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www.miningscout.de – Neue Minen, neue Investoren: Wird Marokko zum Hoffnungsträger am Kupfermarkt?

www.miningscout.de – Neue Minen, neue Investoren: Wird Marokko zum Hoffnungsträger am Kupfermarkt? Posted on 21. Oktober 2026

Angebot für den strapazierten Kupfermarkt: Marokko gewinnt durch Mineneröffnungen an Bedeutung und Investoreninteresse. Ein Explorer startete im September ein Bohrprogramm und erweiterte seine Lizenzen deutlich.

Der Kupferexplorer Talisman Metals (ISIN: IE000XRZAWV1, WKN: A421QR) sicherte sich im September drei neue Explorationslizenzen in unmittelbarer Nähe seines Kupferprojekts Tirzzit 225 km östlich von Agadir in Marokko. Damit wächst die ursprüngliche Lizenzfläche um das 2,8-fache.

CEO Tim McCutcheon sieht in den neuen Flächen „mehr Möglichkeiten, Mineralvorkommen zu entdecken und die kartierten mineralisierten Zonen westwärts auszudehnen.“ Die Geologen des Explorers sehen in dem Gebiet günstige geologische Gegebenheiten für Kupfer- und Silbermineralisierungen in der Tiefe.

Talisman Metals: Bohrstart und Lizenzerweiterung bei Tirzzit

Kurz zuvor hatte das Unternehmen auf dem ursprünglichen Lizenzgebiet ein Bohrprogramm gestartet. Von den geplanten 33 Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 2.770 Metern wurden bis zum 11. September 187 Meter abgeschlossen. Dabei wurde im Bohrmaterial eine Kupfermineralisierung durch sichtbaren Malachit (ein kupferhaltiges Mineral) durchteuft.

„Marokko schafft neue Chancen, indem es Unternehmen den Erwerb neuer Lizenzen ermöglicht“, sagt McCutcheon. Das Land gilt auf dem globalen Kupfermarkt als wichtiger Lieferant künftigen Angebotswachstums.

Dass dem Markt aufgrund steigender Nachfrage in wichtigen Sektoren ein dauerhaftes Defizit droht, ist hinlänglich bekannt. Eine der wichtigsten Antworten auf dieses Defizit lautet derzeit: Afrika.

Zwischen 2020 und 2025 gingen laut einem S&P Global Bericht weltweit 36 neue Kupferminen an den Start. Elf davon befinden sich auf dem afrikanischen Kontinent, auf dem hochgradige Lagerstätten mit Kupfergehalten von 2-4 % vorzufinden sind.

Die Demokratische Republik Kongo und Sambia dominierten die Pipeline und nahmen hochgradige Vorkommen in Betrieb, darunter Erweiterungen in Kamoa-Kakula sowie neue Minen wie Kisanfu und Molefe.

Die steigenden Kupferpreise machen auch Projekte rentabel, die sich auf die Aufbereitung von Rückständen aus alten Minenabfällen konzentrieren, darunter Projekte wie Roan und das Large Waste Project in Sambia.

Marokkos Kupfer-Pipeline nimmt Gestalt an

Doch auch Marokko baut die Kupferpipeline aus – von der frühen Exploration bis hin zur kommerziellen Minenproduktion. Das Land profitiert ersichtlich davon, dass Investoren außerhalb der etablierten Förderregionen nach neuen Bezugsquellen suchen. Marokko kann im Wettbewerb um Investitionsentscheidungen eine lange Bergbautradition, eine gut ausgebaute Transport- und Energieinfrastruktur sowie die Nähe zu europäischen Märkten aufbieten.

2025 markierte einen Meilenstein für den Kupfersektor des Landes: Die Mine Tizert in der marokkanischen Provinz Taroudant im Hohen Atlas nahm den Betrieb auf. Der Eigentümer, das fast 100 Jahre alte Bergbauunternehmen Managem aus Casablanca, investierte 440 Mio. USD. Tizert verfügt über 1.068 Mt an Ressourcen und 600 Mt an Reserven, die Minenlebensdauer wird auf 18 Jahre taxiert.

„Die Produktionskapazität von 107 Kilotonnen Kupferkonzentrat pro Jahr wird einen wesentlichen Teil des nationalen Kupferbedarfs Marokkos decken und die Selbstversorgung des Landes mit diesem für die Energiewende kritischen Metall stärken“, teilt Managem mit. Das bedeutet auch: Künftige weitere Minenerschließungen können auf die Kupferexporte einzahlen.

Tizert verkörpert das Bergbaumodell, das die Gruppe in den kommenden Jahrzehnten umsetzen möchte. Die Mine ist weniger aufgrund ihres Kupfergehaltes von Bedeutung denn als Beweis dafür, dass moderne Bergbauprojekte es in Marokko bis zur Produktion schaffen können.

Kupferminen eröffnen, KGHM streckt Fühler aus

Der nächste größere Meilenstein des marokkanischen Kupfersektors könnte durch Red Rock Mining gelegt werden. Das Unternehmen entwickelt das Projekt Idelsane in der Region Ouarzazate. Das Programm zur Zertifizierung der Mineralressourcen steht kurz vor dem Abschluss; die Ergebnisse werden für das vierte Quartal 2026 erwartet.

Kürzlich neu entdeckte Zonen könnten „den Tagebaubereich spürbar erweitern“, sagt CEO Richard Khoury. „Unsere Priorität liegt nun darin, die Zertifizierung im vierten Quartal 2026 abzuschließen und den Übergang zur Produktion von Kupferkonzentrat ab 2027 vorzubereiten.“

Auch der polnische Bergbaukonzern KGHM Polska Miedź zeigt großes Interesse an einem Einstieg in den marokkanischen Markt. Im März unterzeichnete der Kupfer- und Silberproduzent eine Absichtserklärung mit dem Nationalen Amt für Kohlenwasserstoffe und Bergbau (ONHYM) und Managem, um Möglichkeiten zur Entwicklung von Rohstoffprojekten in Marokko zu prüfen. Anfang Oktober fand ein weiteres Treffen statt.

Bei Talisman Metals stehen neben dem Abschluss des Bohrprogramms auf dem ursprünglichen Lizenzgebiet auch Arbeiten auf den neuen Flächen an. Dazu gehören die geologische Kartierung und Gesteinsprobenahme, die geochemische Untersuchung von Bachsedimenten und die weiterführende Untersuchung prioritärer Zielgebiete mittels bodengestützter elektromagnetischer (EM) und induzierter Polarisations- (IP) Messungen.

Die aktuelle Bewertung des Unternehmens spiegelt das frühe Stadium der Exploration und auch den weiterhin bestehenden Underdog-Status Marokkos wider. Im Herbst stehen Bohrergebnisse an: Aussichtsreiche Resultate könnten als Katalysator für eine Neubewertung dienen.

Weitere Informationen zu Talisman Metals finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:

https://www.miningscout.de/minenaktien/talisman-metals-plc/

Unternehmen: Talisman Metals plc
AIM: TLM
WKN: A421QRISI
N: IE000XRZAWV1
Webseite: https://talismanmetalsplc.com

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