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Fahrermangel in der Logistik: Wie Spedition Brucker mit 380 Fahrerinnen und Fahrern alle Lkw im Einsatz hält

Fahrermangel in der Logistik: Wie Spedition Brucker mit 380 Fahrerinnen und Fahrern alle Lkw im Einsatz hält Posted on 29. Juni 2026

In der Online-Talk-Reihe der SPEDIFORT Community „SpediTalks by Rathmann“ kommen regelmäßig Gäste zu Wort, die interessanten Input für die Speditions- und Logistikbranche liefern. In Folge 14 war Arno Brucker von der Spedition Brucker aus Aalen zu Gast – mit klaren Ansagen zum Fahrermangel.

Der Fahrermangel gilt als eines der drängendsten Probleme der Logistikbranche. Wie sich Speditionen trotzdem behaupten können, war Thema der 14. Folge von „SpediTalks by Rathmann“. Zu Gast war Arno Brucker, Geschäftsführer der gleichnamigen Spedition aus dem baden-württembergischen Aalen. Seine Kernbotschaft: „Fahrer sind der begrenzende Faktor.“ Wer eigene Lkw und eigenes Fahrpersonal habe, so Brucker, werde „im Spiel bleiben“.

Rund 380 Fahrerinnen und Fahrer aus einer Vielzahl von Ländern sind in dem Familienunternehmen beschäftigt. Bemerkenswert in Zeiten chronischen Personalmangels: Alle Fahrzeuge sind im Einsatz, kein einziges steht mangels Fahrer still.

Eigenes Fahrer-Center und gezielte Ansprache

Um trotz Fahrermangel Personal zu gewinnen und zu halten, zieht das Unternehmen nach eigener Darstellung alle Register. Interessenten können sich mit wenigen Klicks über die Unternehmenswebsite bewerben, über Social-Media-Kampagnen werden Fahrerinnen und Fahrer gezielt angesprochen. Ein eigenes Fahrer-Center mit vier Mitarbeitenden kümmert sich um Akquise und Arbeitsverträge, um behördliche Themen und sogar um die Wohnungssuche.

Die Arbeitsbedingungen seien attraktiver als ihr Ruf, betont Brucker: Der Großteil der Fahrer sei abends zu Hause, habe planbare Arbeitszeiten und verdiene gut. Das eigentliche Problem liege im Image des Berufs: „Der Beruf hat einen katastrophalen Ruf“, so der Spediteur.

Deutliche Kritik an Politik und Verwaltung

Scharfe Worte findet Brucker für Regierung und Verwaltung, die aus seiner Sicht viel zu wenig für die Branche tun. Zwar habe die Bundesregierung ein Paket geschnürt, um Fahrer aus Drittländern leichter in den Beruf zu bringen. Viele Hürden dürften jedoch bestehen bleiben. Teils vergehe bis zu ein Jahr, ehe Beschäftigte etwa aus der Ukraine oder Serbien tatsächlich ins Fahrerhaus dürften.

Sind sie dann im Unternehmen, droht aus Sicht des Spediteurs die nächste Gefahr: Aus Sorge um ihren Aufenthaltstitel heuerten manche Kräfte im Ausland an, etwa in der Slowakei.

„Das ist unfassbar: Sie haben ihre Familien hier, zahlen hier ihre Sozialversicherung – und kehren aus Angst Deutschland den Rücken.“

— Arno Brucker, Geschäftsführer Spedition Brucker —

Brucker appelliert an die Behörden, diesen Beschäftigten einen verlässlicheren Status und mehr Sicherheit zu geben – wovon Mitarbeitende wie Unternehmen gleichermaßen profitieren würden.

Was andere Speditionen mitnehmen können

Bruckers Ansatz zeigt: Wer dem Fahrermangel wirksam begegnen will, muss Recruiting, Fahrerbindung und die Integration internationaler Fachkräfte systematisch angehen. Genau für diese Themen hat die INN-ovativ GmbH & Co. KG digitale Unterstützungs-Tools entwickelt, die ihre Effizienz inzwischen zusätzlich mit Künstlicher Intelligenz gesteigert haben.

Mit spedijobs.io steht ein Recruiting-Tool speziell für die Logistikbranche zur Verfügung: Es verschafft Stellenanzeigen branchenrelevante Reichweite, ist international in verschiedensten Sprachen präsent und hilft mit einer integrierten Bewerberdatenbank dabei, die wertvolle Ressource „Bewerbung“ strukturiert zu managen.

Als eine digitale Schulungsumgebung für Logistikunternehmen holt SPEDIFORT neue Mitarbeitende von Anfang an professionell ab und integriert sie ins Unternehmen, sodass Mitarbeiterbindung früh und stark aufgebaut wird. Gleichzeitig stellt sie Betriebe rechtssicher auf, wenn es um die Erfüllung der Unterweisungspflicht im Arbeitsschutz geht.

Über SpediTalks by Rathmann

„SpediTalks by Rathmann“ ist die Online-Talk-Reihe der SPEDIFORT Community, moderiert vom Fachjournalisten Matthias Rathmann. In rund einstündigen Live-Calls geben Branchenexpertinnen und -experten praxisnahe Einblicke; alle Folgen werden aufgezeichnet und stehen in der Community-Mediathek zur Verfügung. Die SPEDIFORT Community ist eine werbefreie Austauschplattform für Fach- und Führungskräfte aus Spedition, Logistik, Lager und Transport mit Themen-Spaces unter anderem zu Fahrpersonal, Recruiting, Vertrieb und KI. Die Teilnahme ist mit aktivem SPEDIFORT-Account kostenlos.

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