Nachfrage. Die Inflation wurde auch durch ein neues Phänomen angeheizt: die Preissteigerung im Warenbereich (z. B. bei Fahrzeugen). Dieser Anstieg lässt sich sowohl durch Angebots- als auch durch Nachfrageprobleme erklären.</p>
<p></i><i>Eine Stagflation setzt zudem eine starke Abschwächung des Wachstums voraus. Dies ist in den Vereinigten Staaten derzeit nicht der Fall – die Wachstumsprognosen für 2022 liegen bei 4 %.</i></p>
<p><i>Die amerikanische Situation lässt sich also wie folgt erklären: Die Inflation ist hauptsächlich auf eine starke Nachfrage und ein tatsächliches Wachstum zurückzuführen, das über dem Potenzialwachstum liegt, was nicht einem Stagflationsszenario entspricht.</p>
<p></i><i>Wie sieht es mit der Inflation in der Eurozone aus? Die Inflationsrate dürfte Ende des Jahres 4,25 % erreichen (Quelle: Cacib). Ausschlaggebend dafür sind einmal mehr der Anstieg des Ölpreises pro Barrel sowie ein deutlicher Anstieg der Gas- und Strompreise. Während das Öl-Problem im Wesentlichen ein Nachfrageproblem ist, leidet der Gasmarkt unter erheblichen Versorgungsproblemen aufgrund des Streits zwischen Russland und der Europäischen Union über Nord Stream 2. Ein weiterer deutlicher Unterschied zu den USA besteht darin, dass die Wareninflation besser unter Kontrolle gehalten wird, sodass die Inflation in Europa schneller sinken dürfte als in den Vereinigten Staaten.</p>
<p></i><i>Beim Wachstum sehen wir das gleiche Szenario wie in den USA, wobei das tatsächliche Wachstum im Jahr 2022 das Potenzialwachstum um mehr als 4 % übersteigen dürfte (Quelle: Bloomberg). Diese Zahl könnte jedoch aufgrund der negativen Auswirkungen der steigenden Gaspreise auf das Wachstum nach unten korrigiert werden. Ein Stagflationsszenario könnte also eintreten, wenn die Gaspreise weiter ansteigen. Dies würde jedoch voraussetzen, dass sich die Entwicklung über mehrere Quartale hinzieht, was gegenwärtig unwahrscheinlich erscheint.</p>
<p></i><i>Das wahrscheinlichste Szenario scheint daher zu sein, dass sowohl die Inflation als auch das Wachstum auf hohem Niveau bleiben werden. In diesem Szenario dürften die Zentralbanken ihre geldpolitische Unterstützung allmählich zurückfahren, was zu höheren Zinssätzen (insbesondere in den USA) und einer Fortsetzung der sektoralen Rotation, die derzeit an den Aktienmärkten stattfindet, führen wird.</i></p>
<p><b><i>Disclaimer</i></b></p>
<p><i>Dieser Kommentar richtet sich an nicht-professionelle Investoren im Sinne der Finanzmarktdirektive MiFID II. Der Kommentar dient ausschließlich zu informativen Zwecken und nicht als Ersatz von Vorhersagen, als Research-Produkt oder Anlageempfehlung, und darf auch nicht als solche verstanden werden. Er stellt keine Anlageempfehlung oder ein Angebot dar, auch keine Einladung oder Empfehlung, in bestimmte Anlagen zu investieren oder eine wie auch immer geartete Anlagestrategie zu verfolgen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die von der La-Française-Gruppe geäußerten Meinungen beruhen auf gegenwärtigen Marktkonstellationen und können ohne Vorankündigung geändert werden. Diese Meinungen können sich von denen anderer Berater der Branche unterscheiden. Veröffentlicht von La Française AM Finance Services, dessen Hauptsitz sich in der 128 Boulevard Raspail, 75006 Paris, Frankreich, befindet, eine Gesellschaft, die durch die Autorité de Contrôle Prudentiel als Finanzdienstleister mit der Registernummer 18673 X, einer Tochtergesellschaft der La Française, beaufsichtigt wird. Die La Française Asset Management ist eine Vermögensverwaltungsgesellschaft, die von der AMF unter der Registernummer GP97076 am 01. Juli 1997 zugelassen wurde.</i></div>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Afrikanische Anleihemärkte: Investitionen in den wirtschaftlichen Wandel</title>
		<link>https://www.pressewissen.de/2021/09/28/afrikanische-anleihemaerkte-investitionen-in-den-wirtschaftlichen-wandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Dolphinvest Consulting]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Sep 2021 07:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei zentrale Themen bestimmen die Wirtschaftschancen in Afrika: Demografie, Urbanisierung und Innovation Bestrebungen finanzielle Mittel für eine Nachhaltige Entwicklung zu erhöhen lässt grünen Anleihemarkt wachsen Möglichkeit für Investoren vom wirtschaftlichen Wandel des afrikanischen Kontinents zu profitieren und ihre Portfolios zu diversifizieren Aufgrund der günstigen demografischen Entwicklung, der raschen Verstädterung, der technologischen Innovation, des Reichtums an...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pressewissen.de/2021/09/28/afrikanische-anleihemaerkte-investitionen-in-den-wirtschaftlichen-wandel/" data-wpel-link="internal">Afrikanische Anleihemärkte: Investitionen in den wirtschaftlichen Wandel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pressewissen.de" data-wpel-link="internal">Pressewissen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">
