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Europäische Mobilitätswoche 2026

Europäische Mobilitätswoche 2026 Posted on 15. September 2026

Weniger Straßenparkplätze im öffentlichen Raum finden auch unter Autofahrern breite Akzeptanz, wenn Innenstädte gut erreichbar bleiben und geeignete Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Das zeigt eine bundesweite Befragung des IFH KÖLN im Auftrag von Lödige Industries anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche. 87 Prozent der Befragten, die zumindest gelegentlich mit dem Auto in die Innenstadt fahren, würden weniger innerstädtische Parkplätze akzeptieren, wenn komfortable und gut erreichbare Parkhäuser oder Tiefgaragen vorhanden wären.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung des Autos und die Bereitschaft zu einer Neuordnung des Parkraums kein Widerspruch sein müssen. Für 46 Prozent der insgesamt 1.056 Befragten ist das Auto das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel für Innenstadtbesuche. Gleichzeitig betrachten 93 Prozent eine gute Erreichbarkeit grundsätzlich als Voraussetzung für den Besuch einer Innenstadt.

Breite Zustimmung in allen Altersgruppen

Die Bereitschaft, weniger innerstädtische Parkplätze zu akzeptieren, wenn in der Innenstadt oder deren Umgebung komfortable und gut erreichbare Parkhäuser oder Tiefgaragen zur Verfügung stehen, ist über alle untersuchten Altersgruppen hinweg ähnlich hoch. Sie reicht von 85 Prozent bei den 60- bis 75-Jährigen bis zu 89 Prozent bei den 40- bis 49-Jährigen. Auch zwischen ländlichen Regionen und Stadtregionen zeigt sich praktisch kein Unterschied, die Zustimmung liegt jeweils bei rund 87 Prozent.

Damit greifen die Ergebnisse eine zentrale Frage der Europäischen Mobilitätswoche auf, die vom 16. bis 22. September 2026 stattfindet. Unter dem Jahresthema „Mobilität unter den Generationen“ richtet sie den Blick darauf, wie Mobilität und Straßenräume den Bedürfnissen unterschiedlicher Altersgruppen gerecht werden können. Dazu gehören unter anderem sichere Straßenquerungen, ausreichend Platz, Verweilorte und eine gute Erreichbarkeit.

Weniger Parkplätze zugunsten von Grün und Sicherheit

Wie hoch die Akzeptanz für eine Neuverteilung des Straßenraums ist, hängt nach den Befragungsergebnissen auch davon ab, wie die freiwerdenden Flächen genutzt werden. 78 Prozent der Befragten, die gelegentlich oder regelmäßig mit dem Auto in die Innenstadt fahren, würden weniger Parkplätze akzeptieren, wenn der gewonnene Raum sichtbar für Grünflächen, Sitzgelegenheiten oder andere Aufenthaltsangebote genutzt würde. 73 Prozent stimmen einer Reduzierung zu, wenn Straßen dadurch sicherer für den Fuß- und Radverkehr werden.

„Die Ergebnisse sprechen gegen eine pauschale Gegenüberstellung von Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität. Eine breite Mehrheit ist offen für weniger Parkplätze im Straßenraum, wenn gute Alternativen vorhanden sind und der gewonnene Raum einen erkennbaren Mehrwert schafft. Für Stadtentwicklung und Immobilienplanung kommt es deshalb darauf an, Parkraum frühzeitig in die Planung einzubeziehen und Stellplätze möglichst kompakt zu organisieren. So lassen sich Erreichbarkeit und ein geringerer Flächenverbrauch miteinander verbinden“, sagt Dr. Tobias Wennekamp, Chief Product Officer bei Lödige Industries.

Mobilitätskonzepte müssen lokale Bedingungen berücksichtigen

Während die grundsätzliche Akzeptanz für eine Neuordnung des Parkraums in Stadt und Land nahezu gleich hoch ist, unterscheidet sich die Bedeutung des Parkangebots für den Innenstadtbesuch. In ländlichen Regionen bezeichnen 86 Prozent gute Parkmöglichkeiten als Grundvoraussetzung für einen Innenstadtbesuch. In Stadtregionen sind es 68 Prozent.

