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KI-gestützte Übersetzung in der Praxis.

KI-gestützte Übersetzung in der Praxis. Posted on 26. Mai 2026

Sergio Castaño Garcia leitet die Abteilung Business Intelligence der Service Innovation Group España. Gemeinsam mit seinem Team nutzt er die Workforce Management Software Celero One im operativen Alltag — unter anderem das integrierte KI-Übersetzungstool, das Arbeitsanleitungen automatisch in verschiedene Sprachen überträgt.

Im Interview spricht er darüber, warum klare Kommunikation in internationalen Teams so entscheidend ist, welche Herausforderungen Sprachbarrieren in der Praxis verursachen können und wie digitale Übersetzung dabei hilft, Prozesse effizienter und verlässlicher zu gestalten.

Herr Garcia, wir wollen über Kommunikation und Sprache sprechen. Sie sind allerdings kein Sprachwissenschaftler, sondern ein Experte für Business Intelligence. Darunter kann man sich erst einmal kaum etwas vorstellen. Was machen Sie also in Ihrer Arbeit?

Ich leite ein Team von Kolleginnen und Kollegen, die Projekte entwickeln, die alle Abteilungen im Unternehmen bei der Optimierung ihrer Prozesse unterstützen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Daten und Prozessautomatisierung. Ziel ist, dass die Mitarbeitenden nicht nur stumpf Aufgaben ausführen, sondern sich mehr auf ihre Ziele und qualitativ hochwertige Arbeiten konzentrieren können, also auch auf das Reflektieren und Planen. Denn erst das ermöglicht es, besser zu werden.

Unsere Arbeit schafft die erforderlichen Rahmenbedingungen, um Schwachstellen zu beseitigen und Verbesserungsmöglichkeiten zu implementieren.

Was für Projekte sind das konkret?

Das ist eine Frage, auf die es viele Antworten gibt. Zunächst erfassen wir die Bedürfnisse unserer Kunden, analysieren ihr Projekt und ihre Ziele.

Wenn wir uns darüber im Klaren sind, wohin die Reise gehen soll, legen wir den Weg dorthin fest, setzen Fristen und bestimmen die Größe des einzusetzenden SIG-Teams.

Wir arbeiten mit Celero One als zentraler Plattform für Planung, Kommunikation und Steuerung unserer Außendiensteinsätze. So kann die Projektleitung den Teams vor Ort alle wichtigen Informationen zentral bereitstellen und Änderungen jederzeit direkt kommunizieren.

Um die Frage abschließend zu beantworten: Unser Ziel ist es, unsere internationalen Außendienstteams so zu steuern, dass Aufgaben am POS überall einheitlich und in der gewünschten Qualität umgesetzt werden. Über Celero One erhalten die Teams dafür klare Arbeitsanweisungen und dokumentieren ihre Tätigkeiten direkt entlang definierter Prozesse in der App.

Die erfassten Daten werden in Echtzeit zurückgespielt und bilden die Grundlage für Dashboards, Auswertungen und das laufende Monitoring der vereinbarten KPIs. So können sowohl das Key Account Management als auch unsere Kunden jederzeit nachvollziehen, wie sich ein Projekt entwickelt und wo gegebenenfalls nachgesteuert werden muss.

Mit multinationalen Teams kommen auch viele unterschiedliche Sprachen. Was sind die größten Herausforderungen in Bezug auf Sprachbarrieren?

Sprachliche Vielfalt in einem Team bringt tatsächlich verschiedene Herausforderungen mit sich, bietet aber auch Chancen für Wachstum und Innovation. Eine der größten Herausforderungen ist es sicherlich, eine effektive Kommunikation zu gewährleisten. Es sprechen nicht alle dieselbe Sprache und oft auch kein Englisch oder die jeweilige Landessprache. Es ist aber für die Arbeit und auch um Missverständnisse zu vermeiden entscheidend, dass alle Teammitglieder genau wissen, was zu tun ist.

Neben der Sprache spielen natürlich auch kulturelle Unterschiede eine große Rolle. Sie beeinflussen, wie Teams kommunizieren, arbeiten und Erwartungen formulieren. Gerade in internationalen Projekten entsteht dadurch oft zusätzlicher Abstimmungsaufwand – bis hin zu Übersetzungen oder Dolmetschern, die wiederum Zeit und Budget kosten.

Wie wurden diese Herausforderungen in Ihrem Team gelöst?

Die Grundlage ist natürlich, ein inklusives Umfeld zu fördern, in dem sich jedes Teammitglied wertgeschätzt und auch gehört fühlt.

Konkret bedeutet das, auf eine gemeinsame Arbeitssprache hinzuarbeiten, Unterstützung beim Sprachenlernen anzubieten und auch, die Wertschätzung für die kulturelle Vielfalt im Team offen auszudrücken. Das hilft, die genannten Herausforderungen in Stärken zu verwandeln, die ein Team dynamischer und innovativer machen.

