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Von KI bis Umweltschutz: Daran forschen Hannovers Jugendliche

Von KI bis Umweltschutz: Daran forschen Hannovers Jugendliche Posted on 12. Februar 2026

Wie können Pflanzen in Dürreregionen wachsen? Wie finden Drohnen vermisste Personen? 120 junge Forschende aus Hannover haben Antworten – und präsentieren ihre innovativen Projekte am 18. Februar beim Regionalwettbewerb Jugend forscht am Campus Linden der Hochschule Hannover. Die besten Projekte werden am 20. Februar ausgezeichnet und qualifizieren sich für den Landeswettbewerb von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb.

Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ startet Deutschlands renommiertester Jugendwettbewerb Jugend forscht in seine 61. Runde. Bundesweit haben sich 11.327 Jungforschende für den Wettbewerb angemeldet – 120 von ihnen werden am 18. Februar beim Regionalwettbewerb Hannover ihre ambitionierten Forschungsprojekte am Campus Linden der Hochschule Hannover (HsH) präsentieren. Erstmals richten die Region Hannover, enercity und die HsH gemeinsam den Regionalwettbewerb aus.

„Das Besondere an diesem Wettbewerb ist, dass die Teilnehmenden ihre Themen eigenständig entwickeln. Sie bearbeiten Fragen und Probleme, die sie persönlich interessieren oder beschäftigen“, erklärt Günter Kämpfert, Wettbewerbsleiter des Regionalwettbewerbs Hannover. „Darüber hinaus durchlaufen die Teilnehmenden den gesamten naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg: von der Forschungsfrage über Recherche und eigene Experimente – inklusive Scheitern und Umwegen – bis hin zum Verfassen einer schriftlichen Arbeit und der Präsentation ihres Projekts am Wettbewerbstag.“

Von aktuellen Herausforderungen bis zu Alltagsproblemen

Viele Projekte zeigen dabei eindrucksvoll, wie intensiv sich die jungen Teilnehmenden mit aktuellen und zukunftsweisenden Problemen auseinandersetzen – darunter Themen wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Künstliche Intelligenz.

So entwickelten zwei Jungforschende ein Hydrogel, das das Pflanzenwachstum auch bei Wassermangel fördern kann. Durch die Verbesserung der Wasserspeicherfähigkeit von Böden soll die Produktivität im Nutzpflanzenanbau gesteigert werden. Das Hydrogel könnte es ermöglichen, Lebensmittel auch in dürregefährdeten Regionen anzubauen.

Ein anderes Forschungsteam entwickelt eine Software für Drohnen, die Personen autonom aufspüren und so Rettungskräfte unterstützen kann. Sie erforschen, wie Drohnen mithilfe von Deep Learning in komplexen Umgebungen – beispielsweise im Gebirge – navigieren und Personen mit einer Kamera lokalisieren können.

Häufig reicht auch das eigene Hobby, um die passende Forschungsfrage zu finden: Zwei Teilnehmerinnen entwickeln daher einen eigenen Mundschutz fürs Hockeyspielen.

„Talente sollten frühzeitig entdeckt und gefördert werden“

„Die Ausbildung und Förderung junger Menschen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – ist eine entscheidende Aufgabe zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft“, betont Günter Kämpfert. „Kinder und Jugendliche sollten deshalb früh für MINT-Fächer begeistert werden, und Talente sollten frühzeitig entdeckt und gezielt gefördert werden.“

Durch die Beschäftigung mit Forschungsthemen entwickeln die Teilnehmenden wichtige Kompetenzen im Bereich des naturwissenschaftlichen Arbeitens. Gleichzeitig stärken sie Fähigkeiten und Haltungen wie Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und einen konstruktiven Umgang mit Rückschlägen.

Jungforschende präsentieren ihre Projekte auch der Öffentlichkeit

Am 18. Februar 2026 findet der Regionalwettbewerb Hannover am Campus Linden der Hochschule Hannover statt. Hier werden die Jungforschenden ihre Forschungsprojekte einer Jury und der Öffentlichkeit präsentieren, bevor die besten Projekte bei der Feierstunde am 20. Februar mit Geld- und Sachpreisen geehrt werden. Interessierte haben am 18. Februar die Möglichkeit, sich von 10:00 bis 15:00 Uhr selbst ein Bild von den zahlreichen Projekten zu machen. Auch die Feierstunde am 20. Februar von 16:30 bis 17:30 Uhr ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Siegerinnen und Sieger der jeweiligen Fachgebiete qualifizieren sich für den Landeswettbewerb im März und April 2026, mit der Chance, sich dort für das 61. Bundesfinale vom 28. bis 31. Mai in Herzogenaurach zu empfehlen.

Über Hochschule Hannover

Die Hochschule Hannover ist die zweitgrößte Hochschule in der Landeshauptstadt. Sie bietet ein breitgefächertes Studienangebot in den Bereichen Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, Sozialwesen sowie Informatik, Kommunikation und Gestaltung. Studierende lernen mit einer hohen Anwendungs- und Zukunftsorientierung und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Neben Lehre und Forschung agiert die Hochschule als Impulsgeberin und Transferpartnerin für die Wirtschaft und Gesellschaft in Stadt, Region und Land. Die Fakultäten finden sich an den Standorten in Linden, Ahlem, Expo Plaza, Kleefeld und der Südstadt.

Zahlen & Fakten:

• An der HsH studieren rund 9.000 Studierende in fünf Fakultäten.
• Die HsH bietet etwa 70 akkreditierte Studienangebote, darunter zahlreiche duale und berufsbegleitende Studienmodelle.
• Rund 290 Professorinnen und Professoren und rund 1000 Beschäftigte sind an der HsH tätig.
• Zertifikate & Netzwerke: familiengerechte Hochschule, Total E-Quality Prädikat, weltoffene Hochschule, Bündnis Niedersachsen hält zusammen, Gleichstellungsstarke Hochschule Professorinnenprogramm 2030

Weitere Informationen unter www.hs-hannover.de

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