Auch das Potenzial einer besseren Organisation des Parkens fällt unterschiedlich aus: 84 Prozent der Befragten aus ländlichen Regionen würden Innenstädte häufiger besuchen, wenn Parken einfacher oder besser organisiert wäre. In Stadtregionen liegt der Anteil bei 68 Prozent. Die Ergebnisse unterstreichen damit, dass Mobilitätskonzepte die lokale Verkehrsinfrastruktur und die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Anreise berücksichtigen müssen.

Stellplätze bündeln und öffentlichen Raum gewinnen

Insgesamt stimmen 73 Prozent aller Befragten der Aussage zu, dass Parkplätze, Parkbuchten und Parkstreifen in Innenstädten durch kompakte Parkhäuser oder Tiefgaragen ersetzt werden sollten. Etwa ebenso viele, 74 Prozent, betrachten gute Parkmöglichkeiten als Grundvoraussetzung für ihren Innenstadtbesuch. Die Ergebnisse zeigen damit einen möglichen Ansatz für die Planung urbaner Räume: Werden Stellplätze gebündelt und flächeneffizient organisiert, kann Erreichbarkeit erhalten bleiben, während Flächen im öffentlichen Straßenraum für andere Nutzungen zur Verfügung stehen. Für Kommunen, Stadtplaner und Projektentwickler wird die Organisation des ruhenden Verkehrs damit zu einem Bestandteil integrierter Stadt- und Mobilitätsplanung.

Über die Lödige Industries GmbH

Lödige Industries mit Sitz in Ostwestfalen ist Weltmarktführer für Luftfrachtterminals und automatische Parksysteme und zählt zudem zu den führenden Anbietern von Logistiksystemen für Lager und Industrie sowie Aufzugslösungen. Mit Niederlassungen auf der ganzen Welt liefert Lödige Industries Lösungen für den Materialtransport an eine breite Palette von Kunden. Das 1948 gegründete mittelständische Familienunternehmen ist spezialisiert auf die Lieferung komplexer Materialflusssysteme von der Planung, Konstruktion, Fertigung, Programmierung und Inbetriebnahme bis hin zum Service. Im Jahr 2025 erzielte Lödige Industries einen Umsatz von 246 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter.

www.lodige.com

Über automatisierte Parksysteme

Automatisierte Parksysteme können den Flächenbedarf des Parkens je nach Projekt und System gegenüber konventionellen Lösungen um bis zu 60 Prozent reduzieren. Sie ermöglichen es, Stellplätze auch dort unterzubringen, wo Rampen, Fahrgassen oder eine begrenzte Grundstücksfläche konventionelle Lösungen erschweren.

Über IFH Köln

Als Brancheninsider liefert das IFH KÖLN Informationen, Marktforschung und Beratung zu handelsrelevanten Fragestellungen rund um eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft und der Entwicklung passender Geschäftsmodelle. Das IFH KÖLN ist erster Ansprechpartner für unabhängige, fundierte Daten, Analysen und Strategien, die Unternehmen und Handelsstandorte erfolgreich und zukunftsfähig machen. Durch die Betrachtung von Märkten, Kunden und dem Wettbewerb, bietet das IFH KÖLN einen 360°-Blick für die Strategieableitung bei handelsrelevanten Themen. In maßgeschneiderten Projekten werden Kunden bei strategischen Fragen rund um Digitalstrategien, bei der Entwicklung neuer Märkte und Zielgruppen oder bei Fragen der Kanalexzellenz unterstützt. Mit der Tochtermarke ECC KÖLN ist das IFH KÖLN seit 1999 im E-Commerce aktiv und widmet sich dem Community- und Knowhow-Transfer für die Digitalisierung im Handel.

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