Ein besonders wichtiger Baustein ist für uns das KI-gestützte Übersetzungsmodul in Celero One. Damit können die im Prozess-Manager hinterlegten Arbeitsanweisungen automatisch in unterschiedliche Sprachen übersetzt werden — inzwischen sind es 34.

Gerade in internationalen Außendienstteams erleichtert das die tägliche Zusammenarbeit enorm. Alle Beteiligten erhalten dieselben Informationen in ihrer jeweiligen Sprache, Missverständnisse werden reduziert und Prozesse können deutlich einheitlicher umgesetzt werden.

Und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Funktioniert das?

Absolut. Gerade weil die Funktion direkt in Celero One enthalten ist, ist sie für die Teams sehr einfach nutzbar. Der Frontliner muss nicht mit einem separaten Übersetzungstool arbeiten, sondern kann sich die Arbeitsanweisungen direkt in Celero One in seiner bevorzugten Sprache anzeigen lassen.

Das macht es in der Praxis sehr unkompliziert: Die Informationen bleiben im definierten Prozess, aber jeder kann sie in der Sprache lesen, in der er oder sie am besten versteht.

Wie funktioniert das genau?

Für jeden Prozess gibt es eine Standardsprache. Darüber hinaus lassen sich einem Prozess zusätzliche Sprachen zuweisen. Über das KI-Übersetzungsmodul in Celero One stehen den Frontlinern zusätzlich alle diese freigeschalteten Sprachen direkt in der App zur Verfügung. Die Übersetzungen erfolgen automatisch und werden über einen integrierten Validierungsprozess zusätzlich geprüft.

Die Teams vor Ort können selbst auswählen, in welcher Sprache sie die Arbeitsanweisungen anzeigen lassen möchten und bei Bedarf sogar während der laufenden Rückmeldung zwischen den Sprachen wechseln

Ihre Erfahrung zeigt, dass die Zusammenarbeit von Teammitgliedern aus unterschiedlichen Herkunfts- und Sprachräumen ein Gewinn für ein Unternehmen ist?

So ist es. Ich komme aus Barcelona. Ich bin aufgewachsen in einer Gesellschaft, in der man zwei Muttersprachen spricht. Dazu kommt noch Englisch als Geschäftssprache. Wenn man in Barcelona lebt, wird einem bewusst, dass Multikulturalismus eine Bereicherung ist und es immer Möglichkeiten gibt, ihn zum Vorteil für alle zu machen.

Wenn die Mitglieder eines Teams aus unterschiedlichen Regionen oder Ländern kommen, bringen sie durch ihre unterschiedlichen Wurzeln eine Fülle unterschiedlicher Perspektiven und Erfahrungen mit. Das macht Teams kreativer und innovativer. Darüber hinaus kann das die Kompetenzen und das Wissen des Teams erweitern, was potenziell zu verbesserten Problemlösungsfähigkeiten und einem Wettbewerbsvorteil auf dem globalen Markt führt. Und die Integration fördert den kulturellen Austausch und das gegenseitige Verständnis, was die Teamarbeit und Zusammenhalt verbessert.

Wie funktioniert die Integration in der Praxis? Das Übersetzungsmodul kennen wir. Was gibt es noch?

Ein wichtiger Schritt ist das Onboarding. Wir führen für alle unsere Mitarbeiter, unabhängig von ihrer Herkunft oder Position, ein Onboarding durch, bei dem sie über die in Celero One integrierte E-Learning-Plattform unsere Arbeitsweise kennenlernen.

Neue Mitarbeitende begleiten bei uns zunächst erfahrene Kollegen und Kolleginnen direkt im Außendienst. So lernen sie die Arbeitsabläufe, Qualitätsstandards und Anforderungen nicht nur theoretisch kennen, sondern direkt in der Praxis.

Das hilft enorm dabei, ein gemeinsames Verständnis für die Prozesse und die tägliche Zusammenarbeit zu entwickeln — gerade in international zusammengesetzten Teams.

Gibt es denn auch für Muttersprachler Sprachbarrieren und wie sehen diese aus?

Natürlich gibt es die. In Spanien verstehen viele Menschen die englische Sprache nicht.  Das ändert sich zwar mit den jüngeren Generationen, aber nach wie vor ist das eine sehr große Barriere.

Der Einsatz von KI-Tools zur Echtzeitübersetzung kann an dieser Stelle viel dazu beitragen, die Kommunikation zu verbessern. Denn sie ermöglichen Menschen, die eine Sprache nicht sprechen, einander zu verstehen und zusammenzuarbeiten.

Als ich jung war, habe ich gerne die Serie Star Trek geschaut. Ich habe mich immer gefragt, ob es einmal möglich sein würde, mit jemandem aus einem anderen Land zu sprechen, ohne der Sprache mächtig zu sein. Dass man sich mit einem „Universalübersetzer“ ohne Probleme verständigen könnte. Nun, diese Zeit ist längst gekommen…

Herr Castaño Garcia, vielen Dank für das Gespräch.

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