<ul class="bbcode_list">
<li><b>Drei zentrale Themen bestimmen die Wirtschaftschancen in Afrika: Demografie, Urbanisierung und Innovation</b></li>
<li><b>Bestrebungen finanzielle Mittel für eine Nachhaltige Entwicklung zu erhöhen lässt grünen Anleihemarkt wachsen </b></li>
<li><b>Möglichkeit für Investoren vom wirtschaftlichen Wandel des afrikanischen Kontinents zu profitieren und ihre Portfolios zu diversifizieren</b></li>
</ul>
<p>Aufgrund der günstigen demografischen Entwicklung, der raschen Verstädterung, der technologischen Innovation, des Reichtums an natürlichen Ressourcen und der sich entwickelnden Finanzmärkte ist Afrika bestens gerüstet, um in den nächsten Jahrzehnten andere Schwellenländer bei der wirtschaftlichen Entwicklung zu überflügeln. Die afrikanischen Anleihemärkte stellen für internationale Investoren eine attraktive Möglichkeit dar, sich an der Transformation des Kontinents zu beteiligen. Insbesondere der entstehende Green-Bonds-Markt in Afrika bietet Möglichkeiten zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung in der Region. NN Investment Partners (NN IP) beauftragte Professor Ton Dietz, emeritierter Professor für afrikanische Entwicklung an der Universität Leiden und ehemaliger Direktor des Zentrums für Afrikastudien in Leiden (2010-2017), mit der Durchführung einer proprietären Studie zur Erforschung der wirtschaftlichen Möglichkeiten in Afrika. Er hat drei zentrale Bereiche ausgemacht, die die wirtschaftliche Expansion vorantreiben werden.</p>
<p><b>Die wirtschaftliche Chance</b></p>
<p>Zunächst ist da der demografische Faktor in Afrika: Afrika wird weiteres Bevölkerungswachstum mit einer  relativ junge Bevölkerung verzeichnen. Damit bewegt sich das Land nach und nach auf einen „Jugendüberschuss“ zu, was Ökonomen als „demografische Dividende“ bezeichnen.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt ist die Urbanisierung. Nach aktuellen Prognosen wird die städtische Bevölkerung in Afrika zwischen 2020 und 2050 von 500 Millionen auf fast 1,4 Milliarden anwachsen. Diese Urbanisierung schafft neue Möglichkeiten, was in den Randgebieten der großen Städte Afrikas bereits sichtbar ist: Das Umland wandelt sich rasch von einer auf Selbstversorgung und Export ausgerichteten Landwirtschaft zu einem Anbieter von Lebensmitteln, Getränken, Energie, Wasser, Holz und vielen anderen Handelsgütern, um die wachsende Nachfrage in den Städten zu decken. Auch im Dienstleistungssektor, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Finanzen, findet ein signifikanter Wandel statt. Die wachsende Mittelschicht übt zudem Druck auf die Regierungen aus, ihre Ziele zu erreichen, unter anderem die Eindämmung von Korruption und Bürokratie.</p>
<p>Daraus ergibt sich auch das dritte Thema: Innovation. Die Kombination aus Jugend und Technologie bietet zahlreiche Möglichkeiten für bahnbrechende Innovationen. Denn viele strebsame junge Menschen, die oft ein viel höheres Bildungsniveau haben als ihre Eltern und Großeltern, haben Zugang zu Smartphones und dem Internet, das auch für Finanzdienstleistungen genutzt werden kann.</p>
<p><b>Professor Ton Dietz</b> erläutert: „Das Bevölkerungswachstum in Afrika setzt sich fort, und die junge Bevölkerung des Kontinents macht Afrikas Städte und Volkswirtschaften zu Zentren des Experimentierens und der Innovation. In wissenschaftlichen und politischen Kreisen wird immer häufiger über die Aussichten Afrikas diskutiert, andere Schwellenländer in den nächsten Jahrzehnten zu „überflügeln“. Für Investoren bestehen vielfältige Möglichkeiten, ihre Portfolios um Afrika zu erweitern, und zwar insbesondere durch Investitionen in deren neue Green Bonds. Der Kontinent hat großes Potenzial, einer der weltweit führenden Innovatoren in diesem Bereich zu werden.</p>
<p><b>Anlagemöglichkeiten</b></p>
