Das vollständig unternehmenseigene McLaren Titanium Project liegt im westlichen Eucla-Becken in Western Australia. Ziel des aktuell laufenden Bohrprogramms ist es, die bestehende Mineralressource von 529 Millionen Tonnen nach JORC-Standard weiter aufzuwerten, die Grundlage für zukünftige Reservenschätzungen zu schaffen und zusätzliche Wachstumschancen für das Projekt zu identifizieren.
McLaren Minerals erweitert Datenbasis für Ressourcenschätzung
Das laufende Phase-2-Bohrprogramm umfasst insgesamt 13.000 Bohrmeter. Bis Mitte Juni wurden bereits 551 Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 9.768 Metern abgeschlossen. Damit sind rund 75 % des Programms absolviert. Die Arbeiten verlaufen laut Unternehmen planmäßig und sollen bis Ende Juni abgeschlossen werden.
Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse umfassen 435 neue Analysen aus dem nördlichen Bereich der Lagerstätte. Dabei wurden erneut breite, oberflächennahe Zonen mit Schwermineralsanden durchschnitten. Besonders hervor hebt McLaren Minerals mehrere hochgradige Abschnitte, darunter:
- 24 Meter mit durchschnittlich 8,01 % HM in Bohrloch MAC155
- 18 Meter mit 7,36 % HM in Bohrloch MAC169
- 18 Meter mit 6,16 % HM in Bohrloch MAC167
- 20 Meter mit 3,88 % HM in Bohrloch MAC152, einschließlich eines Spitzenwertes von 34,61 % HM über einen Meter.
Nach Unternehmensangaben erreichten 27 % der neuesten Analyseergebnisse Gehalte von mehr als 4 % HM. Der Durchschnitt dieser hochgradigen Abschnitte lag bei 10,3 % HM. Insgesamt lieferten 43 % der untersuchten Intervalle Gehalte von mehr als 2 % HM.
Neue südöstliche Erweiterungszone liefert starke Ergebnisse
Besonderes Augenmerk richtet McLaren Minerals derzeit auf eine neu identifizierte Erweiterungszone südöstlich der bestehenden Indicated Resource. Erste Bohrungen außerhalb des bisherigen Ressourcenumrisses lieferten bereits vielversprechende Resultate.
Zu den wichtigsten Abschnitten zählen:
- Bohrloch MAC380 mit 22 Metern ab Oberfläche bei durchschnittlich 7,62 % HM und einem Spitzenwert von 30,65 % HM.
- Bohrloch MAC379 mit 24 Metern ab Oberfläche bei durchschnittlich 4,75 % HM.
Auf Basis dieser ersten Ergebnisse hat das Unternehmen bereits zwölf weitere Bohrungen in einem Raster von 300 mal 300 Metern niedergebracht. Die Analyseergebnisse dieser Folgebohrungen stehen noch aus. Ziel ist es, die geologische Kontinuität der neu entdeckten Mineralisierung besser zu verstehen und die Ressourcengrundlage möglicherweise zu erweitern.
Nach Angaben von Managing Director Simon Finnis sind nicht nur die hohen Gehalte bemerkenswert, sondern vor allem die Beständigkeit der Mineralisierung über große Bereiche der Lagerstätte. Darüber hinaus deuten erste Daten auf ein größeres Gebiet mit höhergradigen Schwermineralsanden im Nordwesten der Lagerstätte hin. Weitere Untersuchungsergebnisse hierzu werden noch erwartet.
Geologisches Modell wird bestätigt
Die Bohrkampagne liefert McLaren Minerals zugleich wertvolle neue Erkenntnisse über die geologische Architektur der Lagerstätte. Das Unternehmen berichtet, dass sowohl das obere als auch das bereits bekannte untere mineralisierte Strand-System durch die aktuellen Bohrungen bestätigt werden konnten. Dadurch steigt das Vertrauen in das geologische Modell und die Interpretation der Lagerstätte.
Zusätzlich untersuchte das Unternehmen die sogenannte Eastern Shoreline Zone. Die Bohrungen zeigen dort eine durch das Grundgebirge kontrollierte Beckenstruktur, die offenbar als Ablagerungsfalle für die Schwermineralsande fungierte. Die identifizierten mineralisierten Sedimente entsprechen den Erwartungen des geologischen Modells und werden als mögliche Fortsetzung des unteren mineralisierten Systems interpretiert.
Diese Erkenntnisse könnten für die zukünftige Ressourcendefinition von Bedeutung sein, da sie die räumliche Ausdehnung der Mineralisierung besser erklären und zusätzliche Zielgebiete für weitere Arbeiten liefern.
Titanprojekt mit großer bestehender Ressource
Bereits heute verfügt das McLaren Titanium Project über eine bedeutende Mineralressource. Die aktuelle JORC-konforme Ressourcenschätzung beläuft sich auf insgesamt 529 Millionen Tonnen mit einem durchschnittlichen Schwermineralgehalt von 4,5 %. Darin enthalten sind 249 Millionen Tonnen in der Kategorie „Indicated“ sowie 280 Millionen Tonnen in der Kategorie „Inferred“. Die enthaltenen Schwerminerale umfassen unter anderem Ilmenit, Rutil, Leucoxen und Zirkon.
Titan gilt weltweit als kritischer Rohstoff und findet Anwendung in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungssektor sowie in verschiedenen Energietechnologien. Neben dem McLaren-Projekt hat McLaren Minerals jüngst auch das zirkonreiche Barossa-Projekt im östlichen Eucla-Becken in Südaustralien erworben.
Für die kommenden Monate plant das Unternehmen den Abschluss des laufenden Bohrprogramms, die Auswertung der noch ausstehenden Analyseergebnisse, metallurgische Testarbeiten sowie die Aktualisierung der Mineralressource. Parallel sollen die Arbeiten an einer Reservenschätzung und einer Bankable Feasibility Study (BFS) vorangetrieben werden.
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