Bereitstellung und Abholung zeitlich trennen
Das Grundprinzip einer Abholstation ist einfach: Eine Person legt die Ware in ein verschließbares Fach, die berechtigte andere Person entnimmt sie später. Beide müssen dafür nicht gleichzeitig anwesend sein. So können persönliche Übergaben und damit verbundene Wartezeiten entfallen.
Die Abholung lässt sich dadurch von den Arbeitszeiten der ausgebenden Mitarbeiter lösen. Ist der Standort entsprechend zugänglich, ist auch eine Nutzung außerhalb der Geschäftszeiten oder rund um die Uhr möglich. Entscheidend ist deshalb neben der Anlage selbst, wo sie aufgestellt wird und wer Zugang zu diesem Bereich hat.
Von der Materialausgabe bis zur Kundenbestellung
In Industrie und Gewerbe können Abholstationen beispielsweise Werkzeuge oder Ersatzteile für die nächste Schicht bereithalten. Mitarbeiter entnehmen das benötigte Material, ohne auf die persönliche Anwesenheit eines Kollegen aus der Ausgabe angewiesen zu sein.
Im Handel ermöglichen sie die Abholung vorbereiteter Bestellungen nach Ladenschluss. Rückgaben lassen sich über dafür reservierte Fächer ebenfalls organisieren. In Behörden und Bildungseinrichtungen kommen unter anderem die Bereitstellung von Dokumenten, Medien oder ausgeliehenen Geräten infrage. Welche Abläufe sinnvoll abgebildet werden können, hängt von den jeweiligen Zugangs- und Berechtigungsanforderungen ab.
Einfache Codeübergabe oder digital gesteuerter Prozess
Für einfache Übergabeprozesse bietet KNOBLOCH die Abholstation PIKNO mit batteriebetriebenen elektronischen Codeschlössern. Der Absender belegt ein Fach mit dem zu übergebenden Material und übermittelt dem Empfänger die Fachnummer sowie den zugehörigen PIN-Code. Ein Stromanschluss oder eine Internetverbindung sind nicht erforderlich; laufende Softwarekosten fallen nicht an.
Die digitale Abholstation PAKNO richtet sich an Anwendungen mit weitergehenden Anforderungen an Steuerung und Nachvollziehbarkeit. Sie verfügt über ein zentrales Touchdisplay, unterstützt automatische Abholbenachrichtigungen und dokumentiert die Übergaben. Anbindungen an vorhandene Systeme werden entsprechend den Projektanforderungen geplant.
Ein Praxisbeispiel ist SONEPAR in Berlin: Dort wird eine PAKNO-Anlage mit Schnittstellenanbindung an das eigene Warenwirtschaftsprogramm eingesetzt. Die Abholstation ist damit in bestehende betriebliche Abläufe eingebunden.
Welche Abholstation für welchen Bedarf?
Bei der Auswahl stehen zunächst organisatorische Fragen im Vordergrund: Was soll übergeben werden? Wie viele Fächer werden gleichzeitig benötigt? Wer darf sie belegen und öffnen? Genügt die direkte Übermittlung eines Codes oder sollen Benachrichtigungen und Dokumentation digital erfolgen?
Aus diesen Anforderungen ergeben sich Fachaufteilung, Zugangskonzept und technische Ausstattung. Die nach Einsatzgebieten gegliederten Informationsseiten von KNOBLOCH unterstützen diese erste Orientierung. Über eine Beratung oder eine Projektanfrage im Konfigurator lassen sich die Anforderungen anschließend für eine konkrete Anlage zusammenführen.
KNOBLOCH entwickelt und produziert seit 1869 Produkte aus Stahlblech in Deutschland. Das Sortiment umfasst Briefkästen, Briefkastenanlagen, Paketboxen und Abholstationen für private und gewerbliche Anwendungen.
Max Knobloch Nachf. GmbH
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