<p>Der wachsende Markt für afrikanische Eurobonds ermöglicht es Investoren, sich an dieser Wachstumsmöglichkeit zu beteiligen und gleichzeitig im Bereich der harten Währungen zu bleiben. Eurobonds werden oft als erster Schritt im Leben eines Investors gesehen, wobei Investments in Landeswährung entsprechend der Kapitalmarktentwicklung eines Landes erfolgen.    </p>
<p>Die afrikanischen Eurobond-Märkte sind äußerst vielfältig. Im März 2021 hatten 20 afrikanische Länder Eurobonds mit einem Volumen von mehr als 110 Mrd. US-Dollar in Umlauf. Die größeren Volkswirtschaften wie Südafrika, Ägypten, Nigeria und Ghana sind in den letzten Jahren zu regelmäßigen Emittenten geworden und verfügen über komplette Eurobond-Kurven. Gabun, Äthiopien, Ruanda und Namibia emittieren nur gelegentlich. Die meisten Eurobonds lauten auf US-Dollar, obwohl auch einige auf Euro lautende Anleihen emittiert wurden, insbesondere von Ländern mit engen Beziehungen zur Eurozone wie Marokko, Benin, Elfenbeinküste und Tunesien.</p>
<p>Diese Eurobonds erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei internationalen Investoren, die in dem seit zehn Jahren anhaltenden Niedrigzinsumfeld weiterhin nach Rendite und Portfoliodiversifizierung streben. Diese Umstände haben ein günstiges Umfeld für Länder mit niedrigem bis mittlerem Einkommen geschaffen, um auf den internationalen Finanzmärkten Darlehen in Fremdwährungen aufzunehmen und die Marktintegration voranzutreiben.</p>
<p><b>Marcin Adamczyk, Head of Emerging Market Debt bei NN Investment Partners</b>, sagt dazu: „Angesichts ihres relativen Entwicklungsrückstands sind die afrikanischen Regierungen auf ausländische Finanzquellen angewiesen, damit sie ihre Infrastrukturlücken schließen und ihr Wachstumspotenzial voll ausschöpfen können. Unserer Ansicht nach können Eurobonds eine der Finanzquellen sein, sofern sie Teil eines nachhaltigen und verantwortungsvollen öffentlichen Finanzmanagements sind. Eurobonds werden für Investoren ein wichtiges Instrument bleiben, um Exposure auf dem Kontinent aufzubauen.“</p>
<p><b>Zunahme von Green Bonds</b></p>
<p>Auf dem ganzen Kontinent gibt es Bestrebungen, die finanzielle Förderung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstärken. Dadurch entsteht ein wachsender Markt für grüne Anleihen. Die Afrikanische Entwicklungsbank hat vor kurzem ihr Green-Bond-Programm gestartet, und auch einzelne Länder beteiligen sich an diesem im Entstehen begriffenen Markt. Kenia hat 2019 seinen ersten Green Bond in Landeswährung aufgelegt. Im Jahr 2020 war Ägypten das erste Land, das auf US-Dollar lautende grüne Anleihen verkaufte &#8211; sie waren fünffach überzeichnet. Zuletzt emittierte Benin im Juli 2021 erstmals auf Euro lautende SDG-Anleihen (Sustainable Development Goals). Auch Ghana prüft Optionen, um in diesem Jahr bis zu 1 Mrd. US-Dollar durch den Verkauf sozialer und grüner Anleihen zur Refinanzierung bestehender Schulden für Projekte in den Bereichen Bildung und Umwelt aufzunehmen.</p>
<p><b>Adamczyk weiter</b>: „Die Corona-Krise hat die bereits bestehenden Schwachstellen in den Bilanzen und der Zahlungsfähigkeit vieler Länder verstärkt. Die Frontier-Märkte bildeten dabei keine Ausnahme. Im März letzten Jahres kletterten die Spreads für Eurobonds, die von afrikanischen Regierungen emittiert wurden, auf ein bedenkliches Niveau, was durch den Einbruch der Risikobereitschaft der Investoren und einen Mangel an Marktliquidität noch verstärkt wurde. Die raschen politischen Reaktionen sowohl der Industrie- als auch der Schwellenländer – und die beispiellose Unterstützung durch multilaterale Institutionen wie den IWF und die Weltbank – trugen jedoch zur Stabilisierung der Märkte bei. Seitdem haben die kräftige globale Erholung und der Anstieg der Rohstoffpreise die Frontier-Märkte stabilisiert. Die schleppenden Impffortschritte in vielen dieser Länder sind jedoch nach wie vor eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt.</p>
<p>Unserer Ansicht nach bleibt der afrikanische Bondmarkt kurz- und längerfristig eine attraktive Gelegenheit für aktive Schwellenländerinvestoren, die von vorteilhaften säkularen Entwicklungen gestützt wird. Der sich abzeichnende Trend zu grünen und sozialen Finanzierungsmöglichkeiten in Afrika ist ein interessantes Thema für Investoren, um damit die nachhaltige Entwicklung des Kontinents zu unterstützen.“</p></div>
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