Psychische Diagnosen verdrängen Atemwegsinfekte von der Spitze
Psychische Erkrankungen stehen erstmals an erster Stelle. Laut der Auswertung stiegen die Krankschreibungen aus diesem Grund im ersten Halbjahr 2026 um 9 Prozent, während Atemwegserkrankungen um 21 Prozent zurückgingen. Der Krankenstand insgesamt lag bei 5,3 Prozent nach 5,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. An jedem Tag zwischen Januar und Juni waren damit im Schnitt 53 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben.
- Krankenstand erstes Halbjahr 2026: 5,3 Prozent, nach 5,4 Prozent im Vorjahreszeitraum.
- Psychische Erkrankungen: plus 9 Prozent und erstmals häufigster Grund für Fehltage.
- Atemwegserkrankungen: minus 21 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.
- Durchschnittliche Dauer einer Krankschreibung: 9,7 Tage nach 9,5 Tagen im Vorjahreszeitraum.
Was die Zahlen zu Muskel-Skelett-Erkrankungen im Einzelnen zeigen
Rückenleiden verschwinden mit dem dritten Rang nicht aus der Statistik, sie werden nur von zwei anderen Gruppen überholt. In der Landesauswertung für Nordrhein-Westfalen vom 29. Juli 2026 stiegen die Fehltage wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen von 177 auf 184 Tage je 100 Beschäftigte, ein Plus von vier Prozent. Psychische Diagnosen kamen dort auf 202 Tage je 100 Beschäftigte, Atemwegserkrankungen auf 178 Tage. Wer Verspannungen ohne Gerät lösen will, findet dazu einen Überblick zu Akupressurmatten für die Entspannung mit Hinweisen zur Anwendungsdauer.
„Ein dritter Rang liest sich wie Entwarnung, ist aber keine. Die Rückentage steigen weiter, sie fallen im Vergleich nur weniger auf, weil eine andere Diagnosegruppe schneller wächst“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Warum die Dauer einer Krankschreibung stärker wiegt als ihre Zahl
Die durchschnittliche Dauer einer Krankschreibung stieg laut der Halbjahresauswertung von 9,5 auf 9,7 Tage. Der Krankenstand sank trotzdem leicht, weil weniger Menschen überhaupt krankgeschrieben waren. Beide Bewegungen zusammen ergeben ein Bild, das eine einzelne Kennzahl nicht abbildet: weniger, aber länger andauernde Fälle. Muskel-Skelett-Erkrankungen und seelische Belastungen gehören zu den Gruppen mit vergleichsweise langer Dauer, Atemwegsinfekte zu den kurzen.
Der Jahresbericht 2025 zeigt dieselbe Bewegung eine Stufe früher
Der Gesundheitsreport derselben Kasse vom 20. Januar 2026 hatte für das Gesamtjahr 2025 einen Krankenstand von 5,4 Prozent und 19,5 Fehltage je Beschäftigtem ausgewiesen. Psychische Erkrankungen legten laut diesem Bericht um 6,9 Prozent zu und schoben sich auf den zweiten Rang. Die Halbjahreszahlen aus dem Juli 2026 setzen diese Bewegung fort und führen sie an die Spitze. Der Rückgang bei den Atemwegen erklärt sich vor allem aus einer schwächeren Infektwelle im Winter 2025 auf 2026.
Die Verschiebung in der Rangfolge sagt nichts darüber aus, ob Rückenbeschwerden seltener geworden sind. Sie zeigt, dass Vorbeugung im Betrieb künftig zwei Felder gleichzeitig bedienen muss, die bisher getrennt behandelt wurden: Bewegung am Arbeitsplatz und Entlastung von seelischem Druck.
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
Provimedia GmbH
Weidenweg 12
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon: +49 (7142) 3442727
Telefax: +49 (7142) 2279985
http://provimedia.de
CEO
Telefon: +49 (7142) 3442727
E-Mail: info@provimedia.de
![]()
